Aktuelle Meldungen

Gastronomen spenden Schutzausrüstung an die Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars spendeten Einmalhandschuhe und Schutzmasken an die Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg.

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars, Quang Tao Tu und Xuan-Thang Vu, hatten aus den Medien erfahren, dass Schutzausrüstung für medizinisches Personal derzeit knapp ist. In Kürze konnten die beiden Gastronomen 2 000 Einmalhandschuhe und mehrere Dutzend Mund-Nasen-Schutzmasken organisieren, die sie gestern Prof. Dr. Christian P. Speer, dem Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, für das medizinische Personal seiner Klinik überreichten. Prof. Speer zeigte sich von dem privaten Engagement begeistert: „Diese großzügige Sachspende ist nicht nur für unsere Arbeit hilfreich, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni-Kinderklinik ein äußerst positives und motivierendes Signal.“

 

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Uniklinikum Würzburg hält Beatmungsplätze für COVID-19 Patienten vor

Entgegen anderslautender Meldungen hält das Uniklinikum Würzburg derzeit 72 Beatmungsplätze vor, die bei vermehrter Notwendigkeit für die Behandlung von Patienten, die aufgrund von COVID-19-Infektionen künstlich beatmet werden müssen, auf bis zu 152 Beatmungsplätze ausgebaut werden können.

Im DIVI-Intensiv-Register (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) wurde der Eintrag zur Verfügbarkeit aktualisiert. 

Grüne Herren des Uniklinikums Würzburg leiten die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe

Albert Fischer und Gernot Hornberger von den Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg haben seit März dieses Jahres den kommissarischen Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe.

Albert Fischer ist seit dem Jahr 2014 der Gruppenleiter der Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg (UKW). Im März dieses Jahres übernahm er zusätzlich den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe. Als Stellvertreter steht ihm dort Gernot Hornberger zur Seite, der ihn auch bei der Führung der Würzburger Grünen Damen und Herren unterstützt. Die BAG Katholische Krankenhaus-Hilfe ist ein Zusammenschluss von deutschlandweit rund 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen mit zusammen über 3.500 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Der Vorsitz von Fischer und Hornberger ist kommissarisch bis zu nächsten Bundestagung der Arbeitsgemeinschaft im April 2021.

Die „Grünen Damen und Herren“ besuchen einsame und hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten des UKW. Derzeit engagieren sich in Würzburg 26 Frauen und vier Männer in diesem, unter dem Dach der Caritas organisierten Ehrenamt. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, erledigen kleine Einkäufe und kümmern sich um Organisatorisches. Der Name des Patientenbesuchsdienstes leitet sich ab von den mintgrünen Kitteln, die die Frauen und Männer bei ihrer Arbeit tragen. Wegen der Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ruht die Arbeit der Würzburger Grünen Damen und Herren derzeit – wie bei den meisten Patientenbesuchsdiensten in Deutschland.

 

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Uniklinikum Würzburg: Landrat Nuß lernt Liberal-Studie kennen

Bei einem Besuch an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Würzburg lernte der Würzburger Landrat Eberhard Nuß sowohl den neuen Klinikdirektor Prof. Dr. Patrick Meybohm, wie auch die von diesem geleitete, speziell für ältere Patienten hochrelevante Bluttransfusionsstudie „Liberal“ kennen.

Anfang März dieses Jahres lud das Uniklinikum Würzburg (UKW) den scheidenden Landrat Eberhard Nuß an die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie ein. Bei diesem Info-Besuch lernte der Politiker zum einem Prof. Dr. Patrick Meybohm kennen, der Anfang dieses Jahres die Leitung der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie übernahm. Zum anderen informierte Prof. Meybohm den Politiker über eine von ihm geleitete klinische Studie, die erstmalig untersucht, ob bei Patienten über 70 Jahren ein höherer Ziel-Hämoglobinwert (Hb-Wert) mittels Fremdbluttransfusionen besser geeignet ist, potenzielle Dysfunktionen von Herz, Gehirn, Niere oder Darm während und nach einer Operation zu vermeiden. Ein weiteres Ziel der bundesweiten Studie namens „Liberal“ ist es, zu erfahren, ob sich die Lebensqualität operierter Patienten mithilfe einer bestimmten Transfusionsstrategie verbessern lässt. „Basierend auf den aktuellen Leitlinien können derzeit kaum verlässliche Angaben gemacht werden, ab welchem Wert des Blutfarbstoffes der geeignete Moment gekommen ist, eine Blutkonserve zu verabreichen. In der Studie vergleichen wir nun die Gesundheitseffekte einer restriktiven Transfusionsstrategie, bei der der Zielwert für den Hb-Wert zwischen 7,5 und 9 g/dl liegt mit denen bei einer Patientengruppe, die frühzeitiger bereits ab einem Hb-Wert von unter 9 g/dl eine Bluttransfusion erhält und bei denen der angestrebte Zielwert höher – zwischen 9,0 und 10,5 g/dl – liegt“, erläuterte Prof. Meybohm. „Da die Querschnittsleitlinien derzeit durch eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bundesärztekammer aktualisiert werden und Studiendaten gerade bei älteren Patienten kaum vorhanden sind, werden die Ergebnisse dieser Studie ganz besonders sehnsüchtig erwartet“, unterstrich Prof. Dr. Peter Kranke. Der Ärztliche Leiter für Klinische Studien an der Klinik für Anästhesiologie ist als Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin Mitglied der Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer.

