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Orlovic-Nachwuchspreis „Innovative Kardiologie“ geht an Würzburger Assistenzärztin

Für die Darstellung der Zellen, die Schäden am Herzmuskel heilen, wurde Dr. Theresa Reiter auf dem DGK-Kongress ausgezeichnet

Eine chronische Herzinsuffizienz ist häufig die Folge von Entzündungen am Herzen. Die Schäden lassen sich in den betroffenen Patienten gut nachweisen, die Zellen, die den Verlauf und die Heilung des Gewebes beeinflussen, arbeiteten bislang jedoch im Verborgenen. Dr. Theresa Reiter, angehende Kardiologin aus Würzburg, hat mit ihrer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Bauer und in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin der Uniklinik Würzburg genau diese Zellen, die so genannten aktivierten Makrophagen aufgespürt. Für ihr Projekt wurde sie jetzt auf dem DGK-Kongress in Mannheim mit dem Orlovic-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

Wie sich nach einem Herzinfarkt die Struktur und Morphologie des Herzens verändern, das lässt sich gut durch klassische Bildgebungsverfahren wie der Magnetresonanztomographie (MRT) und Echokardiographie, dem Herzultraschall, erkennen. Die Zellen, die sogenannten Makrophagen, die entscheidend am Entzündungs- und Heilungsprozess des Herzens beteiligt sind, waren bislang im Menschen noch nicht darstellbar. Dr. Theresa Reiter (33) hat jetzt mit ihrer Arbeitsgruppe aus der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Uniklinik Würzburg eine Methode etabliert, mit der sie die Dichte und zeitliche Verteilung dieser so wichtigen Zellen, die an der Reparatur des zerstörten Muskelgewebes und somit an der Erholung des Herzens maßgeblich beteiligt sind, erkennen können. Gemeinsam mit PD Dr. Constantin Lapa von der Nuklearmedizin des Uniklinikums Würzburg und dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) konnten sie mithilfe von Somatostatinrezeptor 2 (SSTR 2) basierten PET/CT Untersuchungen die Makrophagen im geschädigten Myokard verlässlich darstellen. In der PET/CT Untersuchung, einer nuklearmedizinischen Technik, werden diese Oberflächenproteine durch leicht radioaktive Substanzen, den sogenannten Tracer nachgewiesen.
 
„Die Technik, diese proinflammatorischen Zellen nachzuweisen, kommt aus der Onkologie“, berichtet die Gewinnerin des Orlovic-Nachwuchsfonds und angehende Kardiologin, Dr. Theresa Reiter. „Wir haben diese Technik erfolgreich auf das Herz übertragen. Der Tracer, und damit der Nachweis für die Makrophagenaktivität, leuchtet im PET genau an der Stelle, an der wir im MRT den Schaden sehen. Im nächsten Schritt werden wir die maximal zu erwartenden Signalintensitäten untersuchen, um detaillierte Informationen über die Dichte und das Verhalten dieser Reparaturzellen zu bekommen und langfristig neue Therapieansätze zu entwickeln.“

„Frau Dr. Reiter hat mit der preisgekrönten translationalen Forschungsarbeit einen wichtigen Schritt für die Entzündungsbildgebung des Herzens getan“, kommentiert Prof. Dr. Wolfgang Bauer, Akademischer Direktor und Schwerpunktsleiter Kardiale MRT und Klinische Elektrophysiologie am Uniklinikum Würzburg. „Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie eine gute Infrastruktur und interdisziplinäre Zusammenarbeit kreativen jungen Forscherinnen und Forschern hilft, ihr Genie zu entzünden und ihre Ideen Gestalt werden zu lassen.“
 
Prof. Dr. Stefan Frantz, Leiter der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, fügt hinzu: „Ich freue mich sehr, dass erneut eine junge engagierte Forscherin aus unserem Team diesen Nachwuchspreis gewonnen hat. Vor zwei Jahren wurde bereits mein langjähriger Mitarbeiter Dr. Gustavo Ramos für seine Forschung zur T-Zellen-Regulation im Zusammenhang mit Herzinfarkten mit dem Orlovic Nachwuchsfond ausgezeichnet. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und in der Erforschung der Inflammation im Herzmuskelgewebe Vorreiter sind.“
 
Der Orlovic-Nachwuchsfonds „Innovative Kardiologie“ in Höhe von 10.000 Euro wird von der Dr. Marija Orlovic Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Herzinsuffizienz der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK)“ vergeben. Mit ihrem Programm möchte die Stiftung junge promovierte Wissenschaftler beim Auf- und Ausbau einer eigenen Arbeitsgruppe unterstützen.
 
