Drittmittelgeförderte Projekte zu Affektiven Erkrankungen

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Leiter deutsches Zentrum: Prof. Dr. Jürgen Deckert
Koordinierung Standort Würzburg: Ltd. OA PD Dr. A. Menke
Laufzeit: 2015 - 2019
Förderung: EU Horizon 2020 Programm (an P1vital Products Lt)

Antidepressiva werden häufig zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Viele Patienten sprechen jedoch nicht auf die erste verschriebene Medikation an, und Verbesserungen der Symptome sind in der Regel erst 4-6 Wochen nach Beginn der Einnahme nachweisbar. Infolgedessen kann ein wirksames Behandlungsschema mit Antidepressiva oft erst mit großer Verzögerung gefunden werden.

Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass Antidepressiva die affektive Kognition bei depressiven Patienten subtil verändern, wie zum Beispiel die Beurteilung des Gesichtsausdrucks. Darüber hinaus sind diese kognitiven Effekte von Antidepressiva bereits in einem frühen Stadium der Behandlung erkennbar und können auch das spätere klinische Ansprechen vorhersagen. Diese Studie wird untersuchen, ob ein elektronischer Test der affektiven Kognition und Symptome (Predicting Response to Depression Treatment Test; PReDicT Test) verwendet werden kann, um die Antidepressiva-Behandlung bei depressiven Patienten zu steuern und somit den Wirkungseintritt der Behandlung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von Patienten, die nach den üblichen Leitlinien behandelt werden, zu beschleunigen.

Methoden / Design

Bei der Studie handelt es sich um eine randomisierte, zweigliedrige, multizentrische, offene, klinische Studie des PReDicT-Tests. Sie wird in fünf europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland und den Niederlanden) bei depressiven Patienten, bei denen eine Behandlung mit Antidepressiva begonnen werden soll, durchgeführt. Die Patienten werden nach dem Zufallsprinzip einer Behandlung zugeführt, entweder mit PReDicT-Test (PReDicT-Arm) oder als Standardbehandlung ("Treatment as Usual", TaU-Arm). Die Patienten im TaU-Arm werden nach den aktuellen Leitlinien des jeweiligen Landes behandelt. Patienten im PReDicT-Arm absolvieren den PReDicT-Test nach einer (und ggf. zwei) Wochen Behandlung. Wenn der Test auf ein Nichtansprechen auf die Behandlung hinweist, wird den Ärzten empfohlen, die Antidepressivum-Therapie des Patienten sofort durch Dosiserhöhung oder Wechsel zu einer anderen Substanz zu ändern. Das Hauptergebnis der Studie ist der Anteil der Patienten, die in Woche 8 eine klinische Reaktion zeigen (definiert als 50% oder mehr Rückgang der Baseline-Scores von Depressionen, gemessen mit dem Quick Inventory of Depressive Symptoms - Self-Rated Questionnaire). Außerdem werden Daten zur Gesundheitsökonomie und Akzeptanz erhoben und analysiert.

Nähere Informationen

Informieren Sie sich im Flyer der Studie, oder lesen Sie mehr im zugehörigen Forschungsschwerpunkt.

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