Kanalikuloplastik

Liegt die Abflussbehinderung der Tränenflüssigkeit in den Tränenkanälchen zwischen Tränenpünktchen und ihrer Mündung in den Tränensack, wird die Kanalikuloplastik angewandt. Bei diesem kleinen Eingriff lässt sich die Stenose oft mit einem dünnen Silikonschlauch weiten und offenhalten.

Rund ein Viertel aller Verengungen des Tränenwegs sind auf den kurzen Abschnitt der Tränenkanälchen beschränkt, die im Inneren der Lidkante jeweils von den Tränenpünktchen zum Tränensack verlaufen. Eine Verstopfung dieser feinen Kanalikuli kann beispielsweise infolge einer Virusinfektion auftreten, aber auch durch einen Fremdkörper verursacht werden.

Durchführung der Kanalikuloplastik

Besteht die Verengung ausschließlich in diesem Bereich, kann man versuchen, die Engestelle mit einem feinen Silikonschlauch zu weiten. Dieser Schlauch wird über die Tränenpünktchen entweder in einer ambulanten Sitzung unter Verabreichung schmerzstillender Tropfen oder aber, wenn die Verengungen längerstreckig sind, in einer kurzen Narkose in den Kanal eingelegt und für rund sechs Monate dort belassen. Durch diese Schienung wird der Durchgang offengehalten und ein erneutes Zuwachsen verhindert. Danach wird das Schläuchlein mit einer Pinzette wieder entfernt. Durch diese Maßnahme lässt sich eine Dakryozystorhinostomie, eine offene Operation mit Schnitt in den Knochen manchmal umgehen.

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