Es war einmal …

Was auf den ersten Blick wie das ­Luftbild eines altägyptischen Tempels aussieht, ist in Wahrheit die Baugrube des im Jahr 2004 in Betrieb genommenen Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des Uniklinikums Würzburg. Das Bau­­werk ist bis zu drei Stockwerke tief in den Hang eingesenkt. Dieser wurde ­dafür mit einer bewehrten Spritzbetonschale gesichert, die mit bis zu 15 Meter langen Vernadelungen in den Berg ­hinein rückverankert ist. Durch ­diesen architektonischen Kunstgriff muss das ZOM keine Erdlasten ­aufnehmen.

Bild: Luftbild Bytomsky, Würzburg, Quelle: Chronik und Vision – Zentrum Operative Medizin 2004

Konferenzraum im ehemaligen

Betsaal

Hinter einem hölzernen Portal, noch vor dem Haupttor des ­Klinikumsgeländes an der Josef-­Schneider-Straße, befindet sich ein besonderer Ort für Besprechungen. Der mit einem lichten Tonnen­gewölbe ausgestattete Raum war ab dem Jahr 1921 der evangelische Betsaal des Uniklinikums. Im Jahr 2016 wurde das architektonische Schmuckstück zu einem Konferenzraum für die Verwaltung des Großkrankenhauses umgebaut. In dieser Funktion hat sich der Saal seither bestens etabliert und wird gerne gebucht. Er punktet mit seinem unverwechselbaren, charmanten Interieur und ist besonders leicht zu finden.

Neue Frauen­beauftragte der Medizinischen Fakultät

Privatdozentin Dr. Malgorzata Burek trat im April dieses Jahres die Nachfolge von Prof. Dr. Eleni Koutsilieri als Frauenbeauftragte der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg an. Davor engagierte sich Dr. Burek zweieinhalb Jahre als deren Stellvertreterin. Beruflich arbeitet die Biologin in der Forschungsabteilung der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Uniklinikums Würzburg. Dabei beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit den Endothelzellen des Gehirns und der sogenannten Blut-Hirn-Schranke. Zu diesem Thema veröffentlichte die Wissenschaftlerin mehrere hochzitierte Originalarbeiten, Übersichtsarbeiten und Kongressbeiträge. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

„Der Frauenanteil an den Medizinstudierenden in Würzburg liegt bei 64 Prozent. Der Anteil der W3-Professorinnen an der Medizinischen Fakultät hingegen beträgt – analog dem Bundesdurchschnitt – lediglich 15 Prozent“, berichtet die neue Frauenbeauftragte. Sie beabsichtigt, durch ihre Mitarbeit in Gremien und Berufungskommissionen die Umsetzung von Gleichstellungszielen zu unterstützen. „Eine Quote von 50 Prozent Professorinnen ist nicht utopisch – wie es das Beispiel anderer Universitäten in Deutschland zeigt“, unterstreicht Malgorzata Burek.

Kontakt: Tel.: 0931 201-55223 · E-Mail: Burek_M@ukw.de

Bild: privat

Patientenfür­sprecherin Sylvia Opel verabschiedet

Sylvia Opel arbeitete in den letzten zwölf Jahren als Patientenfürsprecherin am UKW. Ende Juni 2020 endete für sie diese ehrenamtliche Tätigkeit. Sie fungierte als weisungsfreie Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden von Patienten und deren Angehörigen. Bei der Verabschiedung lobte Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor: „Sylvia Opel genoss durch ihre Unabhängigkeit und ihre zugewandte Art bei unseren Patienten und Beschäftigten gleichermaßen größtes Vertrauen. Ein Wert, den man gar nicht hoch genug schätzen kann, denn gegenseitiges Vertrauen und eine offene Kommunikation gehören zu den Grundlagen einer erfolgreichen Behandlung.“

Die Nachfolge traten Brigitte Paul und Albert Fischer an.

Kontakt: Tel.: 0931 201-55078 · E-Mail: patientenfuersprecher@ukw.de

Bei der Preisübergabe (von links): Prof. Stefan Wudy (Tagungspräsident), Prof. Josef Koehrle (Präsident der DGE), Dr. Barbara Altieri, Dr. Anke Mey (Preisstifterin) und Prof. Andreas Schäffler (Vize-Tagungspräsident).

Auszeichnung für Krebsforscherin

Biomarker zu identifizieren, die eine ­Vorhersage ermöglichen, bei welchen ­Patienten mit Nebennierenkarzinom der Wirkstoff Mitotane anspricht und bei welchen nicht – das war das Ziel einer internationalen Multicenter-Studie, die der Schwerpunkt Endokrinologie, Diabetologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Uniklinikums Würzburg unter der Leitung von Dr. Cristina Ronchi und Prof. Dr. Martin Fassnacht koordinierte. Dr. Barbara Altieri hat die ­Ergebnisse ausgewertet und in der Fachzeitschrift Cancers Anfang dieses Jahres veröffentlicht. Dafür wurde sie Anfang März von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie mit dem Anke-Mey-Preis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis geht an herausragende wissenschaftliche Originalarbeiten auf dem Gebiet maligner Nebennierenerkrankungen.

Bild: Irina Chifu