Dr. Theresa Reiter, die bereits seit dem Jahr 2009 in der Arbeitsgruppe von Wolfgang Bauer forscht, wurde auf dem DGK-Kongress in Mannheim am 5. April 2018 mit dem Preis ausgezeichnet. Der genaue Titel ihres Projektes heißt „Detektion von Makrophagen als Träger der myokardialen Inflammation im humanen Herzen“. Sie teilt sich das Preisgeld von 10.000 Euro mit Dr. Christian Schach.

„Der Gewinn ist eine große Ehre für mich und ich freue mich sehr, dass ich hier am Uniklinikum Würzburg die Gelegenheit habe, neben der Krankenversorgung auch klinische Forschung zu betreiben“, berichtet Theresa Reiter. Sie wird ab Herbst am DZHI eine Rotationsstelle besetzen und sich mit einem Arzt eine Stelle in der Klinik und eine Stelle in der Forschung teilen (Tandem-Rotation), oder nach Bedarf flexibel zwischen Klinik und Forschung wechseln (flexible Rotation).

Tandem-Tage an der Uni

Einen Tag lang einen Studierenden in seinem Alltag an der Universität Würzburg begleiten: Das können Studieninteressierte in den Pfingstferien bei den Tandem-Tagen tun. Anmeldungen sind bis 29. April möglich.

Die Tandem-Tage laufen vom 23. Mai bis 1. Juni 2018. Mit dem studentischen Tandem-Partner geht es in Vorlesungen und Seminare, mittags in die Mensa und überall dahin, wo man sich als Studierender der Uni Würzburg so aufhält. Auch Gespräche mit Dozenten und Kommilitonen sind möglich.

So können Studieninteressierte alle denkbaren, vermeintlich speziellen oder abwegigen Fragen loswerden * und die Antworten aus erster Hand bekommen. Das verschafft ihnen tiefere Einblicke in ein Studienfach und in den Studienalltag.

Studienfach auf Uni-Website aussuchen

Wer mitmachen will, kann sich auf der Homepage der Zentralen Studienberatung aus einem Fächerpool ein Wunschfach und eine Alternative aussuchen. Nach dem Anmeldeschluss (29. April) bekommen die Interessierten per E-Mail das Tagesprogramm und weitere Infos zugeschickt.

Am Tandem-Tag selbst begleiten die Schüler dann einen Tag lang in kleinen Gruppen einen Studierenden dieses Faches.

Extra ausgewählte Lehrveranstaltungen

Die Gruppen besuchen Lehrveranstaltungen, die extra für den Tag ausgewählt wurden * in der Regel solche aus den ersten Semestern. Hinzu kommen Besuche in der Mensa, der Universitätsbibliothek und anderen Einrichtungen.

Insgesamt finden voraussichtlich über 40 Tandem-Einheiten statt. *In einigen Fächern, wie etwa Biologie, Humanmedizin,Grundschul- und Gymnasiallehramt, Medienkommunikation, Psychologie und Rechtswissenschaft aufgrund der großen Nachfrage sogar zwei oder drei Tage lang*, sagt Koordinatorin Inci Demir.

Anmelden für die Tandem-Tage: http://go.uni-wuerzburg.de/tandem

Das Projekt uni@school

Durchgeführt werden die Tandem-Tage von Studierenden, die im Projekt uni@school der Studienberatung aktiv sind * einem Kooperationsprojekt der Uni Würzburg mit der Agentur für Arbeit Würzburg und der Handwerkskammer Service GmbH.