Bemühen um das Wohlergeben der älteren Generation

Landrat Nuß zeigte sich bei dem Treffen, an dem auch eine 77-jährige Liberal-Studienteilnehmerin des UKW teilnahm, von dem Projekt begeistert: „Aus der zwischenmenschlichen Perspektive finde ich es genial, dass sich die klinische Forschung hier ein weiteres Mal gezielt um das Wohlergehen der älteren Generation kümmert, der wir so viel verdanken.“ Darüber hinaus sei das damit erneut dokumentierte Bemühen um eine möglichst optimale medizinische Versorgung ein bedeutender Standortvorteil für Würzburg und die Region.

Studienleitung jetzt am Uniklinikum Würzburg

Das UKW beteiligt sich schon seit Anfang 2018 als eines von 14 deutschen Universitätsklinika an der Liberal-Studie. Mit dem Wechsel von Prof. Meybohm vom Universitätsklinikum Frankfurt nach Würzburg wechselte auch die Studienleitung ans UKW. „Die Aufmerksamkeit für die Studie in der Öffentlichkeit und der Fachwelt wird in den kommenden Monaten sicher noch weiter wachsen. Liberal passt sehr gut in unser Portfolio von Maßnahmen für ein Altersgerechtes Krankenhaus, um das wir uns auf allen Ebenen bemühen“, freut sich Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW.

 

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Die Region Würzburg im Kampf gegen Corona

Die Krankenhäuser der Region Würzburg haben sich gerüstet und dazu nach intensivem Austausch einen gemeinsamen Plan entwickelt, um eine bestmögliche Versorgung von Patienten mit einer COVID-19 Infektion auch dann sicherzustellen, wenn die Krankheitswelle die üblichen Zahlen an Schwerkranken übersteigen wird.

Hierzu fand, Freitag den 20. März 2020, im Anschluss an das regelmäßige behördenübergreifende Gespräch von Stadt und Landkreis Würzburg zu COVID-19 eine Besprechung von Vertretern der Kliniken der Region statt.

Bislang halten sich die Fallzahlen noch in Grenzen: am Uniklinikum sind es derzeit sieben Patienten auf der Infektionsstation, drei Patienten müssen auf Intensivstation behandelt werden. Würzburg ist leider besonders hart von Todesfällen betroffen, da als besondere Risikogruppe die Bewohner eines Pflegeheimes befallen sind.  Auch fünf der derzeit auf der Infektionsstation des UKW behandelten Patienten stammen aus diesem Heim.

Die Infektionsquelle des Pflegeheims ist unbekannt, aber inzwischen sind zahlreiche Pflegekräfte betroffen, eine Situation, die auch in Kliniken bei allen Vorsichtsmaßnahmen immer wieder auftreten kann. Die Infektionswelle hat die Altenpflegeeinrichtung getroffen, als COVID-19 in Deutschland noch eine Rarität war.

Alle hygienisch notwendigen Maßnahmen werden ergriffen - aber natürlich ist der Kampf der Ärzte und des Pflegepersonals gegen die Krankheit in einem Pflegeheim noch weitaus schwieriger als in den rund um die Uhr mit ärztlichem und pflegerischen Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten Kliniken. „Wir tun unser Bestes,“ so Dr. Michael Schwab, Chefarzt des Geriatrie-Zentrums der Stiftung Bürgerspital, „auch wenn uns die hohe Ansteckungsgefahr vor größte Herausforderungen stellt.“

Bisher sind noch zehn weitere Bewohner des Heimes positiv getestet und bedürfen der umsichtigen Pflege. „Wir stehen bereit, wenn eine stationäre Behandlung notwendig wird, aber Hut ab vor dem Team des Pflegeheimes, das solche Leistungen erbringt, stets selbst auch bedroht von der Infektion, die aber bei Jüngeren meist nicht so schwer verläuft“, so der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, Prof. Dr. Georg Ertl. Der Schulterschluss aller in der Würzburger Region im Kampf gegen Corona engagierten Einrichtungen und Menschen sei hoch anzuerkennen und auch berührend.

