Inotrope Therapien bei Herzinsuffizienz

Bei akuter Herzinsuffizienz kommt es typischerweise zu Luftnot in Ruhe, was auf den Rückstau des Blutes vom linken Herzen in die Lunge zurückzuführen ist. Auslöser hierfür können vielfältig sein und umfassen eine erhöhte Nachlast (zum Beispiel bei hohem Blutdruck oder Aortenklappen Stenose), Überwässerung (zum Beispiel bei Niereninsuffizienz), oder Pumpversagen des linken Ventrikels (zum Beispiel im Rahmen eines Herzinfarktes).

Wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, einen ausreichenden Blutdruck für die Organperfusion aufrecht zu erhalten, spricht man vom kardiogenen Schock. Die medikamentöse Therapie des kardiogenen Schocks ist ein Dilemma, da die klassischen Therapien zur Stärkung der Pumpkraft des linken Ventrikels, sogenannte Katecholamine, die das adrenerge System aktiveren, mit einer Übersterblichkeit assoziiert sind. Daher gibt es seit einigen Jahren Bestrebungen, Therapien zu entwickeln, die die Pumpkraft unter Umgehung des adrenergen Systems stärken. Zu diesen zählen beispielsweise Calcium-Sensitizer und neuere Medikamente, die direkt die Myofilamente zum Ziel haben.

Die Kontraktion und Relaxation des Herzens ist eng mit der mitochondrialen Energetik verknüpft. Wir untersuchen in unseren Arbeiten die bioenergetischen Konsequenzen von verschiedenen Therapien, die die Pumpkraft des Herzens verstärken, um hierüber Informationen zu erlangen, die für die Langzeit-Effekte dieser Substanzen von Bedeutung sein könnten.

Literatur

Maack C, Eschenhagen T, Hamdani N, Heinzel FR, Lyon AR, Manstein DJ, Metzger J, Papp Z, Tocchetti CG, Birhan Yilmaz M, Anker SD, Balligand JL, Bauersachs J, Brutsaert D, Carrier L, Chlopicki S, Cleland JG, de Boer RA, Dietl A, Fischmeister R, Harjola VP, Heymans S, Hilfiker-Kleiner D, Holzmeister J, de Keulenaer G, Limongelli G, Linke WA, Lund LH, Masip J, Metra M, Mueller C, Pieske B, Ponikowski P, Ristic A, Ruschitzka F, Seferovic PM, Skouri H, Zimmermann WH and Mebazaa A. Treatments targeting inotropy. Eur Heart J. 2018.

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