Manometrie / Druckmessung

Eine Spezialuntersuchung zur Druckmessung in der Speiseröhre, die ösophageale hochauflösende Manometrie, Englisch „high resolution manometry“ oder kurz HRM, sollte bei allen Patientinnen und Patienten mit dem Verdacht auf eine Achalasie oder eine andere Beweglichkeitsstörung der Speiseröhre durchgeführt werden.

Was ist eine Ösophagusmanometrie, ösophageale hochauflösende Manometrie oder hochauflösende Speiseröhrendruckmessung?

Bei der Ösophagusmanometrie oder Speiseröhrendruckmessung wird der Innendruck in der Speiseröhre an verschiedenen Stellen in Echtzeit gemessen. Die hochauflösende Manometrie, kurz HRM, liefert ein besonders aussagekräftiges Ergebnis. Wir haben viel Erfahrung mit dieser Methode.

Wie läuft die hochauflösende Ösophagusmanometrie ab?

Die Patientin oder der Patient ist während der Untersuchung wach. In sitzender Position wird über die Nase eine dünne Sonde bis in den Magen eingeführt. Entlang der Sonde befinden sich Druckabnehmer, die den Druck im Inneren entlang der gesamten Speiseröhre messen. Anschließend bekommt die Patientin oder der Patient zehnmal hintereinander eine kleine Menge Wasser zu schlucken, insgesamt werden zehn Schluckakte erfasst. Die gemessenen Druckwerte werden farblich codiert, sodass ein anschauliches Bild des Schluckakts entsteht.

Ist die Ösophagusdruckmessung schmerzhaft?

Die Untersuchung dauert etwa 15 Minuten. Sie ist in der Regel nicht schmerzhaft und wird sehr gut toleriert. Um mitarbeiten zu können, muss die Patientin oder der Patient während der Untersuchung  wach sein. Das endoskopische Platzieren der Sonde kann bei Bedarf in Dämmerschlafnarkose erfolgen. Dies ist jedoch nur in Ausnahmefällen ratsam.

Welche Bedeutung hat die Ösophagusmanometrie bei der Diagnostik der Achalasie?

Für die Diagnosestellung einer Achalasie gilt die hochauflösende Manometrie als unabdingbar. Nachzulesen ist dies in den deutschen Leitlinie zur Refluxerkrankung. Diese Untersuchung ermöglicht insbesondere eine sehr differenzierte Unterscheidung der verschiedenen Formen der Achalasie.
Auch andere, ebenso seltene Speiseröhren-Beweglichkeitsstörungen können durch die HRM diagnostiziert werden.

Eine etwas ältere Untersuchungsmethode ist die Durchzugsmanometrie, bei der eine wasserdurchströmte Sonde eingesetzt wird. Zur Diagnosestellung einer Achalasie sollte sie eher nicht mehr verwendet werden.

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