Künftige

Verwaltungselite

besuchte das UKW

Der aktuelle Lehrgang für Ver­waltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei informierte sich am Uniklinikum Würzburg über ausgewählte Aspekte der Hochschulmedizin.

Beim Besuch des Lehrgangs für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei in Würzburg: In der Bildmitte Michael Höhenberger, der Leiter des Lehrgangs, zusammen mit Prof. Dr. Jens Maschmann und Philip Rieger (von links).

Im Rahmen einer einwöchigen Bayernreise besuchten am 28. Oktober dieses Jahres 16 Teilnehmer*innen des 27. Lehrgangs für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei für einen halben Tag das UKW. Der Lehrgang zielt darauf ab, angehende Spitzenkräfte für kommende Querschnittsaufgaben in ressortübergreifendem und interdisziplinärem Denken zu schulen. Einblicke in Personalisierte Medizin Bezogen auf die Universitätsmedizin identifizierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit den Organisatorinnen und Organisatoren des gastgebenden Klinikums drei Themenfelder von besonderem Interesse. So präsentierte Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Frauenklinik, in einem Vortrag den Ansatz der Personalisierten Medizin. Ein Fokus lag dabei auf dem vom Bayerischen Gesundheitsministerium geförderten Projekt „DigiOnko“. Das in diesem Frühjahr gestartete, bayernweite Verbundvorhaben will mithilfe der Digitalisierung Brustkrebs besser vorbeugen sowie die Früherkennung, Therapie und Rückfallvermeidung optimieren.

Der Besuch der Frauenklinik um­fasste auch die Vorstellung des Covid-19-­Kreißsaals, in dem Covid-infizierte Schwangere vollkommen separat von gesunden Müttern entbinden können. Die bisherigen und zukünftigen Herausforderungen durch die Corona-­Pandemie in Therapie und Pflege ­waren auch das Thema der anschließenden Gesprächsrunde. Von Seiten des Klinikums standen hier der stellvertretende Pflegedirektor Matthias Uhlmann, ­Stefan Rehberger, Pflege­leiter einer ­Corona-Intensivstation, sowie Dr. Björn Lengenfelder von der Operativen Einsatzleitung Corona zur Verfügung.

Strukturen, Leistungen und Projekte im Schnelldurchlauf Zum Abschluss des Treffens führten Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor, und Philip Rieger, der Kaufmännische Direktor des UKW, in den „Mikrokosmos Uniklinik“ ein. Der gemeinsame Vortrag spannte einen weiten Bogen von der Organisationsstruktur und Finanzierungsaspekten über die Leistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre bis hin zu den zahlreichen laufenden und kommenden Bauprojekten des Klinikums.

Am Ende des prallgefüllten Vor­mittags bedankten sich die Lehrgangs­teil­nehmer*­innen herzlich für die wertvollen Informationen. Die beiden beteiligten Vorstandsmitglieder des UKW lobten ihrerseits die Personalentwicklungsmaßnahme des Freistaats. So kommentierte zum Beispiel Philip Rieger: „Aus meiner Sicht ist dieser Führungskräfte-Kurs wirklich eine groß­artige Initiative, weil er die künftigen Spitzenbeamtinnen und -beamten direkt in die Einrichtungen, Unternehmen und Regionen in Bayern führt, die später von ihrem Wirken betroffen sein werden“.

Antonia Weimann, eine der beiden Pflegerinnen, deren Stelle gefördert wird, Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“, und Dr. Claudia Löffler, die am CCC Mainranken den Bereich „Komplementäre Onkologie Integrativ“ leitet.

Komplementärmedizinisches Angebot finanziert

Zum Angebot des am UKW angesiedelten Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken gehört eine wissenschaftlich fundierte Form der naturheilkundlichen und integrativ-medizinischen Behandlung. Im Bereich „Komplementäre Onkologie Integrativ“ (KOI) ist dazu ein multiprofessionelles Team tätig, zu dem auch die beiden Pflegerinnen Manuela Sauer und Antonia Weimann gehören. „Wir haben die beiden in den letzten Jahren zu echten Spezialistinnen in bestimmten Teilen der Komplementärmedizin ausgebildet“, schildert Dr. Claudia Löffler, die das KOI-Team leitet. Beispielsweise hospitierten sie nach ihren Worten in relevanten Kliniken oder erlernten die Ohrakupunktur.

Allerdings stellte ein Finanzierungsproblem die zukünftige Arbeit der beiden KOI-Pflegerinnen, die diesbezüglich zusammen eine 20-prozentige Stelle ausfüllen, in Frage. Damit Manuela Sauer und Antonia Weimann auch weiterhin für die Krebspatientinnen und -patienten da sein können, sprang im November 2021 der Würzburger Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ ein. „Wir werden diese gute Sache für die kommenden sechs Monate mit insgesamt rund 6.300 Euro fördern“, kündigte Gabriele Nelkenstock, die Vereinsvorsitzende, an. Und das, obwohl auch bei „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ die Mittel aktuell knapp sind. „Die Bedingungen der Corona-Pandemie haben unserem Spendenaufkommen leider gar nicht gut getan“, bedauert Nelkenstock. Zwar habe der Verein nach ihren Angaben in den letzten zwölf Monaten noch sieben Projekte am UKW mit insgesamt 186.000 Euro fördern können, aber für eine Fortsetzung dieses Engagements seien nun dringend neue Spenden erforderlich. Spendenkonto: Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. Castell Bank Würzburg IBAN: DE74 7903 0001 0000 0092 45 www.kampfgegenkrebs.de

Die Absolventinnen der OTA-Schule des UKW. Die Männer im Bild sind der Schulleiter Felix Mensch (Mitte) und die Lehrer Alexander Wilm (links) und Stefan Reichert.

20 fertige Operationstechnische Assistentinnen gefeiert

Hinter ihnen liegen 1.600 Stunden ­theoretischer (Online-)Unterricht und 3.000 Stunden praktische Ausbildung in den diversen Operationsbereichen des UKW. Nachdem sie auch noch die Prüfungen – praktisch, mündlich und schriftlich – gemeistert haben, dürfen sich die diesmal ausschließlich weib­lichen 20 Absolventinnen der OTA-Schule des UKW jetzt Operationstechnische Assistentinnen (OTA) nennen. Geehrt wurden die frischgebackenen Fachkräfte bei Abschlussfeier am 24. September 2021. Den beiden Prüfungsbesten Carina Broghammer und Julia Kuhnt überreichte Felix Mensch, der Leiter der OTA-Schule, als kleine Anerkennung Einkaufsgutscheine. Bei dieser „Ausbildungsstaffel“ kamen zehn Teilnehmerinnen aus externen mainfränkischen Krankenhäusern. Von den zehn UKW-internen Absolventinnen wurden neun in ein Anstellungsverhältnis am Uniklinikum über­nommen.