Netzwerke und Kooperationen der ibdw

Die ibdw ermöglicht durch die Bereitstellung hochwertiger Bioproben und dazugehöriger Daten medizinische Forschung auf höchstem Niveau im In- und Ausland. Die Biobank ibdw ist ein wichtiger Partner nationaler und internationaler Biobank- und Forschungsnetzwerke.

Als zentraler Bestandteil nationaler und internationaler Netzwerke und Kooperationen stellt die ibdw Forscherinnen und Forschern weltweit hochwertige Bioproben und zugehörige Daten zur Verfügung. Dadurch unterstützt die ibdw die medizinische Forschung und trägt gleichzeitig zum Ausbau von nationalen und internationalen Netzwerken und Kooperationen bei.

Lokale Kooperationen

Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung - IZKF

Das IZKF zielt in besonderem Maße auf eine Förderung interdisziplinär angelegter Projekte junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Nachwuchsgruppen in der medizinischen Forschung. Zudem hat das IZKF den Aufbau und die Einrichtung der ibdw-Gewebebank ermöglicht und fördert die Gewebebank schon seit vielen Jahren. Im Gegenzug stellt die ibdw vielen geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ihre Expertise bei Planung, Organisation und Umsetzung von Projekten mit humanen Bioproben zur Verfügung. Darüber hinaus versorgt die ibdw IZKF-Projekte mit qualitätskontrollierten Probenmaterialien. 

Comprehensive Cancer Centre Mainfranken (CCC MF)

Das CCC MF betreibt onkologische Grundlagenforschung sowie klinische Forschung auf höchstem Niveau. Zu dem Kooperationsnetzwerk des CCC MF zählen zahlreiche zertifizierte Krebszentren in der Region. Die Biobank ibdw erhält Bioproben von Tumorpatientinnen und -patienten der am CCC MF-Netzwerk beteiligten Kliniken und hält qualitätskontrollierte flüssige Bioproben wie auch Gewebe für die Forscher des CCC MF bereit.

Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI)

Ziel des DZHI ist, die Versorgung von Patientinnen und Patienten, die an einer Herzinsuffizienz leiden, zu verbessern. Die ibdw steht im engen Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dieses stark interdisziplinär ausgerichteten Zentrums. Die ibdw unterstützt zahlreiche DZHI-Forschungsprojekte und klinische Pilotstudien mit ihrer Expertise bei Planung, Organisation und Umsetzung; vor allem solche, bei denen humane Bioproben für die medizinischen Forschungszwecke des DZHI benötigt werden.

STAAB-Kohortenstudie Würzburg

Die STAAB-Kohortenstudie des DZHI und des Lehrstuhls für klinische Epidemiologie untersucht, wie häufig Herzschwäche in der Würzburger Bevölkerung auftritt und welche Faktoren die Krankheit auslösen. Bioproben von rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden bereits in der Biobank ibdw eingelagert. Für erste Pilotanalysen wurden bereits Einzelproben, sogenannte Aliquots, von rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgelagert und untersucht. 

Rudolf-Virchow-Zentrum (RVZ) / Forschungszentrum für Biomedizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Das RVZ konzentriert sich auf die Erforschung von Schlüsselproteinen und Signalwegen, die für die Funktion der Zellen und damit für den Erhalt der Gesundheit von enormer Bedeutung sind. Die ibdw stellt den Grundlagenwissenschaftlerinnen und
-wissenschaftlern des RVZ ihre Expertise bei Planung, Organisation und Umsetzung von Projekten zur Verfügung, bei denen humane Bioproben benötigt oder gewonnen werden sollen. Bei Bedarf werden auf Antrag auch bereits vorhandene qualitätskontrollierte Bioproben aus der ibdw für deren medizinische Forschungsprojekte bereitgestellt.


Nationale und internationale Kooperationen

Nationale und internationale Biobanken haben Netzwerke gebildet, um einen einfacheren und zugleich sicheren Austausch von Bioproben und zugehörigen Daten auf europäischer Ebene anzustoßen und aktiv zu unterstützen.

