• Illustrationsbild: Forscherin im Forschungslabor
  • Illustrationsbild: Muskelmaschine für die Forschung
  • Illustrationsbild: Probeentnahmen

Schwerpunkte der Forschung

Die Forschungsschwerpunkte der Herz-Thorax-Chirurgie liegen in der minimal-invasiven Aortenklappenchirurgie und der Roboterchirurgie. Zudem werden Inzidenz und Risikofaktoren der Herzinsuffizienz ein Jahr nach herzchirurgischen Eingriffen (IROCS) untersucht. Im experimentellen Labor werden geskinnte menschliche Herzmuskelfasern hinsichtlich Kontraktilität und Calciumsensitivität analysiert. Prospektive und analytische Studien befassen sich mit der Prävention und Therapie tiefer sternaler Wundinfektionen.

Minimal-invasive Aortenklappenchirurgie

Mittels CT-Untersuchung und langfristiger Nachuntersuchung soll das Outcome der minimal-invasiven Aortenklappenersatzchirurgie mit ballonexpandierenden Klappen im Vergleich zur partiellen Sternotomie untersucht werden.

Ansprechpartner: Dr. med. Khaled Hamouda, Prof. Dr. med. Rainer G. Leyh

Roboterchirurgie

Evaluation des Einsatzes des Da Vinci Xi Surgical System (intuitive Srugical Inc., California, USA) in der minimal-invasiven Herzchirurgie.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Rainer Leyh, Dr. med. Khaled Hamouda

SEIDC Studie

Die Verwendung von geskinnten Herzmuskelfasern aus dem rechten und/oder linken Vorhof erlaubt Untersuchungen zu Kontraktilität und Calciumsensitivität der Myofilamente und Rückschlüsse auf das Kraftpotential humaner Gewebe. Es wurden Erkenntnisse zur Veränderung der Calciumsensitivität bei Herzklappenpathologien (Druck- oder Volumenbelastung bei Aortenklappenstenosen oder Mitralinsuffizienzen) oder Veränderungen der kontraktilen Proteine bei unterschiedlichen Kardiomyopathien gewonnen (Cummins 1982, Wankerl 1990). Im Rahmen eines kardiochirurgisches Eingriffes fallen durch Einsatz der Herz-Lungen-Maschine das rechte Herzohr sowie durch die Exklusion des linken Herzohres zur Schlaganfallprophylaxe sowohl rechts- wie linksaurikuläres Gewebe in der Routine an. Die Untersuchung von rechts- und linksatrialem Gewebe kann als etablierte Basismethode im Experimentellen Labor der Herzchirurgie zur Untersuchung weiterer Fragestellungen dienen, z.B. dem Einfluss des Geschlechts auf die Kontraktilität (Schwertz 1999). Aktuell werden folgende  Fragestellungen untersucht:

  1. Geschlechtsspezifischer Unterschiede der kardialen Kontraktilität als pCa/Force Kurve
  2. Bestimmung der Aktivität und Lokalisation von Enzymen, die mit der diabtischen Kardiomyopathie assoziiert sind (SERCA 2++, ROCK, OGT, OGA)
  3. Geschlechtsspezifische Unterschiede des Auftretens und der Verteilung von Hormonrezeptoren (Estrogen receptors (ER) α and β)
  4. Korrelation der Hormonrezeptoren mit kar- dialer Kraftentwicklung (pCa/Force Kurve)
  5. Zusammenhang des Auftretens von Hormonrezeptoren und der Kraftwerte mit klinischen Endpunkten.


Ansprechpartner: Dr. med. Constanze Bening

Inzidenz und Risikofaktoren der Herzinsuffizienz ein Jahr nach herzchirurgischen Eingriffen (IROCS)

Es gibt keine prospektiven Studien, die Inzidenz oder Risikofaktoren für Herzinsuffizienz nach herzchirurgischen Eingriffen beschreiben. Wir möchten die Inzidenz sowie die Determinanten für Herzinsuffizienz (HI) innerhalb eines Jahres nach herzchirurgischen Eingriffen untersuchen. Basierend auf wenigen retrospektiven Kohorten schätzen wir die Inzidenz in diesem Kollektiv bei etwa 20-25% innerhalb des ersten Jahres. Die bekannten, präoperativ vorhandenen Risikofaktoren sowie postoperative Ereignisse werden als Confounder untersucht und beschrieben. Der Fokus der Studie wird auf den unterschiedlichen operativen Strategien und deren Assoziation mit Herzinsuffizienz liegen (z.B. Operationsdauer, Herz-Lungen-Maschinen-Zeit, Temperatur der Kardioplegie).
Postoperative Prädiktoren für Herzinsuffizienz werden zudem in einem translationalen Ansatz untersucht. Hierbei sollen die direkten Auswirkungen der jeweiligen Operationsmethode auf den entstandenen myokardialen „Schaden“ ausgedrückt durch oxidativen Stress (TRX-1, Renelase) sowie auf Endorganschädigung (renale Aspekte: Creatinin, Cystatin C, Proteinurie, Nephrocheck®, NGAL, HO-1) mittels Biomarkern in Blut/Urin/Gewebeproben beschrieben werden.

Ansprechpartner: Dr. med Attila Magyar

Prävention und Therapie tiefer sternaler Wundinfektinen

Um eine Verbesserung der Versorgung der Patienten mit einer Poststernotomie-Mediastinitis zu erzielen und insbesondere der notwendigen Interdisziplinarität in der komplexen Therapie gerecht zu werden, wurde Herr Dr. Schimmer im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) als Leitlinienkoordinator ernannt. Ziel ist es eine methodisch hochwertige Leitlinie („Management der Poststernotomie-Mediastinitis nach herzchirurgischem Eingriff“), entsprechend der Entwicklungsstufe S3 gemäß der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) zu erarbeiten. An der Leitlinie arbeiten 12 Fachgesellschaften und ein Patientenvertreter aktiv mit. 2017 erfolgte das dritte Konesnsustreffen. Mit der Fertigstellung der S3 Leitlinie ist im Frühjahr 2018 zu rechnen.
Ferner widmete sich Herr Dr. Schimmer klinischen Fragestellungen der herzchirurgischen Intensivmedizin. Hieraus resultierte eine signifikante Reduktion der perioperativen Antibiotikagabe bei herzchirurgischen Patienten.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Christoph Schimmer

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Sprechzeiten Herzchirurgie:

Montag bis Donnerstag 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Freitag 8:30 Uhr bis 13:30 Uhr

Sprechzeiten Thoraxchirurgie:

Dienstag 9:00 bis 15:00 Uhr
Donnertag 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Privatsprechstunde Prof. Dr. med. Rainer Leyh:

Mittwoch 12:30 bis 14:00 Uhr und nach Vereinbarung

Spezialambulanzen

siehe unter Ambulante Behandlung

Sekretariat:
Heike Kempf
+49 931 201-33001

Für Notfälle (Intensivstation, 24 h):
+49 931 201-33461

Leitung:
Prof. Dr. med. Rainer G. Leyh

E-Mail:
info.htc@ukw.de

Fax:
+49 931 201-33009


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A1 | 97080 Würzburg | Deutschland