• Apparat Augenklinik
  • Makulaödem
  • Abbildung Netzhaut
  • Ärzte bei OP
  • Ärzte bei OP

Tumore der Aderhaut

Augentumoren sind gutartige oder bösartige Gewebsneubildungen, die, wie überall im Körper, auch am und im Auge entstehen. Sie können das Lid, die Netzhaut oder die Aderhaut betreffen. Das Aderhautmelanom zählt zum häufigsten bösartigen Tumor des Auges bei Erwachsenen und betrifft einen von 100 000 bis 200 000 Menschen.

Melanom der Aderhaut

Die bösartige Geschwulst entwickelt sich direkt im Auge aus pigmentierten Zellen der Aderhaut. Wie der dunkle Hautkrebs auch, wächst das maligne Aderhautmelanom ins umliegende Gewebe ein, zerstört es und setzt Zellen ab, die sich im Organismus verteilen und neue Tochtergeschwülste bilden können. Dies stellt eine lebensbedrohliche Situation dar.

Nävus der Aderhaut

Abzugrenzen ist die bösartige Variante vom gutartigen Nävus, der umgangssprachlich auch als Muttermal oder Leberfleck bezeichnet wird. Auch hier liegt eine Anhäufung von Pigmentzellen im Augenhintergrund vor, die meist angeboren ist und sich kaum und nur langsam vergrößert. Dieser Aderhautnävus, welcher zum häufigsten gutartigen Tumor im Auge zählt, bereitet in der Regel keine Beschwerden und wird meist zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung entdeckt. Da aber selten auch ein Übergang in ein bösartiges Aderhautmelanom möglich ist, sind regelmäßige Kontrollen ratsam.

Symptome

Beim Aderhautmelanom kommt es erst im fortgeschrittenen Stadium zur Sehbeeinträchtigung oder zu Schmerzen.

Diagnose

Neben einer gründlichen Untersuchung des vorderen und hinteren Augenabschnitts im Rahmen einer Augenspiegelung zählen zur weiterführenden Diagnostik:

Insbesondere das Ultraschallmuster ist beim Aderhautmelanom charakteristisch.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich an Größe und Lage des Tumors. Meist wird beim Aderhautmelanom eine Brachytherapie mit Ruthenium durchgeführt. Dabei wird ein kleiner Strahlenträger von außen auf das Auge genäht, der für mehrere Tage den Tumor punktgenau bestrahlt.  Bei sehr kleinen Tumoren ist auch eine transpupillare Thermotherapie möglich, bei der durch die Pupille hindurch die Zellen mit Hitze beseitigt werden. Bei großen Aderhautmelanomen wird das Auge je nach Befund entfernt, einer Protonenbestrahlung zugeführt oder erst bestrahlt und anschließend der Tumor chirurgisch entfernt.

Prognose

Die Chancen auf Heilung sind bei frühzeitigem Erkennen gut und auch im fortgeschrittenen Stadium besser als beim schwarzen Hautkrebs, da es erst später zu Absiedelungen kommt.

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med.
Jost Hillenkamp, FEBO

Klinikdirektor Augenklinik

PD Dr. med.
Winfried Göbel

Leitender Oberarzt

+49 931 201-20602

Dr. med.
Thomas Ach, FEBO

Oberarzt

+49 931 201-20602

Kontakt, Öffnungszeiten:

Öffnungszeiten:

Sprechzeiten Allgemein:
Dienstag und Donnerstag

Sprechzeiten Privat:
Montag und Mittwoch

Telefon:
+49 931 201-20602

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Jost Hillenkamp
PD Dr. med. Winfried Göbel
Dr. med. Thomas Ach

E-Mail:
augenklinik@ukw.de

Fax:
+49 931 201-20245


Anschrift:

Augenklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Josef-Schneider-Straße 11 | Haus B2 | 97080 Würzburg | Deutschland