 

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Uniklinikum Würzburg: Blumenspende als willkommenes Zeichen der Anerkennung

Der Würzburger Blumenladen „Der Holländer“ spendete gestern ein Blumenmeer an das Uniklinikum Würzburg. Dort sorgten die Frühlingsboten für viel Freude bei den Beschäftigten und Patienten.

Als sich die Ladeklappe des Lkw senkte, fiel auch bei Margot Rössler von der Stabsstelle Kommunikation des Uniklinikums Würzburg (UKW) fast die Kinnlade herunter: Aus dem Inneren des Fahrzeugs strahlten ihr Tausende Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Rosen in voller Farbenpracht entgegen. Die vom Würzburger Blumenladen „Der Holländer“ gespendeten Sträuße füllten drei mannshohe Rollwägen. Nach dem Entladen wurden die Blumen von Margot Rössler und fleißigen Helfern aus der Abteilung Wirtschaft und Logistik des Klinikums umgehend auf die Pforten und Stationen des UKW verteilt. „Überall – bei unseren Beschäftigten wie auch den Patienten – sorgten die Frühlingsboten für große Begeisterung“, berichtet die Verwaltungsangestellte.

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise

Der Hintergrund der Spende ist jedoch ernst: Nach Informationen der Bundesregierung vom Dienstag dieser Woche musste Oscar Maarten Verhoef, der Geschäftsführer von „Der Holländer“, davon ausgehen, dass er das Ladengeschäft in der Eichhornstraße und den Verkaufspavillon am Sternplatz in Würzburg als Vorsichtsmaßnahme gegen eine weitere Verbreitung des Corona-Virus schließen muss. Allerdings war da für ihn und seine Mitarbeiter/innen schon ein weiterer 20-Meter-Laster mit frischen Blumen von den Niederlanden an den Main unterwegs. In Absprache mit Jan Maarten Koster, dem Inhaber des Ladens, wurde entschieden, dass die verderbliche Ware lieber an die Würzburger Krankenhäuser verschenkt werden sollte, statt sie zu entsorgen. Auch mit dem UKW wurde über die Stabsstelle Kommunikation eine Lieferung vereinbart. Am Mittwoch stellte sich dann heraus, dass Blumenläden durch eine Ausnahmeregelung doch geöffnet bleiben können. Jan Maarten Koster und Oscar Maarten Verhoef blieben jedoch bei ihrer nun freiwilligen Entscheidung, den Laden geschlossen zu halten. „Wir halten die soziale Abstandsregelung für absolut richtig und wollen alles dafür tun, diese zu unterstützen – auch wenn dies für uns einen großen wirtschaftlichen Schaden bedeutet“, erläutert Verhoef und fährt fort: „Auch an unsere Spendenzusage vom Dienstag fühlten wir uns moralisch weiterhin gebunden.“ So kam es, dass am 18. März der LKW des Blumenladens mit seiner blühenden Fracht am UKW vorfuhr.

Ein Danke für das selbstlose Engagement

„Mit der Spende ans Uniklinikum wollen wir speziell unseren Dank an die Beschäftigten ausdrücken, die sich in diesen fordernden Zeiten selbstlos dafür engagieren, für uns alle den Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten. Wir freuen uns, wenn es uns damit gelingt, etwas Freude in den anstrengenden Arbeitsalltag zu bringen“, sagt Jan Maarten Koster. Und dieses Ziel wurde voll erreicht: Über die Verteilstellen am Klinikum erreichten die Sträuße viele Mitarbeiter/innen sowie Patienten – und wurden von diesen liebend gerne angenommen. „Aus vielen Einzel-Feedbacks weiß ich, dass diese positive Botschaft bei unseren Beschäftigten sehr gut angekommen ist“, freut sich Prof. Dr. Georg Ertl. Der Ärztliche Direktor des UKW bedankte sich bei den Spendern und allen Helfern am Klinikum herzlichst für die gelungene Aktion.

 

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Uniklinikum Würzburg: Neue Simulatoren ermöglichen ein realitätsnahes Teamtraining

Für ihr Simulationszentrum hat die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Würzburg in diesem Jahr neue Hochtechnologie-Patientensimulatoren angeschafft, mit denen sich Routine- wie auch Notfallsituationen realitätsnah nachstellen lassen. Für Studierende, Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte aller Weiterbildungsstufen werden so potenzielle Fehlerquellen erlebbar – und das ohne Patientengefährdung.

