Adipositas – Krankhaftes Übergewicht

Die Endokrinologie therapiert und berät Menschen mit krankhaftem Übergewicht. In einem mehrstufigen interdisziplinären Konzept wird mit konservativen Maßnahmen oder auch auf operativem Weg versucht, das Gewicht zu reduzieren und den Stoffwechsel zu normalisieren.

Was ist Adipositas?

Wenn der Body-Mass-Index (BMI) 30 übersteigt, spricht man definitionsgemäß von starkem Übergewicht oder Adipositas. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat solch ein starkes Übergewicht zu einer chronischen Krankheit erklärt. Die meisten Betroffenen fühlen sich unwohl und leiden oft unter vermehrtem Schwitzen, Kurzatmigkeit, fehlender Ausdauer und großen Minderwertigkeitsgefühlen. Langfristig erhöht sich dadurch auch das Risiko zusätzlicher Krankheiten wie Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Rückenprobleme, Brust- und Darmkrebs, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ursachen

Bei Übergewicht und Adipositas sind überschüssige Kalorien als Fettdepot angelegt worden, das aber für den unmittelbaren Energieverbrauch nicht mehr zur Verfügung steht. Trotz Reserven entwickeln sich deshalb Hunger und Appetit. Weshalb der Körper langfristig die Balance zwischen Energieaufnahme und Bedarf jedoch nicht mehr steuern kann, hat indes mehrere Gründe: Neben hochkalorischer und ungesunder Ernährung sowie zu wenig Bewegung, spielen teils auch psychische Faktoren, eine genetische  Veranlagung, hirnorganische Beeinträchtigungen oder – sehr selten – eine hormonelle Störung eine Rolle.

Therapie

Die Endokrinologie klärt im Rahmen ihrer Adipositas-Ambulanz durch differenzierte Untersuchungen ab, ob eine behandelbare Stoffwechselerkrankung oder Hormonstörung als Ursache der Adipositas vorliegt. Im Anschluss wird im interdisziplinären Adipositas-Zentrum gemeinsam eine Therapieentscheidung getroffen und ein multimodales, ärztlich und ernährungstherapeutisch begleitetes Behandlungskonzept festgelegt, das zunächst konservative Maßnahmen wie Nahrungsumstellung, Bewegungs- und Verhaltenstherapie oder gegebenenfalls auch eine medikamentöse Unterstützung vorsieht.

Bariatrische Operation

Wenn die konservative Therapie scheitert, die Adipositas einen BMI von 40 übersteigt oder zusätzliche Begleiterkrankungen bei einem BMI von mindestens 35 vorliegen, wird eine adipositas-chirurgische Maßnahme erwogen. Für solch eine bariatrische (griech.: Gewichts-) Operation gibt es mit der Schlauchmagenbildung und zwei Bypassverfahren drei Standardverfahren, die individuell auf die Patientenbedürfnisse angewandt werden. Grundsätzlich wird immer der Magen verkleinert, um ein schnelleres Sättigungsgefühl herbeizuführen. Bei Bypassverfahren wird zusätzlich noch die Nährstoffaufnahme reduziert, was den Effekt steigert und insbesondere bei Diabetes mellitus erwünscht ist.

Langzeitbetreuung nach Operation

Nach einer bariatrischen Operation wird eine lebenslange Nachbetreuung erforderlich. Durch das verminderte Magenvolumen und die gedrosselte Nährstoffaufnahme müssen dauerhaft Vitamine und Mineralstoffen eingenommen werden, um Mangelzuständen vorzubeugen. Dies wird in regelmäßigen Laboruntersuchungen kontrolliert. Zudem werden jeweils die aktuellen Ernährungsgewohnheiten besprochen, Dosierungen von Medikamenten angepasst und auf mögliche individuelle Probleme eingegangen.

Ansprechpartner

Dr. med.
Christine Stier

Leiterin der Adipositasambulanz

Portraitfoto von Dr. med. Ann-Kathrin Koschker

Dr. med.
Ann-Cathrin Koschker

Leiterin der Diabetes- und Lipidambulanz


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