Lider und Orbita

Veränderungen an Augenlid oder Augenhöhle infolge von Verletzungen, Erkrankungen oder Tumoren können zu dauerhaften Funktionseinschränkungen führen. Hier ist eine Therapie aus medizinischen Gründen erforderlich. Im Gegensatz dazu sind kosmetischen Eingriffen an Lid und Tränensack aus medizinischer Sicht nicht zwingend erforderlich.

Orbita

Der Augapfel mit seinen Nervenstrukturen und Muskeln liegt gut geschützt in der Augenhöhle, der Orbita, die sich aus sieben Schädelknochen zusammensetzt. Die kreisförmige Grube (Kreis: lat. orbis) ist etwa vier Zentimeter breit und tief und mit Fettgewebe ausgekleidet. Durch die Aushöhlung verlaufen Nerven sowie zu- und abführende Gefäße, die über mehrere lochförmige Öffnungen in der knöchernen Struktur Anschluss an das Kreislaufsystem finden.

Augenlid

Zusätzlichen Schutz vor Wind, Gas, Flüssigkeiten oder Fremdkörpern erhält das Auge durch die beweglichen Augenlider, die sich in Sekundenbruchteilen reflexartig zusammenziehen, sobald eine Gefahr droht. Eine ebenso wichtige Funktion des Augenlids liegt in der Befeuchtung der Hornhaut. Durch regelmäßiges Blinzeln in einer Frequenz von durchschnittlich acht bis zwölf Mal pro Minute wird die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über die Augenoberfläche verteilt. Das Augenlid selbst ist eine dünne, muskuläre Hautfalte mit Drüsen, bindegewebigen Anteilen und Wimpernbesatz. Die Wimpern unterstützen die Schutzfunktion der Lider und halten Schmutzpartikel, Insekten, Schweiß oder UV-Strahlung fern.

Erkrankungen von Augenlid und Orbita

Verletzungen, Fehlbildungen, Entzündungen oder Infektionen von Orbita und Lidern können diese Funktionen aufheben und zu Einschränkungen im Gesichtsfeld und in der Beweglichkeit des Auges führen. Beispiele für Entzündungen am Lid sind das Hagelkorn und das häufig vorkommende Gerstenkorn, eine meist harmlose bakterielle Infektion einer Drüse am Lidrand. Die größte Gefahr selbst einer banalen Entzündung liegt jedoch generell im Übergreifen auf benachbarte Strukturen, insbesondere auf den Augapfel. Dies gilt auch für Tumoren, die gutartig oder bösartig sein können. Eine besondere Erkrankung ist die endokrine Orbitopathie, die aufgrund einer Hormonstörung der Schilddrüse entsteht.

Therapie

Im Vordergrund steht immer die Widerherstellung der natürlichen Funktionen. Nach Tumoren oder Verletzungen bleibt oft nur die operative Korrektur, die als plastisch-rekonstruktive Operation bezeichnet wird.
Die Strategie und Technik wird auf den Einzelfall abgestimmt und erfolgt manchmal unter interdisziplinärer Einbindung von Kolleginnen und Kollegen der HNO und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Abzugrenzen davon sind kosmetische Eingriffe am Augenlid und Tränensack, die vorwiegend der ästhetischen Verbesserung dienen.

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