Als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland betreibt das Uniklinikum Würzburg (UKW) an seiner Klinik für Anästhesiologie schon seit den 1990er Jahren ein Simulationszentrum. Gefördert von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und dem Uniklinikum Würzburg wurde die Schulungs- und Trainingseinrichtung jetzt ein weiteres Mal auf den aktuellsten Technologiestand gebracht. „Zu diesem Update zählen zwei Full-Scale-Simulatoren der neuesten Generation sowie eine neue Audio- und Videoanlage“, schildert Dr. Oliver Happel. Der Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie leitet das Simulationszentrum. Er erläutert: „Full-Scale-Simulatoren sind lebensgroße Nachbildungen des menschlichen Körpers – wir sprechen hier auch von Mannequins. Computergestützt und verbunden mit einer aufwändigen technischen Apparatur reagiert das Mannequin auf diverse klinische Eingriffe wie ein echter Patient.“ Das bedeutet zum Beispiel, dass die künstlichen Pupillen auf Licht reagieren. Und noch viel komplexer: Die beiden Mannequins in Kinder- und Erwachsengröße verfügen über eine Lungensimulation, bei dem die Maschine eigenständig auf die Zusammensetzung der eingesaugten, also „eingeatmeten“ Luft reagiert. Außerdem „atmet“ der Kunstmensch auch tatsächlich ein Gasgemisch aus, das in seiner Zusammensetzung der Ausatemluft eines Menschen entspricht. „Daher können wir auch mit Narkose- und Intensivbeatmungsgeräten trainieren – inklusive des Einsatzes von volatilen Anästhetika“, sagt Dr. Happel. Die ausfeilten Patientensimulatoren und die realistische Umgebung lassen nach seinen Beobachtungen viele Nutzerinnen und Nutzer schnell vergessen, dass sie hier nicht mit einem Menschen aus Fleisch und Blut agieren.

Rund 20 Minuten auf dem „Heißen Stuhl“

Geschult werden im Simulationszentrum sowohl Medizinstudierende und Pflegekräfte, wie auch Ärztinnen und Ärzte aller Weiterbildungsstufen. Bei den rund 20-minütigen Trainingssessions wird meistens von einem Dreier-Team – bestehend aus einer/einem jüngeren Anästhesistin/Anästhesisten, einer/einem erfahrenen Kollegin oder Kollegen sowie einer Anästhesie-Pflegekraft – absolviert. Je nach gewähltem Setting füllen auch noch Statisten die der Realität nachempfundene Trainingsumgebung, zum Beispiel als operatives Team. Alle Handlungen der Teilnehmer/innen und ihre Kommunikation während der Session wird von mehreren im Raum verteilten Videokameras und Mikrofonen aufgezeichnet. In einem angrenzenden Kontrollraum, hinter einem verspiegelten Fenster, beobachten die Instruktoren die Abläufe und markieren Schlüsselmomente in den auf mehreren Bildschirmen angezeigten Videoaufzeichnungen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, den Verlauf des ansonsten programmiert ablaufenden Szenarios zu beeinflussen.

Menschliche Limitationen erkennen

„Wir bieten hier in erster Linie ein sogenanntes Soft Skills- oder auch Human-Factors-Training an“, berichtet Dr. Happel und erläutert: „Dabei sollen die Kolleginnen und Kollegen unmittelbar erfahren, wo typische menschliche Limitationen und die daraus folgenden Fehlermöglichkeiten liegen. Hierzu zählen zum Beispiel unzureichende Kommunikation oder mangelndes Situationsbewusstsein.“

Nach dem Szenario findet in einem benachbarten Seminarraum ein ausführliches Debriefing statt. Unterstützt von den Video- und Audioaufzeichnungen diskutieren die Teilnehmer/innen untereinander und mit den Instruktoren bis zu einer Stunde lang die Schlüsselmomente und Abläufe der erlebten Situation. Dabei werden nicht nur fehlerhafte, sondern auch vorbildliche Handlungsweisen des Teams reflektiert.

„Durch den Austausch mit anderen Universitätsklinika wissen wir, dass wir im bundesweiten Vergleich eine sehr hohe Auslastung unseres Simulationszentrums fahren“, berichtet Prof. Dr. Patrick Meybohm. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des UKW fährt fort: „Den damit verbundenen hohen technischen, räumlichen und personellen Aufwand leisten wir gerne, denn Simulation ist aus unserer Sicht ein unverzichtbares Element der modernen klinischen Aus- und Weiterbildung sowie ein essentieller Beitrag zur Patientensicherheit.“

 

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