Illustrationsbild: Frau mit Wärmflasche

Informationen für Patientinnen

Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt hat bei Ihnen eine Blasenentzündung festgestellt. Was bedeutet das?

Sie leiden unter einer bakteriellen Infektion der Harnblase oder Harnröhre, die bei Ihnen vermutlich die eine oder andere der folgenden Beschwerden verursacht:

  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • häufiger Harndrang mit kleinen Urinportionen
  • Blut im Urin
  • krampfartige Unterbauchschmerzen

Woher kommen Blasenentzündungen?

Frauen erkranken häufiger an Entzündungen der Harnblase, da ihre Harnröhre kürzer ist als die des Mannes. Auf diesem Wege gelangen Bakterien, vor allem Darmkeime, leichter von außen über die Harnröhre in die Harnblase. Es gibt zwei Altersgipfel der Erkrankung: jugendliche bis junge Frauen und Frauen nach der Menopause.

Schon das Beachten einfacher Regeln der Intimhygiene oder die vorbeugende Blasenentleerung nach dem Geschlechtsverkehr können das Auftreten von Harnwegsinfektionen bei Frauen reduzieren.

Wie werden Blasenentzündungen behandelt?

Nicht alle Blasenentzündungen müssen mit Antibiotika behandelt werden: Gut ein Drittel heilt nach einer Woche ohne Antibiotikagabe unter symptomatischer Behandlung aus.

Oft reichen schon einfache Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden:

  • viel trinken, zum Beispiel Tee
  • Wärmeanwendung in Form von Wärmflasche oder Wärmekissen
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder krampflösende Mittel nach Rücksprache mit Ärztin oder Arzt, Apothekerin oder Apotheker
  • Ruhe

Bei anhaltenden Beschwerden oder Fieber sollten Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufsuchen. In manchen Fällen wird die Verschreibung eines Antibiotikums notwendig sein. Dieses sollten Sie in der angegebenen Dosis und Dauer einnehmen.

Antibiotika-Resistenzen verhindern

Die unnötige oder dem Erregerspektrum nicht entsprechende Verordnung von Antibiotika führt zu zunehmenden Resistenzen, also zur Nicht-mehr-Wirksamkeit der Medikamente. Antibiotika sind jedoch wichtige Medikamente in der Behandlung von Infektionen und können Leben retten. Helfen Sie mit, die Wirksamkeit dieser lebensrettenden Medikamente zu erhalten!

Weitere Informationen

Hier finden Sie die Patienteninformation „Brennen beim Wasserlassen“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM).

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. Ildikó Gágyor
E-Mail: gagyor_i@ ukw.de
Telefon: +49 931 201-47800 

Alexandra Greser
E-Mail: greser_a@ ukw.de
Telefon: +49 931 201-47806

Studienassistenz / Hotline:
Christiane Wagner
E-Mail: wagner_c2@ ukw.de
Telefon: +49 931 201-47804


Anschrift

Universitätsklinikum Würzburg | Institut für Allgemeinmedizin | Josef-Schneider-Str. 2 | Haus D7 | 97080 Würzburg | Deutschland