Dieses Ziel verfolgt der German Biobank Node (GBN). Er verbindet als zentraler Verteiler, ein sogenannter „hub“, deutsch: „Radnabe“, die deutschen Biobanken mit Europa. Unter seiner Führung arbeiten elf Biobankstandorte und zwei IT-Entwicklungszentren zusammen, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Diese elf Biobankstandorte bilden die German Bank Alliance, von der die ibdw in Würzburg einen der wichtigsten Eckpfeiler darstellt.

Deutsches Biobanken Register

Die ibdw ist von Anfang an im Deutschen Biobanken Register gelistet, das eine Übersicht über alle humanen (klinischen) Biobanken in Deutschland liefert. Dieses Register sorgt so für Transparenz in der nationalen Forschung mit humanen Bioproben.

Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure – European Research Infrastructure Consortium (BBMRI-ERIC)

Auf europäischer Ebene stellt BBMRI-ERIC die Infrastruktur für nationale Biobanken bereit. Deutschland zählt zu den neunzehn Mitgliedsstaaten dieses Konsortiums. Dadurch ist auch die ibdw Teil dieser europaweiten Forschungsinfrastruktur. BBMRI-Eric ist federführend für das pan-europäische „Horizon 2020“-Forschungsprojekt ADOPT. Die ibdw hat dieses gemeinsam mit dem CCCM signifikant mit mehr als 600 onkologischen Datensätzen von Darmkrebsfällen unterstützt.

Weitere Mitwirkungen der ibdw

Die ibdw ist darüber hinaus Mitglied oder engagiert sich in den folgenden Bereichen und Partnerschaften:

Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF)

Als Dachorganisation der medizinischen Verbundforschung unterstützt die TMF Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch standortübergreifende Zusammenarbeit, um organisatorische, rechtlich-ethische und technologische Probleme der modernen medizinischen Forschung zu identifizieren und zu lösen. Die ibdw ist Mitglied der TMF und wirkt in den Arbeitsgruppen Biobanken, IT/QM und Datenschutz aktiv mit.

European, Middle Eastern and African Society for Biopreservation and Biobanking  (ESBB)

Die ibdw ist Mitglied der ESBB und wirkt in den Arbeitsgruppen der ESBB aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Biobankings mit.

Arbeitskreis der medizinischen Ethikkommissionen Deutschlands e.V. (AK-med EK)

Die ibdw wirkt aktiv in der Arbeitsgruppe „Biobanking“ des AK-med EK mit.

DIN/ISO

Seit Gründung des DIN Arbeitsausschusses „Biotechnologie“ im Jahr 2012 wirkt die ibdw an der Entwicklung von Standards – insbesondere im Bereich der Biobanken – mit. Der Vertreter der ibdw ist sowohl stellvertretender Obmann im Arbeitsausschuss als auch Leiter des Arbeitskreises „Biobanken“. Ebenso ist die im technischen Komitee TC276 „Biotechnology“ der ISO und vertritt dort die deutschen Interessen im Bereich der Biobanken.

Research Data Alliance (RDA)

Die ibdw wirkt auch bei der internationalen RDA, insbesondere in den Arbeitsgruppen „data privacy“, „health data“ und „physical samples and collections“, mit.

Biobank der Blutspender

Zusammen mit der Biobank des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes hat die ibdw mit Unterstützung der TMF ein Konzept zur Zusammenarbeit privat-wirtschaftlicher und öffentlich-rechtlicher Biobanken entwickelt.

Ansprechpartner

Prof. Dr.
Roland Jahns

Direktor der ibdw

+49 931 201-47001

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Telefon:

+49 931 201-47001

E-Mail:

ibdw@ukw.de

Geschäftsstelle:
hill_g@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-647000


Anschrift:

Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg (ibdw) | Straubmühlweg 2a | Haus A9 | 97078 Würzburg | Deutschland

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