SFB Transregio 58 (DFG): Furcht, Angst und Angsterkrankungen

Im Sonderforschungsbereich (SFB) Transregio 58 (TRR58) „Furcht, Angst und Angsterkrankungen“ arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Münster, Hamburg, Mainz und Würzburg zusammen. In dieser interdisziplinären Kooperation werden Grundlagenforschung und klinische Forschung miteinander verbunden. Finanziert wird die Arbeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

 

Das übergeordnete Ziel des SFB TRR58 ist es, ein besseres Verständnis über die Grundlagen von Angst, Angstzuständen und verwandten Erkrankungen zu erlangen. Der SFB gliedert sich in folgende drei Forschungsbereiche und ein zentrales Kohortenprojekt

Experimentelle Tierstudien

Ziel der Versuchstierstudien ist es, Mechanismen des Zusammenspiels zwischen Veranlagungs- und Umweltfaktoren zu identifizieren, die mit Angsterkrankungen in Verbindung gebracht werden. So sollen eine solide Grundlage für die Interpretation von Daten aus Humanstudien geschaffen werden sowie Ideen für ergänzende Humanstudien entstehen.

Präklinische Studien am Menschen

In vorklinischen Humanstudien werden Mechanismen untersucht, die an der Regulation und Dynamik von Angst beteiligt sind. Hierbei arbeiten wir mit Angstkonditionierungsparadigmen: Probandinnen und Probanden werden dabei vor einem ansonsten neutralen Ereignis unangenehmen Reizen ausgesetzt, die Angst erzeugen. Das kann zum Beispiel ein sehr lautes Geräusch beim Anblick eines bestimmten Bildes sein. Es kommen Werkzeuge wie Virtual Reality, Stresssystem-Modifikationen oder Schreckreflex-Modulation zum Einsatz. Dabei wird zum Beispiel der gesteigerte Lidschluss bei Angst als physiologischer Gradmesser einer emotionalen Verarbeitung bewertet. Zudem kommen Verfahren wie das funktionelle MRT, EEG oder MEG zum Einsatz. Die Studien haben das Ziel, die neurobiologischen Grundlagen von Angst unter Berücksichtigung genetischer, epigenetischer, Umwelt- und lebensgeschichtlicher Perspektiven zu ermitteln.

Klinische Translation und Intervention

Dieser Projektbereich widmet sich der Untersuchung genetischer, epigenetischer, neuronaler und psychophysiologischer Grundlagen von Angsterkrankungen, um Biomarker für die Wirksamkeit verschiedener Therapiemethoden zu identifizieren. Darüber hinaus werden neuartige Interventionen wie die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) auf ihr Potenzial als Ergänzung zu Standardtherapien von Angsterkrankungen untersucht.

Funktionelle Genomik und Gen-Umwelt-Interaktionen

In diesem Zentralprojekt werden Probandinnen und Probanden für die Teilprojekte „Präklinische Studien“ sowie „Klinische Translation und Intervention“ rekrutiert. Diese werden in eine psychophysiologische Angstkonditionierungs- und Angstgeneralisierungsstudie mit einbezogen, um den Einfluss psychologischer, genetischer und epigenetischer Faktoren auf erlernte und generalisierte Angst zu identifizieren.

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen zu allen Teilprojekten finden Sie auf der Homepage des SFB TRR5 und auch im Dokumentationsfilm „Wenn Angst krank macht – Anatomie eines Gefühls“.

Kontakt, Sprechzeiten

Telefon

Anmeldung zur ambulanten Behandlung in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (PPP)
+49 931 201-77800

Anmeldung in der Hochschulambulanz
+ 49 931 3182839

Anmeldung zur ambulanten Behandlung im Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP)
+49 931 201-79600

E-Mail und Fax

Sekretariat PPP
ps_sekr@ ukw.de

+49 931 201-77020

Sekretariat Hochschulambulanz
angstambulanz@ psychologie.uni-wuerzburg.de

+4931 31-828390

Sekretariat KJPPP
kj_ambulanz@ ukw.de

+49 931 201-78620

 


Anschrift

Interdisziplinäres Zentrum für Angsterkrankungen | Universitätsklinikum Würzburg | Magarete-Höppel-Platz 1 |  97078 Würzburg | Deutschland