Kontakt: Kathrin Schaade und Inci Demir, Telefon (0931) 31-80714, schulen@ uni-wuerzburg.de

Uniklinikum Würzburg: Anliegenbücher laden zum Nachdenken ein

Unter dem Titel „Schatz der Erinnerung“ stellt das Team der Klinikseelsorge des Uniklinikums Würzburg in den kommenden Wochen erneut die Anliegenbücher der vergangenen Jahre zum Nachlesen öffentlich aus. Die hier festgehaltenen Gedanken laden dazu ein, sich mit den Sorgen und Nöten der Menschen in einem Krankenhaus, aber auch deren Hoffnung, Erleichterung und Dankbarkeit auseinanderzusetzen.

Seit 9. April dieses Jahres liegen erneut die Anliegenbücher des Raums der Stille des Uniklinikums Würzburg (UKW) für jedermann zum Blättern und Lesen aus. Nach den guten Erfahrungen und den vielen positiven Rückmeldungen wiederholt die Klinikseelsorge des UKW damit eine Aktion, die im Herbst vergangenen Jahres erstmals stattfand. Die Anliegenbücher entstehen seit der „Inbetriebnahme“ des Raums der Stille im Doppelzentrum für Operative und Innere Medizin (ZOM/ZIM) an der Oberdürrbacher Straße im Jahr 2004. An diesem überkonfessionellen Ort der Ruhe und des stillen Gebets liegt seither immer ein Buch aus, in dem Patienten, Angehörige, Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte des Klinikums ihre Herzensanliegen niederschreiben können. Über die Jahre wuchs so eine bislang 14-bändige Sammlung vollgeschriebener Bücher heran. Aus Sicht der Klinikseelsorge ist dies ein „Schatz der Erinnerung“.
Bei der gleichnamigen Aktion werden bis Pfingsten einige dieser Bände im Wechsel auf einem Ständer an der Außenrundung des Raums der Stille ausgelegt. Ziel ist es, die Sorgen und Nöte der Menschen in einem Krankenhaus, aber auch deren Hoffnung, Erleichterung und Dankbarkeit öffentlich wertzuschätzen. Außerdem ist das Lesen in den Anliegenbüchern eine Anregung zum Erinnern, zum Nachdenken und zur Anteilnahme.
„Neue“ Anliegen können weiterhin im Raum der Stille in das dort bereitgestellte, aktuelle Buch geschrieben werden.

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Hirntumor-Informationstag in Würzburg

Am Samstag, den 21. April 2018, veranstaltet die Deutsche Hirntumorhilfe gemeinsam mit dem Uniklinikum Würzburg erneut ihren bundesweiten Informationstag zum Thema „Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren“. Unter dem Motto „Ein Tag. Neun Experten. Hundert Impulse“ bietet das Symposium einen ausführlichen Überblick über die vielfältigen Aspekte der Hirntumortherapie und richtet sich sowohl an Patienten und deren Angehörige als auch an interessierte Ärzte sowie Pflegekräfte.

Mit dem Hirntumor-Informationstag organisiert die Deutsche Hirntumorhilfe zweimal im Jahr ein bundesweit einzigartiges Forum, auf dem sich Betroffene, Experten und Multiplikatoren über die unterschiedlichsten Aspekte dieser vielgestaltigen Tumorerkrankungen austauschen können. Partner bei der 42. Neuauflage am Samstag, den 21. April 2018, ist erneut die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums Würzburg. Deren Leitender Oberarzt, Privatdozent Dr. Mario Löhr, hat die wissenschaftliche Leitung des diesjährigen Symposiums inne.

Neun Referenten aus deutschen Krankenhäusern

Er kündigt an: „Wir haben an diesem Tag acht Experten aus anderen deutschen Krankenhäusern – vornehmlich aus Universitätsklinika – zu Gast, die praxisnah und verständlich über Standards und Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Nachsorge berichten werden.“ Ein spannendes Thema sei zum Beispiel der umstrittene Einsatz von Methadon in der Therapie von Hirntumoren. Außer einem Fachvortag findet zum  Pro und Kontra dieses Opioids auch eine Podiumsdiskussion statt.
„Neben der Podiumsdiskussion besteht bei dem ganztägigen Informationstag für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch sonst immer wieder Gelegenheit, ihre persönlichen Fragen einzubringen und somit die Einschätzungen von gleich mehreren Experten einzuholen“, unterstreicht Dr. Löhr.

Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

Auf der Basis der bisherigen Erfahrungen erwarten die Veranstalter über 400 Zuhörer/innen. „Dieser hohe Zuspruch beruht nicht zuletzt darauf, dass der Hirntumor-Informationstag Patienten und Angehörigen eine einzigartige Plattform bietet, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten, die Erfahrungen beim Umgang mit der Erkrankung auszutauschen sowie Sorgen und Ängste zu teilen“, erläutert Dr. Löhr.
Das Symposium geht von 9:00 bis 19:00 Uhr. Für Kurzentschlossene ist die kostenpflichtige Anmeldung noch bis 16. April 2018 unter www.hirntumorhilfe.de/projekte/informationstag möglich. Hier findet sich auch das detaillierte Programm. Eine Anmeldung vor Ort ist nur möglich, wenn noch Platzkapazitäten vorhanden sind.

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Qualitätssiegel für das Rheumazentrum Würzburg

Das am Uniklinikum Würzburg angesiedelte interdisziplinäre Rheumazentrum Würzburg erhielt kürzlich das Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Im Rheumazentrum Würzburg arbeiten Experten des Uniklinikums Würzburg (UKW) zusammen mit Kliniken, niedergelassenen Schwerpunktpraxen und weiteren Einrichtungen, die in der Region Rheumakranke behandeln und betreuen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit die Versorgung Rheumakranker im Großraum Würzburg und in dessen überregionalem Einzugsgebiet immer weiter zu verbessern“, schildert Prof. Dr. Hans-Peter Tony. Der Internist und Rheumatologe leitet innerhalb der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW den Schwerpunkt Rheumatologie / Klinische Immunologie, der auch im Rheumazentrum Würzburg federführend ist.
Ende Februar dieses Jahres wurde das seit dem Jahr 2003 bestehende Würzburger Zentrum in der Wertigkeit seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit bestätigt: Es erhielt das neue Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Seit November 2017 zeichnet die DGRh damit regionale kooperative Zentren aus, die durch ihre Struktur eine vollständige, interdisziplinäre Versorgung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung gewährleisten. Das Gütesiegel ist bis zum Jahr 2020 gültig.

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Kochkurs des Uniklinikums Würzburg: Gesundes Genießen für Menschen mit Krebs

Mitte März dieses Jahres fand der erste Patientenkochkurs des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken statt. Das am Uniklinikum Würzburg angesiedelte Integrierte Krebszentrum zeigte den Teilnehmerinnen – maßgeblich unterstützt von Sternekoch Bernhard Reiser – wie köstlich gesunde Ernährung in der Onkologie sein kann.

„Ernährung in der Onkologie – Mit Genuss Körper und Seele stärken“ heißt ein aktuelles Informations- und Weiterbildungsmodul des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken. „Unser Ziel dabei ist es, Krebspatientinnen und -patienten darin zu unterstützen, aus der Flut an Ernährungsratschlägen die für sie persönlich wertvollen Informationen herauszufiltern“, sagt Dr. Claudia Löffler. Die Ärztin ist eine der Expertinnen für komplementäre Onkologie des am Uniklinikum Würzburg (UKW) angesiedelten Integrierten Krebszentrums. Als ersten Schritt auf diesem Weg veranstaltete das CCC Mainfranken im März dieses Jahres einen theoretischen Workshop. Die Teilnehmerinnen – 15 Frauen des Vereins Frauenselbsthilfe nach Krebs – beschäftigten sich unter Leitung der UKW-Ernährungswissenschaftlerin Lisa Schiffmann mit Fragen wie: Was ist überhaupt gesundes Essen? Worauf sollte man besonders achten? Was sagen die Fachgesellschaften? Was ist Mangelernährung, wie viele Patientinnen und Patienten sind davon betroffen – und warum ist sie unbedingt zu vermeiden? Außerdem wurde herausgearbeitet, warum Krebsdiäten in der Regel nicht zu empfehlen sind.

