Informationen für Organtransplantierte zum Coronavirus 2020

Liebe Patientin, lieber Patient,

die COVID-19 Pandemie breitet sich in Deutschland weiter aus und stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Mittlerweile sind in allen Bundesländern zahlreiche Erkrankungsfälle bekannt und die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird aktuell als mäßig eingeschätzt, diese variiert aber je nach Region. (Fallzahlen siehe www.rki.de/covid-19-fallzahlen).

Bisher sind noch viele Fragen zu COVID-2019 offen, so ist der Zeitraum der höchsten Ansteckungsgefahr nicht genau bekannt, ebenso wenig wie lange Erkrankte Viren ausscheiden und in welchen Fällen mit einem schweren oder gar tödlichen Verlauf zu rechnen ist. Immunsupprimierte Patientinnen und Patienten scheinen nach aktueller Informationslage nicht häufiger zu erkranken! Hinsichtlich des Krankheitsverlaufes bei transplantierten Patienten mit COVID-19-Infektion fehlen zum jetzigen Zeitpunkt noch die Informationen.

Wie wird das Virus übertragen?

  • Tröpfcheninfektion direkt von Mensch zu Mensch.  Dies kann über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.
  • Eine Ansteckung bei Infizierten, die nur sehr leichte oder gar keine Krankheitssymptome aufweisen ist möglich. Die Inkubationszeit beträgt wahrscheinlich bis zu 14 Tage.

Welche Symptome löst COVID-19 aus?

  • Symptome eines grippalen Infektes wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit
  • Fieber >38,5C
  • Neu aufgetretene Luftnot, Brustschmerzen

Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

  • Häufiges Händewaschen mit Seife! Abstand zu Erkrankten von 1-2m
  • Husten- und Niesetikette beachten (Ellenbeuge statt Handfläche, Taschentuch und dieses direkt entsorgen, Händewaschen)
  • Vermeiden Sie Händekontakt und große Menschenansammlungen
  • Tragen Sie einen Mundschutz bei Arztbesuchen, im UKW und in anderen Gesundheitseinrichtungen
  • Meiden Sie zum aktuellen Zeitpunkt große Menschenansammlungen, vor allem in geschlossenen Räumen
  • Diese Maßnahmen gelten auch für alle anderen Infektionskrankheiten!

Eine routinemäßige Testung auf COVID-19 wird von uns nicht empfohlen!

Derzeit gibt es noch keinen wirksamen Impfstoff gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2. Nach wie vor empfehlen wir jährlich die Impfung gegen Influenza, welche in Deutschland wesentlich häufiger ist.

Wann ist eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus wahrscheinlich?

Eine Ansteckung ist nach dem heutigen Stand der Dinge dann wahrscheinlich, wenn Sie akut Fieber, Husten und Atemnot entwickeln UND AUSSERDEM

  • Kontakt zu einer Person hatten, bei der die Erkrankung COVID-2 bzw. der zugehörige Erreger SARS-CoV2-Virus im Labor nachgewiesen wurde
  • Sich in den letzten 14 Tagen in einem der vom RKI ausgewiesenen Risikogebiete aufgehalten haben:

Internationale Risikogebiete
Ägypten
Frankreich
Iran
Italien
Niederlande
Österreich
Schweiz
Spanien 
Südkorea: Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
USA
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Deutschland
Mittlerweile sind auch in Deutschland nachweislich über 100 000 Mensch mit Covid-19 infiziert, wobei einige Landkreise in Bayern und Baden Württemberg besonders betroffen sind. Einen Überblick über die aktuelle Lage erhalten Sie über das Dashboard des RKI.

Stand 06.04.2020, Anpassungen möglich!!!
Hier finden Sie die Risikogebiete

Was muss ich tun, wenn eines der Kriterien auf mich zutrifft?

Wenn Sie an den obigen Symptomen erkranken, Fieber >38,5 C entwickeln und eines der Kriterien auf Sie zutrifft, nehmen Sie bitte telefonischen Kontakt mit der zuständigen Ambulanz auf. Diese wird mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen und sich im Bedarfsfall umgehend mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen.  

Niere: +49 931 201 39935, ab 16.00 Uhr und an Wochenenden sowie Feiertagen: +49 931 201-43200 (Station M32)
Herz: +49 931 201 33461
Leber: +49 931 201 36666, rund um die Uhr erreichbar

Weitere Informationen

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Telefon 

Dr. med. Anna Laura Herzog
+49 931 201-39741

 

 


Anschrift

Transplantationszentrum des Universitätsklinikums | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A3 | 97080 Würzburg | Deutschland