Hypertrophe Kardiomyopathie

Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die häufigste genetische Herzerkrankung. Klinisch dominiert die HCM durch eine diastolische Form der Herzinsuffizienz und Arrhythmien, die zum Tode führen können, man spricht vom plötzlichen Herztod.

Der HCM liegen häufig Mutationen zugrunde, die Gene der sarkomerischen Proteine betreffen. Diese Mutationen haben oft gemeinsam, dass sie die Calcium-Sensibilität der Myofilamente erhöhen, was zu mehr Kontraktion, verlangsamter Relaxation und höherem Energiebedarf führt. In Mitochondrien führt der erhöhte Energiebedarf, der nicht durch eine Erhöhung des Calciums kompensiert wird, zu einer Oxidation von NADH und NADPH, was Energiedefizit und oxidativen Stress verursacht.

Wir haben entdeckt, dass der oxidative Stress den gefürchteten Arrhythmien zugrunde liegt. Medikamente, die in Mitochondrien die Bildung und Effekte von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) verringern, konnten im Tiermodell die Arrhythmien abmildern oder gar verhindern. In Zukunft werden wir untersuchen, ob diese Therapien auch die Umbauprozesse des Herzens günstig beeinflussen.

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