Auf Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe achten

Wenige Tage später ging es von der Theorie in die Praxis: Unter Anleitung des mainfränkischen Sternkochs Bernhard Reiser durften die Krebspatientinnen in dessen Kochmanufaktur in Dettelbach selbst die Kochlöffel schwingen. Laut Reiser, der als Botschafter das CCC Mainfranken unterstützt, fängt gesunde und genussreiche Ernährung bei hochwertigen, nachhaltigen und fair erzeugten Lebensmitteln an und hört beim Spaß am Essen noch lange nicht auf. Da es gerade während einer Tumortherapie wichtig ist, auf eine ausreichende Versorgung mit Nähr- und Mineralstoffen sowie Vitaminen zu achten, hatte der „Soulfood“-Experte im Kurs viele Ideen und Anregungen zur Anreicherung der Ernährung parat. Dazu zählten zum Beispiel Lupinen im Kartoffelstampf, ein reichhaltiges, mildes Kokoscurry sowie der Einsatz wertvoller Pflanzenöle. Außerdem hatte Reiser eigens für die Kursteilnehmerinnen Rezepte mit geschmacksneutraler medizinischer Trinknahrung entwickelt. „So werden Berührungsängste mit dem Thema künstliche Ernährung abgebaut und es zeigte sich, dass auch hierbei der Genuss nicht zu kurz kommen muss“, kommentiert Dr. Löffler.
Neben der Frage, welche Lebensmittel am besten auf den Tisch kommen sollten, spielte beim Kochkurs auch die Art der Zubereitung eine entscheidende Rolle. Schließlich lassen sich durch ein schonendes Vorgehen Geschmack und Inhaltsstoffe besser erhalten.

Fortsetzung in größerem Zusammenhang

Die meisten der vorgestellten Gerichte sind mit kleinem Aufwand für jede/n gut nachzukochen, so dass die Pilot-Teilnehmerinnen motiviert und mit vielen neuen Ideen nach Hause gingen. Nach diesen positiven Erfahrungen sind sich die Initiatoren des Projektes Bernhard Reiser, Lisa Schiffmann und Dr. Claudia Löffler sicher, dass die Veranstaltung weitergehen sollte und freuen sich schon auf die Fortsetzung. Es ist geplant, dass ab Mitte 2018 das Modul Ernährung als ein Teil des Projektes „Ressourcentraining in der Onkologie“ stattfindet, bei dem die Patientinnen und Patienten zusätzlich Wissenswertes aus den Bereichen Bewegung, Entspannung und naturheilkundliche Selbsthilfestrategien erfahren.

KOI: Ein neuer Blog zur Komplementären Onkologie

Ein Weg, über die komplementären Leistungen und Informationsangebote des CCC Mainfranken auf dem Laufenden zu bleiben, ist der neue Blog „KOI – Komplementäre Onkologie Integrativ“, der auf der Homepage des CCC Mainfranken (www.ccc.uni-wuerzburg.de) unter der Rubrik Aktuelles zu finden ist.

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Neue Forschungsgruppe für das Rudolf-Virchow-Zentrum

Dr. Hans Michael Maric ist seit Januar neuer Gruppenleiter am Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg. Seine Forschung fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe basierend auf Microarrays.

Proteine sind essentielle Bestandteile aller bekannter Organismen und an praktisch jedem Prozess des Lebens beteiligt. Eine der großen Herausforderungen für die Biowissenschaften ist es, funktionell relevante Proteine zu identifizieren und zu charakterisieren, sowie dieses Wissen auch therapeutisch umzusetzen.

