Schwerpunkte der Forschung

Die Forschung der Chirurgischen Klinik ist neben nationalen und internationalen Kooperationen innerhalb des Klinikums vielseitig vernetzt. Erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen (DFG, BMBF), Patente, Preise und Auszeichnungen sowie Stipendien ergänzen das Leistungsspektrum der Projekte.

Forschungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I) sind die Themen Inflammation und Sepsis, Molekulare Aneurysmapathologie, Onkologie und Erkrankungen des Stoffwechsels. Zudem werden die Komplexe Tissue Engineering und Transplantations-Immunologie sowie hepatischer Ischämie- beziehungsweise Reperfusionsschaden näher beleuchtet.

Inflammation und Sepsis

Die Pathophysiologie der Mikrozirkulation und mikrovaskulären Endothelbarriere werden bei akuten und chronischen Entzündungen wie Sepsis und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen untersucht. In zwei aktuell von der DFG geförderten Projekten werden die klinische Wertigkeit eines potentiellen Frühmarkers für Störungen der mikrovaskulären Endothelbarriere und die Beteiligung der desmosomalen Adhäsion an der gestörten Darmbarriere bei Patienten mit M. Crohn untersucht.

Ansprechpartner: PD Dr. med. N. Schlegel, Dr. med. Sven Flemming, Dr. Michael Meir

Kooperationspartner:

  • Prof. Dr. med. Jens Waschke (Institut für Anatomie und Zellbiologie, LMU München)
  • Prof. Dr. med. Christian Wunder (Klinik und Poliklinik für Anästhesie, Universität Würzburg)
  • Prof. Dr. med. Jörg-Dieter Schulzke (Klinische Physiologie, Charité Berlin)
  • Dr. Marco Metzger (Tissue Engineering & Regenerative Medizin, Universität Würzburg)

Molekulare Aneurysmapathologie

Die wichtigsten Aneurysmaentitäten im arteriellen Gefäßsystem sind das Bauchaorten- und Poplitealaneurysma. Zum besseren Verständnis der Pathogenese wird an OP-Material ein „molekularer Fingerabdruck“ erstellt. An etablierten Tiermodellen zur Aneurysmaentstehung werden zelluläre und molekulare Veränderungen der Gefäßwand untersucht. Im Fokus steht dabei die Rolle von mikroRNAs im Krankheitsprozess und Möglichkeiten zu deren gezielten Beeinflussung (unterstützt durch IZKF und DFG).

Ansprechpartner: Dr. Albert Franz Jakob Busch, Prof. Dr. rer. nat. Christoph Otto, Univ.-Prof. Dr. Richard Kellersmann, Dr. med. Udo Lorenz

Onkologie

Tumoren des Gastrointestinaltraktes werden u.a. auf therapierelevante intrazelluläre Signalwege untersucht. Für das kolorektale Karzinom werden Strategien zur Reduktion der MYC-Expression bzw. Hemmung der MYC-Funktion untersucht. Hierzu besteht eine intensive thematische und personelle Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Physiologische Chemie II (Prof. Dr. M. Eilers). Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Untersuchung der Interaktion zwischen Krebs- und Immunzellen dar. Die Chirurgische Klinik ist Mitglied der Nationalen Biomaterial- und Datenbank der Medizinischen Fakultät  Würzburg.

Ansprechpartner:PD Dr. med Armin Wiegering, Prof. Dr. rer. nat. Christoph Otto, Dr. med. N. Matthes, Univ.-Prof. Dr. Ana Maria Waaga-Gasser

Erkrankungen des Stoffwechsels

Die metabolische/bariatrische Chirurgie ist derzeit die wirksamste Therapie zur Behandlung der morbiden Adipositas. Die physiologischen Veränderungen der Operation sind komplex und noch unzureichend verstanden. Aktuell werden untersucht: der veränderte Gallefluss und dessen Einfluss auf die verbesserte glykämische Kontrolle und das Mikrobiom, der intestinale Glukosetransporter SGLT1 (in Kooperation mit Prof. Dr. H. Koepsell), metabolomische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf oxidativen Stress und Tumorentstehung. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Untersuchungen neuroendokriner Mechanismen der Appetitregulation. Es besteht ein Forschungsnetzwerk aus nationalen und internationalen Kooperationen, das durch die DFG aktuell unterstützt wird.

Ansprechpartner: Dr. med. Florian Seyfried, PD Dr. Christian Ferdinand Jurowich, Prof. Dr. rer. nat. Christoph Otto

Tissue Engineering

Biokompatible Materialien werden auf ihre Eignung für die Therapie großer kongenitaler Bauchwanddefekte getestet. Explantierte Herniennetze werden auf Degradation und Biokompatibilität untersucht. Es bestehen Kooperationen mit dem Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin der Universität Würzburg (Prof. Dr. H. Walles) und dem Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde der Universität Würzburg (Prof. Dr. J. Groll).

Ansprechpartner:Prof. Dr. med. Dr. (UFPR), M.Sc. (UFPR) Ulrich Dietz, Univ.-Prof. Dr. Thomas Meyer

Transplantations-Immunologie, hepatischer Ischämie- / Reperfusionsschaden

Schädigungen durch Ischämie / Reperfusion und das Immunsystem sind klinisch relevante Probleme nach Organtransplantation. Strategien zur Verminderung von Ischämie-Reperfusionsschäden konzentrieren sich auf die Konditionierung von Spenderorganen. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Suche nach selektiveren Immunsuppressiva dar. In einem IZKF geförderten Projekt wird der Transkriptionsfaktor NFATc in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Molekularpathologie (Prof. Dr. E. Serfling, Dr. A. Avots) untersucht.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Ingo Klein, Monika Camara, Dr. Johannes Michael Sebastian Baur, Prof. Dr. rer. nat. Christoph Otto

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon:

Pforte:
+49 931 201-55777

Zentrales Patientenmanagement:
+49 931 201-39999
+49 931 201-38888

Notfall:
+49 931 201-0

E-Mail:
zpm-chirurgie@ukw.de

Fax:
+49 931 201-39994


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und 
Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I) des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland