• Grauer Star
  • Augenarzt im Gespräch mit Patienten

Behandlung des Grauen Stars oder Katarakts

In Deutschland werden jährlich über 600 000 Operationen am Grauen Star durchgeführt. Neben den routinemäßigen, meist ambulanten Eingriffen ist es uns jedoch auch möglich, auf spezielle Herausforderungen  einzugehen. Dazu zählen beispielsweise die angeborene Form, die Behandlung bei gleichzeitiger Netzhauterkrankung oder einem Glaukom sowie die Versorgung nach einem Unfall.

Der Graue Star, dessen Bezeichnung sich aus dem achten Jahrhundert vom Wort „starren“ herleitet und medizinisch als Katarakt bezeichnet wird, beschreibt die milchige Trübung der Augenlinse. In über 90 Prozent tritt er jenseits des 60. Lebensjahrs als Alterserscheinung auf und heißt deshalb auch Altersstar.  Andere Ursachen können Verletzungen, Medikamente, Stoffwechselerkrankungen und Entzündungen sein. Selten ist der Graue Star  angeboren. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa 50 Millionen Menschen am Grauen Star erblindet.

Wie entsteht Altersstar?

Die Augenlinse besteht aus Schichten regelmäßig angeordneter, durchsichtiger Eiweiße. Durch Verschleiß verlieren diese Kristalline mit zunehmendem Alter ihre Struktur, ähnlich der Haut, die Falten bildet. In Folge verklumpen die Eiweiße, lagern sich zusammen und führen zu einer zunehmenden Verdichtung. Bei fast jeder Person über 70 Jahre lassen sich Trübungen in der Linse nachweisen.

Symptome

Durch die verminderte Lichtdurchlässigkeit werden die einfallenden Lichtstrahlen gestreut. Das Gesehene erscheint unscharf und verschleiert, Kontraste werden schwächer. Manchmal stehen auch starke Blendungserscheinungen und Lichtscheu im Vordergrund. Im fortgeschrittenen Stadium sehen Betroffene alles wie durch einen Nebel, der zunehmend dichter wird. Mit einer Spaltlampe kann das Ausmaß des Grauen Stars ziemlich einfach und genau festgestellt werden.

Einzige Therapie: Operation

Die einzige hilfreiche Behandlung ist eine Operation, bei der die getrübte Linse entfernt wird. An die Stelle der alten setzt man eine neue, klare Kunststofflinse ein. Die Stärke der Kunstlinse wird vorher individuell per Computer berechnet, sodass im Idealfall für die Ferne keine Brille mehr benötigt wird. Durch eine Vielzahl möglicher Speziallinsen lassen sich darüber hinaus  weitere Fehlsichtigkeiten mit ausgleichen.
Der Eingriff zählt weltweit zu einem der häufigsten und einem der sichersten in der gesamten Medizin und kann unter Gabe von Augentropfen in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. In den meisten Fällen ist kein stationärer Aufenthalt nötig. Bereits einen Tag nach der Operation ist die Sicht deutlich besser. Die Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg führt routinemäßig die Operation in Kleinschnitttechnik durch.

Ansprechpartner

Dr. med.
Gunda Kann, FEBO

Oberärztin

+49 931 201-20602

Dr. med.
Daniel Kampik, PhD

Oberarzt

+49 931 201-20602

Prof. Dr. med.
Jost Hillenkamp, FEBO

Klinikdirektor Augenklinik

Kontakt, Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten:

Sprechstunde Allgemein und Privat:
Montag und Mittwoch

Telefon: 

Sprechstunde Allgemein:
+49 931 201-20476

Sprechstunde Privat:
+49 931 201-20602

Ansprechpartner:
Dr. med. Daniel Kampik
Dr. med. Gunda Kann
Prof. Dr. med. Jost Hillenkamp

E-Mail:
augenklinik@ukw.de

Fax:
+49 931 201-20494


Anschrift:

Augenklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Josef-Schneider-Straße 11 | Haus B2 | 97080 Würzburg | Deutschland