Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs (FBREK)

In fünf bis zehn Prozent der Fälle von Brust- und Eierstockkrebs handelt es sich um Erkrankungen, die familiär gehäuft auftreten. Da das reguläre Brustkrebs-Früherkennungs-Programm hier nicht ausreichend ist, sollten die Betroffenen sich in einem spezialisierten Zentrum beraten lassen.

Das Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs des Universitätsklinikums Würzburg ist Anlaufstelle für Betroffene aus dem Raum Nordbayern und aus benachbarten Gebieten.

Was ist familiärer Brustkrebs?

In den meisten Fällen tritt Brustkrebs sporadisch auf. Fünf bis zehn Prozent der Fälle beruhen jedoch auf einer ererbten Veranlagung, die mit einem gehäuften Auftreten in der Familie einhergeht, oft bereits vor dem 50. Lebensjahr. Auch Männer können erkranken.

Was ist familiärer Eierstockkrebs?

Wie Brustkrebs kann auch Eierstockkrebs familiär gehäuft auftreten. Zum Teil werden die Veranlagung für Brustkrebs und die Veranlagung für Eierstockkrebs gemeinsam vererbt.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Zunächst befragen wir Sie hinsichtlich der in Ihrer Familie aufgetretenen Fälle von Brust- und Eierstockkrebs. Auch andere Krebserkrankungen wie Prostatakrebs, Gebärmutterkrebs, Darmkrebs oder Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) spielen eine Rolle. Durch eine solche Familienanamnese kann festgestellt werden, ob ein erhöhtes Erkrankungsrisiko vorliegt. Unter Umständen kann eine humangenetische Beratung sinnvoll sein. Auch ein Gentest kann zusätzliche Hinweise geben.

Was sind die Konsequenzen?

Für Betroffene mit hohem Risiko sind die regulären Vorsorgemaßnahmen nicht ausreichend. Sie benötigen umfangreiche Früherkennungsmaßnahmen, die in unserem Zentrum durchgeführt werden.

Was bietet das Zentrum?

Im Rahmen einer interdisziplinären Beratung durch Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen Frauenheilkunde, Humangenetik und Psychoonkologie können wir Ihr individuelles Risiko ermitteln. Zudem bieten wir Gendiagnostik und Früherkennungsmaßnahmen für Ratsuchende, die eine familiäre Belastung mit Brustkrebs oder Eierstockkrebs haben.

Nach einer entsprechenden Risikoeinschätzung beraten wir Sie gerne über die Vorteile einer vorbeugenden Entfernung der Eierstöcke und/oder des Brustdrüsengewebes. Durch einen solchen vorbeugenden Eingriff kann in vielen Situationen eine Erkrankung verhindert werden. Wir bieten Ihnen in der Frauenklinik dabei das komplette Spektrum der Brustrekonstruktionen aus einer Hand an.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs.

Ansprechpartner

Porträtfoto von Prof. Dr. med. Achim Wöckel

Prof. Dr. med.
Achim Wöckel

Ärztliche Leitung FBREK

Prof. Dr. med.
Thomas Haaf

Stellvertretende Leitung FBREK

Dr. med.
Tanja Stüber

Ansprechpartnerin des FBREK in der Frauenklinik

+49 931 201-25253

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Hotline FBREK-Zentrum

Telefon: +49 931 31-84084 (Terminvereinbarung humangenetische Beratung und Aufnahme in die intensivierte Früherkennung)

Öffnungszeiten und weitere Details auf der Homepage des Instituts für Humangenetik

Frauen-Poliklinik

Telefon: +49 931 201-25295 (Terminvereinbarung Bildgebung und klinische Untersuchung)

Sprechzeiten

Intensivierte Früherkennung

Dienstag 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Mittwoch 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Interdisziplinäre Befundbesprechung

Mittwoch 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr


Anschrift

Frauenklinik | Universitätsklinikum | Josef-Schneider-Str. 4 | Haus C15 | D-97080 Würzburg | Germany

Institut für Humangenetik | Biozentrum | Am Hubland | D-97074 Würzburg | Germany

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