Darstellung einer Maus

Sonderforschungsbereiche und Transregios

Sonderforschungsbereich 688, Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardiovaskulären System

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und daraus resultierende akutischämische Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind weltweit für die meisten Todesfälle verantwortlich. Die Behandlung dieser Volkskrankheiten ist jedoch nach wie vor unbefriedigend. Die Forscherinnen und Forscher des Sonderforschungsbereichs generieren molekulare und pharmakologische Krankheitsmodelle (überwiegend an der Maus), die es den klinisch orientierten Arbeitsgruppen erlauben, neue Erkenntnisse zur Entstehung von Thrombosen, Herzinfarkten und Schlaganfällen zu gewinnen. Zum Sonderforschungsbereich 688.

Transregio-Sonderforschungsbereich 34, Pathophysiologie von Staphylokokken in der Post-Genom-Ära

Im Mittelpunkt der Arbeit des Sonderforschungsbereichs steht die Erforschung der Staphylokokken. Die zentrale Fragestellung ist der bisher wenig beachtete Zusammenhang zwischen der Physiologie des Erregers und dem Pathogenitätsgeschehen. Um hier zu neuen Einsichten zu gelangen, sollen mit Hilfe der funktionellen Genomforschung Erkenntnisse über die Zellphysiologie und Infektionsbiologie des pathogenen Bakteriums Staphylococcus aureus gewonnen werden und damit die Grundlage geschaffen werden, um Staphylokokken-Infektionen in Zukunft erfolgreicher beherrschen und bekämpfen zu können. Zum Transregio-Sonderforschungsbereich 34.

Transregio-Sonderforschungsbereich 58, Furcht, Angst, Angsterkrankungen

Furcht und Angst, die beiden stammesgeschichtlich ältesten Emotionen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Diese Emotionen können beim Menschen in Form von krankhaften Angstzuständen auftreten und können als Angsterkrankungen den Depressionserkrankungen vorangehen, wobei beide Erkrankungsgruppen die häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt darstellen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen gemeinsam an verschiedenen Standorten die Entstehung von Angst und ihrer krankhaften Entgleisungen auf einer breiten und übergreifenden Basis vom Gen über die einzelne Zelle und komplexe Zellnetze bis hin zum Verhalten beim Menschen. Zum Transregio-Sonderforschungsbereich 58.

Transregio-Sonderforschungsbereich 124, Netzwerke der Interaktion zwischen pathogenen Pilzen und ihren menschlichen Wirten

Langfristiges Forschungsziel des Sonderforschungsbereichs ist es, durch die Kombination von Forschungsaktivitäten in der Mykologie und Immunologie neue Einblicke in die Pathophysiologie von invasiven Mykosen zu erhalten, eine Infektproblematik von stark zunehmender Bedeutung. In der Langzeitperspektive ist es ein spezielles Ziel dieser Initiative, moderne High-Throughput Techniken in der Grundlagenwissenschaft einzusetzen, um Erkenntnisse und Wissen zu schaffen, die dann zu einer verbesserten Diagnostik und Behandlung von Pilzinfektionen führen wird. Zum Transregio-Sonderforschungsbreich 124 (funginet).

Transregio-Sonderforschungsbereich 166, Hochleistung-Lichtmikroskopie zur Aufklärung der Funktion von Membranrezeptoren – ReceptorLight

Die Forscherinnen und Forscher wenden lichtmikroskopische Verfahren mit höchster räumlicher und zeitlicher Auflösung und entwickeln diese weiter, um tiefere Einblicke in die Funktionsweise von Membranrezeptoren zu erhalten. Membranrezeptoren erzeugen nach dem Binden sogenannter Liganden spezifische Signale, wodurch die Zellen eines Organismus in vielfältigster Weise gesteuert werden. In den vergangenen Jahren haben neue lichtmikroskopische Methoden wichtige Erkenntnisse über die Funktion von Membranrezeptoren hervorgebracht, zum Beispiel zur Kinetik der Ligandenbindung und der Konformationsänderungen in den Membranrezeptoren. Zum Transregio-Sonderforschungsbereich 166.