Illustrationsbild: Entzündliche Erkrankungen des Augeninneren

Entzündungen des Augeninneren

Eine Uveitis ist eine Entzündung der Gefäßhaut des Auges und kann den vorderen, mittleren oder hinteren Augenabschnitt betreffen, seltener auch alle Bereiche gemeinsam. Zugrunde liegt eine entzündliche körpereigene Reaktion oder eine Infektion. Eine exakte Diagnose und eine bedarfsorientierte und leitliniengerechte Therapie sind von besonderer Bedeutung.

Was ist eine Uveitis?

Augenentzündungen, welche die Gefäßhaut des Auges, die Uvea, betreffen, werden als Uveitis bezeichnet. Die Ausprägung der Entzündung kann in Bezug auf die Lokalisation im Auge, die Verlaufsform und den Schweregrad vielfältig sein und Patientinnen und Patienten aller Altersklassen betreffen. Etwa 100 von 100000 Personen leiden in den westlichen Industrienationen unter einer Uveitis, die damit nicht zu den seltenen Erkrankungen zählt.

Mögliche Ursachen

In etwa 40 Prozent aller Fälle findet sich keine Ursache. Hier spricht man von einer primären oder idiopathischen Uveitis. In den übrigen 60 Prozent handelt es sich um die Beteiligung im Rahmen einer systemischen Grunderkrankung wie etwa einer Autoimmunerkrankung oder auch um eine Infektion. Dann spricht man von einer sekundären Uveitis. Abzugrenzen sind sogenannte Maskeradesyndrome, die eine Uveitis imitieren.

Symptome

Eine anteriore Uveitis, eine Entzündung im vorderen Augenabschnitt mit Befall von Regenbogenhaut und  Ziliarkörper, äußerst sich meist durch eine Augenrötung, begleitet von Schmerzen und Lichtempfindlichkeit. Ist der Glaskörper inmitten des Auges betroffen und liegt damit eine intermediäre Uveitis vor, steht die Wahrnehmung schwebender Trübungen im Vordergrund. Eine Entzündung der Aderhaut- und/ oder der Netzhaut im hinteren Bereich des Auges wird als posteriore Uveitis bezeichnet. Betroffene klagen oft über unklares Sehen und Lichterscheinungen.

Diagnose

Entzündungen des Augeninneren bedürfen einer raschen, gezielten Ursachenabklärung und einer leitliniengerechten Therapie, um bleibende Beeinträchtigungen zu vermeiden. In unserer Uveitis-Sprechstunde werden zur Abklärung und Verlaufskontrolle neben der klinischen Untersuchung optional bildgebende Untersuchungen genutzt, wie etwa die:

Antientzündliche Therapie

Ziel ist eine frühzeitige und bedarfsgerechte Therapie,  um einen langfristig entzündungsfreien Zustand zu erreichen. So kann eine anhaltende Beeinträchtigung des Sehvermögens oder Schädigung des Auges vermieden werden. Je nach Ursache erfordert dies lokale oder systemische entzündungshemmende oder auch spezifische Wirkstoffe. Liegt eine systemische Erkrankung zugrunde, steht deren Behandlung im Fokus. Hierzu kooperieren wir eng mit den betreffenden Fachdisziplinen, etwa den speziellen Bereichen der Inneren Medizin wie Rheumatologie, Infektiologie oder Pneumologie sowie der Kinderrheumatologie, der Neurologie und der Allgemeinmedizin.

Weitere Informationen

Detailliertere Informationen zu speziellen antientzündlichen Medikamenten und Kontrollen während der Therapie finden Sie in den Merkblättern der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRH).

Ansprechpartner

Dr. med.
Dorothee Hommes, FEBO

Funktionsoberärztin

+49 931 201-20351

Univ.-Prof. Dr. med.
Martin Nentwich, FEBO

Sektionsleiter Kinderaugenheilkunde, Schielbehandlung und Neuroophthalmologie

+49 931 201-20487

PD Dr. med.
Winfried Göbel

Leitender Oberarzt

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