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Gefäßverschluss der Netzhaut

Verschlüsse der Venen oder Arterien, welche die Netzhaut versorgen, stellen eine akute Bedrohung des Sehvermögens dar. Innerhalb weniger Stunden muss die Blutzirkulation wieder in Gang gebracht werden, um ein Absterben der Netzhaut an dieser Stelle zu verhindern. Die Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg schöpft dabei alle interdisziplinären Möglichkeiten aus.

Ursachen eines Gefäßverschlusses

Die Netzhaut wird aus einem feinen Geflecht aus Venen und Arterien versorgt. Je größer das Gefäß ist, an dem es durch einen Thrombus oder durch einen Embolie verschlossen wird, desto größer ist auch das Versorgungsgebiet und umso ausgedehnter der Schaden.
Meist liegt eine Vorschädigung der Gefäße oder eine Grunderkrankung zugrunde. Deshalb sind oft Menschen im höheren Lebensalter betroffen, die erhöhten Blutdruck, Übergewicht oder zu hohe Fett- und Cholesterinwerte aufweisen, an Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose oder Diabetes mellitus leiden oder starke Raucher sind.

Verschluss einer Arterie

Ist die zentrale Hauptschlagader des Auges betroffen, verschlechtert sich das Sehvermögen schlagartig und schmerzlos, als ob das Licht auf dem Auge ausgeknipst worden ist. Bei der Augenspiegelung lässt sich eine deutliche Abblassung des Augenhintergrunds feststellen. In einigen Fällen erkennt man auch den Verschluss typischerweise am sogenannten „kirschroten Fleck“. Sind kleinere Arterien betroffen ist die Sehverschlechterung nicht so ausgeprägt.

Verschluss einer Vene

Auch der Verschluss der Hauptvene führt zu einer Sehverschlechterung, die aber nicht so plötzlich und so massiv auftritt. Das Blut staut sich in die kleinen Venen und es kommt zu punkt- und streifenförmigen Blutungen in die Netzhaut oder Wassereinlagerungen als Zeichen einer Stauung. Ist die Makula durch ein Ödem betroffen, wird das Sehen zunehmend unschärfer. Aufgrund einer mangelnden Durchblutung der Netzhaut in Folge wird oft eine Laserbehandlung erforderlich.

Diagnose

Die Diagnose lässt sich durch eine Spiegelung des Augenhintergrunds stellen. Zusätzliche Untersuchungen sind:

Therapie

Ziel ist es, die Durchblutung des verschlossenen Gefäßes wieder herzustellen. Dies erfolgt unter anderem durch die Senkung des Augeninnendrucks, durchblutungsfördernde Infusionen und vor allem in der Suche nach bestehenden Risikofaktoren und deren Therapie. Deshalb wird auch eine internistische oder neurologische Abklärung durchgeführt. Manchmal hilft ein kleiner Aderlass. Wassereinlagerungen in der Makula behandeln wir mit Medikamenten, die wiederholt in das Auge gespritzt werden. Schädliche Gefäßneubildungen lassen sich durch Laser verhindern. Ansonsten bleibt nur abzuwarten, in wie weit sich das Auge wieder erholt.

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med.
Jost Hillenkamp, FEBO

Klinikdirektor Augenklinik

PD Dr. med.
Winfried Göbel

Leitender Oberarzt

+49 931 201-20602

Dr. med.
Thomas Ach, FEBO

Oberarzt

+49 931 201-20602

Kontakt, Öffnungszeiten:

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Sprechzeiten Allgemein:
Dienstag und Donnerstag

Sprechzeiten Privat:
Montag und Mittwoch

Telefon:
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Prof. Dr. med. Jost Hillenkamp
PD Dr. med. Winfried Göbel
Dr. med. Thomas Ach

E-Mail:
augenklinik@ukw.de

Fax:
+49 931 201-20245


Anschrift:

Augenklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Josef-Schneider-Straße 11 | Haus B2 | 97080 Würzburg | Deutschland