Schwerpunkte der Forschung

Forschungsschwerpunkte der Augenklinik liegen bei der klinischen Forschung (vorderer Augenabschnitt), der Retionologie und bildgebenden Verfahren im hinteren Augenabschnitt, der Grundlagenforschung im vorderen Augenabschnitt sowie dem Ciliary Neutrotrohic Factor (CNTF) in der menschlichen Netzhaut bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im hinteren Augenabschnitt. Zudem beschäftigt sich die Forschung mit spektralen Untersuchungen von Zellen und autofluoreszierender Granula des normal alternden sowie AMD veränderten humanen retinalen Pigmentepithels (RPEs).

Klinische Forschung: Vorderer Augenabschnitt

In dem Schwerpunkt für Vorderabschnittserkrankungen und Hornhaut sowie der Sektion Glaukom werden unter anderem Verfahren zur Behandlung von Oberflächenerkrankungen, moderne Formen der Hornhauttransplantation, die Langzeitergebnisse nach cornealem Crosslinking bei Keratokonus und anderen Keratektasien sowie Methoden zur Hemmung der Narbenbildung nach Glaukomoperationen untersucht. Die Klinik ist zudem maßgeblich an der Entwicklung neuer Methoden zur Augeninnendruckmessung beteiligt. Insbesondere die Einführung neuer bildgebender Verfahren wie die Vermessung der peripapillären Nervenfaserschichtdicke mittels hochauflösendem Spectral Domain OCT hat die Möglichkeiten der morphologischen Verlaufskontrolle von Patienten mit Glaukom weiter verfeinert.

Retinologie und bildgebende Verfahren im hinteren Augenabschnitt

Im Bereich des hinteren Augenabschnitts erlaubt die hochauflösende optische Kohärenztomographie als nicht-invasives Verfahren die Analyse einzelner Netzhautschichten wie der Ganglienzellschicht, der inneren und äußeren Segmente der Photorezeptoren und der Feinstrukturen im Bereich des retinalen Pigmentepithels und liefert wesentliche Befunde zur Diagnostik bei Erkrankungen der zentralen Netzhaut, vitreoretinalen Traktionssyndromen oder der altersabhängigen Makuladegeneration.
Die peripapilläre Nervenfaserschicht ist bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen verändert. Es gibt Hinweise darauf, dass auch die retinale Ganglienzellschicht bei degenerativen ZNS-Erkrankungen reduziert ist. In Kooperation mit der Neurologischen Klinik (Prof. Dr. J. Volkmann) können mittels Optischer Kohärenztomographie (OCT) Veränderungen dieser Netzhautschichten im Vergleich zu Normalprobanden untersucht und mit dem Erkrankungsstadium korreliert werden.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jens Volkmann

Grundlagenforschung: Vorderer Augenabschnitt

  • In-situ Regeneration amitotischer okulärer Gewebe, speziell des cornealen Endothels sowie des Retinalen Pigmentepithels durch Gentransfer von Transkriptionsfaktoren (Dr. D. Kampik)
  • Entwicklung eines dreidimensionalen künstlichen Hornhaut-Gewebemodells als Ersatz zum Tierversuch in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin des Universitätsklinikum Würzburg (Dr. D. Kampik, Prof. Dr. H. Walles)

Ansprechpartner: Dr. Daniel Kampik, Prof. Dr. Heike Walles

Hinterer Augenabschnitt: Ciliary neutrotrohic factor (CNTF) in der menschlichen Netzhaut bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD)

CNTF ist ein neurotropher und myotropher Faktor, der sich positiv auf das Überleben von Motoneuronen und Neuronen, aber auch Zel- len der Retina auswirkt. Im Tiermodell konnte eine intravitreale CNTF-Gabe die Degeneration von Fotorezeptoren verzögern. Ähnliche Effekte wurden auch beim Menschen beobachtet. Daten zur genauen Wirkweise und möglichen Angriffspunkte in der murinen und humanen Netzhaut fehlen jedoch.
In einem vom IZKF Würzburg geförderten Kooperationsprojekt (Dr. T. Ach, Augenklinik; Prof. Dr. M. Sendtner, Institut für Klinische Neurobiologie) werden die CNTF-Expression und CNTF-Rezeptorverteilung in der normal alternden menschlichen Netzhaut sowie bei AMD charakterisiert. Zusätzliche Untersuchungen an alternden Wildtyp- und Knockout-Mausmodellen sollen helfen, CNTF-Signalkaskaden aufzuzeigen und die entsprechenden phänotypischen RPE und Fotorezeptor-Veränderungen zu beschreiben, um daraus neue sinnvolle Ziele für Therapeutika einer AMD zu entwickeln.

Ansprechpartner: Dr. Thomas Ach, Prof. Dr. Michael Sendtner

Spektrale Untersuchungen von Zellen und autofluoreszierender Granula des normal alternden sowie AMD veränderten humanen retinalen Pigmentepithels (RPEs)

In Zellen des RPEs reichern sich zeitlebens autofluoreszierende Granula an, deren genaue Funktion und ggf. Pathogenese bei der AMD nicht geklärt ist. In diesem Projekt (Dr. T. Ach, Förderung durch Dr. Werner Jackstädt Stiftung, Essen) werden diese Granula (Lipofuszin, Melanolipofuszin) mittels hochauflösender Mikroskopie (Strukturierte Beleuchtung) dargestellt und analysiert, insbesondere die altersabhängige Anreicherung, intrazelluläre Verteilung als auch deren spektrale Eigenschaften. Diese Informationen werden Aussagen zur Physiologie und Pathophysiologie von RPE-Zellen zulassen, um normale Alterungsprozesse des RPE deutlich besser von Frühformen einer AMD abgrenzen zu können.

Ansprechpartner: Dr. Thomas Ach

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