Drittmittelgeförderte Projekte zu Affektiven Erkrankungen

Wissen für eine personalisierte Medizin  bei  Menschen mit psychischen Erkrankungen – InDepth (Individualisierte Depressionstherapie)

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Projektleiter: Dr. Scheiber, Biovariance; Prof. Holzgrabe und Prof. Hoegger, Institut für Pharmazie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Prof. Dr. Deckert und Prof. Dr. Romanos, Zentrum für Psychische Gesundheit, UKWürzburg.
Projektförderung: Bayerisches Wirtschaftsministerium
Projektdauer: 2017-2019

Hintergrund der Untersuchung

Die depressive Störung ist mit einer Lebenszeit-Prävalenz von 16,2% eine sehr häufige Erkrankung, die eine höhere Morbidität, substantiell eingeschränkte Lebensqualität, Produktivitätsverlust und höhere Mortalität verursacht als die meisten anderen nicht-ansteckenden Erkrankungen. Die Höhe der Belastung für die Patienten spiegelt zumindest teilweise die eingeschränkte Wirksamkeit gängiger Behandlungsalgorithmen wider. Die derzeit eingesetzten Antidepressiva sind assoziiert mit einer hohen Rate an Teil-Response oder Non-Response, einem verzögerten Ansprechen erst nach Wochen oder Monaten sowie einer eingeschränkten Wirksamkeitsdauer. Bislang ist das Verständnis der pathophysiologischen Mechanismen der depressiven Störung eingeschränkt, so dass neue Therapieansätze oder biologische Marker zur Identifizierung geeigneter Patienten für bestimmte Therapieformen immer noch fehlen. Das Ziel dieser Studie ist es, durch messbare prädiktive Marker die Diagnosestellung und die Behandlung affektiver Störungen zu präzisieren, um die Response Rate zu erhöhen und die Nebenwirkungen zu vermindern. Dafür sollen prädiktivie Marker aus neuropsychologischen Untersuchungen, zerebraler Magnetresonanztomographie, sowie genetische und epigenetische Faktoren sowie induzierte pluripotente Stammzellen (iPSC) zusammen mit Umweltfaktoren (wie z.B. Kindheitstrauma) bei depressiven Patienten analysiert werden. Diese Analysen werden kombiniert mit einer Untersuchung der für die Depressionsentstehung wichtigen körpereigenen Stress-Systemen, nämlich des Stress-Hormon-Systems (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden Achse), das adrenerge Nervensystem (ANS) und das Immunsystem. Zusätzlich sollen die Befunde aus klinischen Routineuntersuchungen wie Therapeutisches Drug Monitoring, oder Liquorpunktion in der Studie berücksichtigt werden.

Arbeitspaket ZEP

In den ersten drei Quartalen 2018 wurden die strukturellen Voraussetzungen für die Durchführung der Untersuchungen optimiert:

Im April 2018 wurde ein Maldi-Tof Gerät der Firma Agena angeschafft. Mit diesem Gerät sollen Polymorphismen in pharmakokinetisch relevanten Genen bestimmt werden, wofür zum einen das iPLEX PGx74 Panel und der VeriDose CYP2D6 CNV Plex mit bereits etablierten Assays für insgesamt 69 SNPs/INDELS und 16 CNVs aus 20 pharmakogenetisch relevanten Genen, sowie ein weiterer selbst entwickelten Assay mit weiteren 33 SNPs/INDELs in 5 zusätzlichen Genen bzw. zur optimalen Abdeckung bereits im PGx74 Panel vorhandener Gene verwendet werden. Die Validierung der Assays wurde im September 2018 abgeschlossen, und seither werden damit Genotypisierungen durchgeführt.

Ein Großgeräteantrag der Länder für zwei Massenspektrometriegeräte für Therapeutisches Drug Monitoring wurde 2018 von der DFG positiv beschieden. Zwischenzeitlich wurden zwei ABSciex MD 4500 Massenspektrometer angeschafft. Nach Durchführung entsprechender Baumaßnahmen im zweiten Quartal 2019 und Methodenetablierung werden voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2019 die Spiegelbestimmungen statt mit den 5 Agilent HPLC- Geräten dann mit zwei Massenspektrometrie-Geräten und damit nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft durchgeführt werden können.

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