Ross-Operation zum Ersatz der Aortenklappe

Die Ross-Operation ist ein herzchirurgisches Verfahren, das den Ersatz der Aortenklappe in zwei Schritten durchführt: Die Aortenklappe wird durch die körpereigene Pulmonalklappe ersetzt. An die Stelle der entfernten Pulmonalklappe wird eine fremde menschliche Spenderklappe eingesetzt.

Vorteile der Operation

Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wachsen die Klappen aus menschlichem Gewebe mit und gewähren nach einer Erholungsphase die volle Belastbarkeit ohne Einnahme zusätzlicher Medikamente, insbesondere Blutgerinnungshemmer. Der Verschleiß einer Spenderprothese, die an die Stelle der entnommenen Pulmonalklappe eingesetzt wird, hält sich im natürlichen Rahmen, da auf dieser ein wesentlich geringerer Druck lastet als auf der Aortenklappe.

Wer ist für die Ross-Operation geeignet?

Früher führte man die Ross-Operation vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen mit einer angeborenen Verengung der Aortenklappe durch, um das Mitwachsen der neuen Aortenklappe mit der Größenzunahme des Herzens zu gewährleisten. Aufgrund der ausgezeichneten langfristigen klinischen Ergebnisse wurde im Laufe der etwa 50 Jahre alten Operationsmethode das Einsatzgebiet massiv erweitert. Die Ross-Methode gilt bei der isolierten Aortenklappenerkrankung heute als erstes Mittel der Wahl für Patientinnen und Patienten ab elf und unter 60 Jahre.

Ausschlusskriterien

Da es sich um eine Operation am offenen Herzen handelt, bedeutet der Eingriff für Patientinnen und Patienten in schlechtem Allgemeinzustand eine zu große Belastung. Für Hochbetagte wird die Entscheidung zur Ross-Operation ebenfalls zurückhaltend gestellt. Als klare Ausschlusskriterien gelten:

  • Defekt der eigenen Pulmonalklappe
  • Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom
  • schwere koronare Herzkrankheit
  • stark eingeschränkte Herzfunktion
  • aktive Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis.

Ansprechpartner

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Dr. med.
Armin Gorski

Stellvertretender Klinikdirektor

Portraitfoto: Dr. med. Khaled Hamouda

Dr. med.
Khaled Hamouda

Oberarzt

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