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Präventive Maßnahmen

Die Herzinsuffizienz hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. Immer mehr Menschen erkranken an einer Herzschwäche. Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich diese Krankheit mit einigen wenigen Maßnahmen verhindern.

Eine chronische Herzinsuffizienz ist nicht heilbar! Ist ein bestimmter Schwellenwert in der Herzbelastung überschritten, lässt sich der Prozess der zunehmenden Herzschwäche zwar durch Medikamente und Lebensstiländerungen verlangsamen, aber nicht stoppen. Deshalb kommt der Vorbeugung und Vermeidung einer Herzinsuffizienz die größte Bedeutung zu.

Aufklärungsarbeit des DZHI

Die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Krankheitsbild Herzinsuffizienz ist deshalb ein großes Anliegen des DZHI. In verschiedenen Veranstaltungen stellt das DZHI vor, wie man einer Herzschwäche vorbeugen kann, woran man eine Herzschwäche erkennt und welche Therapieformen es gibt.

Bluthochdruck und Herzinfarkt

Ein chronisch überhöhter Blutdruck über 140/90 mmHg schwächt dauerhaft das Herz. Ebenso nimmt das pumpunfähige Narbengewebe, das sich nach einem Herzinfarkt an Stelle des Herzmuskelgewebes bildet, dem Herz die Kraft. Beides sind die häufigsten Ursachen für eine Herzinsuffizienz: Die korrekte Einstellung des Blutdrucks sowie ein Lebensstil, der das Risiko auf eine koronare Herzkrankheit reduziert, zählen somit zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen.

Gesunder Lebensstil  

Das Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, lässt sich allein durch folgende Maßnahmen halbieren:

Normalgewicht

Ein Normalgewicht definiert sich als ein Body-Mass-Index (BMI) unter 25. Das bezeichnet ein Gewicht, das unter 25 Kilogramm pro Quadratmeter Körpergröße liegt (25 kg/m2)). Im Internet kann man über zahlreiche BMI-Rechner kostenlos seinen Wert bestimmen.

Zur Orientierung gilt auch folgende Faustregel:
Körpergröße in Zentimetern minus 100!
Frauen sollten noch zehn Prozent abziehen. Beispiel: 170 Zentimeter minus 100 = 70 Kilogramm minus 10 Prozent = 63 Kilogramm

Regelmäßige körperliche Aktivität

Für die Herzgesundheit am effizientesten erweist sich eine sportliche Betätigung, die regelmäßig fünf Mal pro Woche mindestens eine halbe Stunde lang ausgeübt wird. Insbesondere Ausdauertraining wie Walking, Jogging oder Schwimmen stärken Herz und Kreislauf. Auch ein täglicher halbstündiger Spaziergang ist bereits hilfreich.

Gesunde Ernährung

Die herzgesunde Ernährung orientiert sich an der Mittelmeerdiät und besteht vor allem aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, pflanzliche Öle, reichlich Fisch und wenig Fleisch – sowie einem sparsamen Umgang mit Salz!

Alkohol in Maßen

Der Alkoholkonsum sollte bei Männern nicht über 30 Gramm pro Tag, bei Frauen nicht über 15 Gramm pro Tag liegen. Das entspricht bei Männern maximal 600 Milliliter Bier am Tag oder 250 Milliliter Wein. Frauen wird empfohlen, maximal 300 Milliliter Bier oder 125 Milliliter Wein am Tag zu sich zu nehmen.

Nicht Rauchen

Bereits ein Jahr nach dem Rauchstopp halbiert sich das Risiko auf eine koronare Herzkrankheit auf die Hälfte im Vergleich zu einem Raucher!

Kein Dauerstress

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Stress als eine der größten Gefahren für das menschliche Wohlergehen ein. Insbesondere lang anhaltender Dauerstress, etwa am Arbeitsplatz, erhöht das Risiko auf eine koronare Herzkrankheit um 23 Prozent. Das hat ein europäisches Forscherteam in der bislang umfassendsten Studie über rund 200 000 Personen zu diesem Thema ermittelt.
In einer Studie mit 15 000 Herzpatienten in 52 Nationen wurden mindestens 40 gravierende Stressfaktoren ausgemacht.

Regelmäßige Entspannung

Wer Körper und Geist entspannt, der tut seinem Herzen etwas Gutes. Denn durch Entspannung kann der Blutdruck gesenkt und die Schlagzahl des Herzmuskels verlangsamt werden.
Ideal sind Yoga, progressive Muskelentspannung, Autogenes Training und Meditation. 

Gesundheits-Check-ups

Um Krankheiten, vor allem Herzerkrankungen, möglichst frühzeitig zu erkennen oder auch um deren Risikofaktoren zu bestimmen und auszuschalten, empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Gesundheit. Ab dem Alter von 35 Jahren zahlen die  gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre solch einen Gesundheit-Check-up bei der Hausärztin oder dem Hausarzt. 

Maßnahmen im Erkrankungsfall

Doch auch wenn sich die Erkrankung einmal eingestellt hat, lässt sich ihr Verlauf durch einen gesunden Lebensstil günstig beeinflussen. Entgegen früheren Auffassungen wirkt sich bei einer Herzinsuffizienz eine moderate, aber regelmäßige körperliche Aktivität positiv aus. Inzwischen gibt es bundesweit mehr als 6000 Herzsportgruppen, welche die Möglichkeit bieten, sich unter Anleitung speziell ausgebildeter Übungsleiterinnen und Übungsleiter sportlich zu betätigen. Dem sportlichen Einstieg sollte jedoch ein beratendes ärztliches Gespräch vorangehen.

Grippeimpfung

Da jede schwerere Krankheit und somit auch eine Grippe das Herz weiter schwächen können, empfiehlt sich für Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche die jährliche Grippeimpfung im Herbst.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten der Herzinsuffizienz-Ambulanz:

Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:30 Uhr
Freitag von 8:00 bis 15:00 Uhr

Herzinsuffizienz-Ambulanz:
+49 931 201-46301

Geschäftsstelle:
+49 931 201-46333

E-Mail:

dzhi@ ukw.de


Anschrift:

Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg | Universitätsklinikum Würzburg |
Am Schwarzenberg 15 | Haus A15 | 97078 Würzburg | Deutschland

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