Nebenniereninsuffizienz

Das Nebennnierenkarzinom ist eine bösartige Entartung der Nebennierenrinde. Da die Erkrankung äußerst selten ist, gibt es nur wenige Kliniken, die auf die Behandlung spezialisiert sind. Die Endokrinologie des Universitätsklinikums Würzburg hat sich in Diagnostik, Therapie und Forschung zu dem aktuell größten Zentrum der Welt für diese Erkrankung entwickelt.

Welche Hormone fehlen?

In Mark und Rinde der Nebennieren werden rund 40 Hormone gebildet, welche als Botenstoffe wichtige Körperfunktionen regulieren. Fallen die Zellen der Nebennierenrinde (NNR) aus, die vorwiegend die Hormone Kortisol, Aldosteron sowie einige Sexualhormone produzieren, spricht man von einer Nebenniereninsuffizienz.

Was sind die Auswirkungen?

Ohne die Hormone der Nebennierenrinde kann der Körper nicht mit Stress und Belastungen umgehen. Unter starkem körperlichem oder seelischem Druck oder auch infolge von Infektionen kann es zur lebensgefährlichen Nebennieren-Krise kommen, die aufgrund des Hormonmangels zu Kreislaufstörungen, Unterzucker und Stoffwechselentgleisung führt. Aber auch ohne Auslöser leiden Betroffene oft unter Müdigkeit, Leistungsmangel, Übelkeit Gewichtsabnahme oder Bauchschmerzen. Ferner werden Muskel- und Gelenkschmerzen beobachtet.

Ursachen

Je nach Auslöser unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Nebenniereninsuffizienz. Bei der primären Nebenniereninsuffizienz, die auch als Morbus Addison bezeichnet wird, ist die Nebenniere direkt betroffen. Häufigste Ursache ist die Zerstörung des Nebennierengewebes durch eine Autoimmunentzündung. Aber auch Infektionen, Blutungen oder die operative Entfernung beider Nebennieren können Auslöser sein. Von einer sekundären Nebenniereninsuffizienz spricht man, wenn der Regelkreis über das Gehirn und die Hypophyse gestört ist, der im Normalfall die angemessene Ausschüttung der Nebennierenhormone steuert.

Therapie

Die Behandlung besteht aus einem lebenslangen Ersatz der ausgefallenen Hormone. In den meisten Fällen besteht dies aus der Zufuhr des Hormons Hydrokortison, das dem körpereigenen Kortisol entspricht. Aus verschiedenen Gründen werden vereinzelt jedoch auch andere Kortisonpräparate eingesetzt. Wichtig ist die Ermittlung der individuell passenden Dosis, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden. Die Medikation wird in einem Pass festgehalten, der immer mit sich zu führen ist.

Patientenschulung

Die Endokrinologie des Universitätsklinikums Würzburg bietet regelmäßig Patientenschulungen an. Dort lernen Betroffene, welche Medikamentendosis sie in bestimmen Situationen benötigen, wie sie sich das Mittel selbst im Notfall verabreichen können und wie man mit der Krankheit gut und selbstbestimmt leben kann.

Weitere Informationen

Ausführlichere Informationen über die Erkrankung finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für EndokrinologieFlyer, Vordrucke und Anleitungen zum Thema Nebenniereninsuffizienz können Sie auf der Seite für zuweisende Kolleginnen oder Kollegen downloaden.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten

Vermittlung/Pforte
Täglich
5:30 Uhr bis 22:00 Uhr

Telefon

ZIM-Pforte
+49 931 201-57057 oder
+49 931 201-57056

sonst bitte ZOM-Pforte
+49 931 201-55777

Befundanforderung
+49 931 201-39208
Fax: +49 931 201-639208

Studierendensekretariat
+49 931 201-39771
E-Mail: meister_k@ ukw.de

Gutachten
+49 931 201-39103
E-Mail: hofmann_s@ ukw.de

Privatärztliche Abrechnung
+49 931 201-39003
E-Mail: endres_c@ ukw.de

Kontakte

Direktion
Prof. Dr. med. Stefan Frantz
E-Mail: m1_direktion@ ukw.de

Direktionsbüro
Ines Weyer
E-Mail: weyer_i@ ukw.de
Fax: +49 931 201-639001


Anschrift

Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums | Zentrum Innere Medizin (ZIM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A3 | 97080 Würzburg | Deutschland