• Illustrationsbild: Patient mit Untersuchungsgerät am Auge
  • Illustrationsbild: Labormitarbeiter betrachtet ein Behältnis in dem sich Flüssigkeit und eine Hornhaut befindet

Das trockene Auge

Ein ausgeprägtes trockenes Auge kann unbehandelt zu einer Hornhauttrübung und damit zur Sehbeeinträchtigung führen. Mit einer ursächlichen oder symptomatisch konsequenten Behandlung lässt sich dies jedoch vermeiden.

Sicca-Syndrom

Wenn Bindehaut und Hornhaut des Auges nicht mehr mit ausreichend Tränenflüssigkeit benetzt werden, spricht man vom trockenen (lat.: siccus) Auge. Die Tränenflüssigkeit hat vielfältige Aufgaben: Sie sorgt dafür, dass die Lider reibungsfrei über die Hornhaut gleiten und gleicht kleine Unebenheiten aus, sie führt Sauerstoff und Nährstoffe zu, schwemmt Fremdkörper aus und wehrt mit Enzymen und Antikörpern eindringende Erreger ab. Besteht ein dauerhafter Mangel, kann der Ausfall dieser Funktionen zu entsprechenden Beeinträchtigungen inklusive des Sehvermögens führen.

Symptome

Das trockene Auge ist aufgrund seiner unmittelbaren Beschwerden eine der häufigsten Gründe, eine augenärztliche Praxis aufzusuchen: Fehlt Tränenflüssigkeit, entsteht durch die Reibung ein Fremdkörper- oder Sandkorngefühl, die Augen ermüden schnell, sind gerötet, die Lichtempfindlichkeit steigt und es kommt zu lästigem Jucken und Brennen. Wind wird schlecht toleriert. Manchmal haftet sogar das Lid beim Lidschlag am Auge.

Ursachen

Gründe solch eines Krankheitsbildes, das auch als Keratokonjunctivitis sicca bezeichnet wird, sind entweder eine Mangelproduktion oder eine zu schnelle Verdunstung der Tränenflüssigkeit, was wiederum an ihrer fehlerhaften Zusammensetzung liegt. Auch Reizeinwirkungen von außen oder fehlerhafte Lidstellungen lassen das Auge austrocknen. Zu geringe Tränenflüssigkeit kann Folge bestimmter Medikamente, Hormonumstellungen oder internistischer Erkrankungen sein. Speziell bei Diabetes, Rheuma, Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom werden oft trockene Augen beobachtet. Auch im Alter lässt die Tränenproduktion nach. Manchmal sind auch die Tränendrüsen verstopft.

Ursächliche Therapie

Lässt sich die Ursache eindeutig zuordnen, besteht die Therapie der ersten Wahl in ihrer Behebung. So ist bei einer Lidfehlstellung die operative Korrektur sinnvoll. Sind die Auslöser zum Beispiel Allergene, trockene Luft, Staub, Lösungsmittel oder auch Kontaktlinsen, sollten diese vermieden werden. Wichtig ist, dass andere begleitende Erkrankungen erkannt und mit behandelt werden, etwa eine chronische Lidrandentzündung, eine Rosazea oder ein Sjögren-Syndrom.

Symptomatische Therapie

In sehr vielen Fällen lässt sich die Ursache jedoch weder finden noch beseitigen. Mit der konsequenten Zufuhr befeuchtender Augentropfen als Tränenersatz und entzündungshemmender Augentropfen sind die Symptome jedoch gut behandelbar. Manchmal kann man versuchen, den Tränenabfluss zu reduzieren, indem man die Tränenpünktchen mit winzigen Silikonstöpseln oder durch einen kleinen operativen Eingriff verschließt.

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