Herztransplantation

Sind alle Möglichkeiten bei einer schweren Herzschwäche ausgeschöpft, bleibt oft nur die Herztransplantation. Dabei wird einer hirntoten Spenderin oder einem hirntoten Spender das Herz entnommen und der Empfängerin oder dem Empfänger eingesetzt.

Warten auf ein Spenderherz

Ist die Entscheidung zur Herztransplantation gefallen, übernimmt das Heart-Team des Transplantationszentrums vom Universitätsklinikum Würzburg alle weiteren Schritte und setzt Sie auf die Warteliste für ein Spenderorgan. Die Wartezeit kann einige Jahre betragen, da sehr viel weniger Spenderherzen als benötigt zur Verfügung stehen.

Kriterien für eine Transplantation

Der Mangel macht es erforderlich, dass nur die Empfängerinnen oder Empfänger mit den höchsten Erfolgsaussichten berücksichtigt werden. Dazu zählt in der Regel ein Alter unter 60 Jahre und keine zusätzliche entzündliche oder infektiöse Allgemeinerkrankung, insbesondere keine Krebserkrankung. Außerdem werden viele Patientinnen und Patienten daher erst im Stadium der erhöhten Dringlichkeit operiert.

Die Herztransplantation

Den Eingriff selbst übernimmt die Herzchirurgie. Zwei unterschiedliche Techniken stehen zur Verfügung:

  • Bei der Operation nach Lower und Shumway werden Anteile der Vorhöfe der Empfängerin oder des Empfängers erhalten und mit den passend geschnittenen Vorhöfen des Spenderherzens vernäht. Der Vorteil liegt im Erhalt der großen, zuführenden Gefäße. Nur die Aorta und Pulmonalarterie müssen mit dem Empfängerherz verbunden werden. Nachteil ist das erhöhte Risiko von Herzrhythmusstörungen aufgrund der Schnittführung durch die Vorhöfe.
  • Bei der total orthotopen Herztransplantation wird das alte Herz von sämtlichen Gefäßen gekappt und entnommen. Im Anschluss wird jedes Gefäß  der Empfängerin oder des Empfängers mit den Gefäßansätzen des Spenderherzens einzeln vernäht.

Beide Eingriffe erfolgen unter Vollnarkose bei eröffnetem Brustkorb unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.

Verlauf

Bei komplikationslosem Verlauf wachen die Patientinnen oder Patienten innerhalb weniger Stunden auf der Intensivstation wieder auf, sind zu diesem Zeitpunkt aber noch an eine Beatmungsmaschine angeschlossen. Die Verlegung auf die Normalstation erfolgt nach ein paar Tagen. Dort findet die langsame Mobilsierung statt. Außerdem werden die Medikamente gegen die Abstoßungsreaktion exakt eingestellt. Nach etwa zwei Wochen folgt die Heilanschlussbehandlung.

Nachsorge

Während die technische Durchführung der Transplantation keine große Schwierigkeit darstellt, so sind Infektionsvermeidung, Nachsorge und Kontrolle, vor allem eine sorgfältige und regelmäßige Abstoßungsdiagnostik, von enormer Bedeutung. Die enge Vernetzung zwischen den verschiedenen medizinischen Disziplinen aus Kardiologie, Herzchirurgie, Radiologie und Pathologie am Transplantationszentrum gewähren jedoch Spitzenmedizin mit persönlicher Betreuung.

Ansprechpartner

Portrait von Ivan Aleksic

Prof. Dr. med.
Ivan Aleksic

Geschäftsführender Oberarzt

Portraitfoto: Dr. med. Ina Schade

Dr. med.
Ina Schade

Oberärztin

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Herzinsuffizienz-Sprechstunde:
Prof. Dr. med. Ivan Aleksic
Dienstag von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

Telefon:

Sophia Schramm:
+49 931 201-33135

Fax:
+49 931 201-33109


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A1 | 97080 Würzburg | Deutschland