Werdegang

Hans Maric hat in Würzburg das klassische Chemie-Studium absolviert, um anschließend in der Strukturbiologie bei Prof. Schindelin zu promovieren. Die Lundbeck Stiftung ermöglichte es Ihm im Anschluss in der Gruppe von Prof. Strømgaard in Kopenhagen einem neuen Prinzip zur Beeinflussung der Gehirnaktivität durch pharmazeutisch aktive Peptide nachzugehen. Um seine patentierten, peptidischen Substanzen weitreichender zu testen, forschte er danach als Gastwissenschaftler im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in der Gruppe von Prof. Kneussel im Zentrum für Neurogenetik. Fasziniert von der Mikroarray-Technologie, nahm Maric im Jahr 2015 den Ruf zum Assistant Professor im neu gegründeten Zentrum für Biopharmazeutika in Kopenhagen an. Hier gelang es ihm mit der Hilfe der Unterstützung der Hoerslev, der Brødrene Hartmanns sowie der Frimodts Stiftung eine bedeutsame Mikroarray-Plattform aufzubauen.

Entwicklung neuer Wirkstoffe ermöglichen

Seine Microarrays möchte er jetzt am RVZ anwenden. Unteranderem will er damit eine fundamental neue Klasse an Biomolekülen entwickeln, sogenannte „Protein Superbinders“. “Anfangs hatte ich mit einfachen Fragmenten eines Proteinbindungspartners gearbeitet, welche ich dann in einem iterativen Verfahren immer weiter verbessert habe. Mittlerweile arbeite ich auch mit Startmolekülen, die in silico vorhergesagt wurden“, erklärt Maric. „Protein Superbinders“ können hochspezifisch und gleichzeitig hochaffin an das gewünschte Zielprotein binden und erlauben es so neue therapeutische Prinzipien zu erproben, sowie die Entwicklung neuer Wirkstoffe anzuregen. Aufgrund ihrer vergleichbar geringen Größe und überlegenen Bindungseigenschaften sind die Moleküle außerdem ideal als Proteinmarkierungen geeignet. „Neue hochauflösende Mikroskopieverfahren erreichen Auflösungen bis in den niedrigen Nanometerbereich und profitieren daher enorm von Markierungsmethoden die, anders als konventionelle Antikörper, den Fluorophor wenige Nanometer nah an das Zielprotein heran bringen“, betont Maric.
Sein methodischer Schwerpunkt liegt in der organische Synthese und Proteinchemie, sowie in biophysikalischen Protein und Protein-Interaktions-Analysemethoden. Außerdem bringt Maric eine neue Expertise nach Würzburg: Die Quantifizierung von Protein-Proteininteraktionen im Hochdurchsatz sowie die Produktion ausgewählter peptidischer Wirkstoffkandidaten im Gramm-Maßstab.

Die Etablierung seiner Forschungsgruppe wird durch das Programm “Exzellente Ideen” der Universität Würzburg sowie das Nachwuchsgruppenleiter Programm des RVZ unterstützt. Die Forschungsgruppe Maric ist damit Teil des Lehrstuhls für Biomedizin sowie des Lehrstuhls für Biotechnologie und Biophysik des Biozentrums.
Mehr Informationen zum Rudolf-Virchow-Zentrum und zu der Arbeitsgruppe von Dr. Hans Maric erfahren Sie unter: http://www.rudolf-virchow-zentrum.de/en/research/research-groups/maric-group/research.html

Über das Rudolf-Virchow-Zentrum
Das Rudolf-Virchow-Zentrum gehört als Zentrale Einrichtung zur Universität Würzburg. Die Forschungsgruppen arbeiten auf dem Gebiet der Schlüsselproteine, die für die Funktion von Zellen und damit für Gesundheit und Krankheit besonders wichtig sind.   

Kontakt
Dr. Hans Michael Maric (Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg)
Telefon 0931 31 85371, Hans.Maric@ virchow.uni-wuerzburg.de
Dr. Daniela Diefenbacher (Pressestelle, Rudolf-Virchow-Zentrum Würzburg)
Telefon 0931 31 88631, daniela.diefenbacher@ uni-wuerzburg.de

Dr. Hans Michael Maric
Dr. Hans Michael Maric fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe basierend auf Microarrays.