Roboterchirurgie

Weltweit sind etwa 2000 Da Vinci-Roboter im Einsatz. Auch das Team der Herzchirurgie des Universitätsklinikums Würzburg führt roboter-assistierte Operationen durch, um minimal-invasive Eingriffe zu präzisieren und zu ermöglichen. In der Herzchirurgie wird die Roboterchirurgie vor allem bei Bypass-Operationen und bei Eingriffen an der Mitralklappe angewandt.

Die Roboterchirurgie ist ein schnell wachsendes Gebiet in der Chirurgie. Sie ermöglicht es, minimal-invasive Eingriffe mit höchster Genauigkeit auszuführen. Das System mit dem Namen Da Vinci besteht aus einer Videotechnik und mehreren Arbeitsarmen.

Durchführung

Die Chirurgin oder der Chirurg sitzt an einer Steuerkonsole und bewegt mit einem Joystick zwei Roboterinstrumente und das optische Gerät. Diese drei Sonden werden vorher per Hand und über kleine Schnitte in den Körper der Patientin oder des Patienten eingeführt und mit dem System verbunden. Mit den Füßen lässt sich die dreidimensionale Kamera steuern, die qualitativ hochwertige Bilder in bis zu zehnfacher Vergrößerung vom Operationsfeld liefert. Ein Infrarotsensor verfolgt die Blicke des Operateurin oder des Operateurs und synchronisiert diese mit den Bewegungen von Endoskop und Roboterarmen zu einem erstarrten, virtuellen Echtzeitbild. Das gesamte Operationsteam verfolgt den Eingriff über Monitore.

Herzoperationen

Die Roboterchirurgie kommt vor allem bei Bypass-Operationen zum Einsatz. Auch zur Reparatur der Mitralklappe wird die computergestützte Möglichkeit genutzt. Eine spezielle Software des Roboters verändert die Bewegungen der mechanischen Arme so, dass sie dem Auf und Ab des Herzmuskels folgen. Dabei werden – im Gegensatz zur Operation durch eine Chirurgin oder einen Chirurg – Vibrationen der Hand elektronisch herausgefiltert. Kleinste Schnitte und Nähte können dadurch mit ruhiger Hand millimetergenau durchgeführt werden.

Weiterer Vorteile

Durch die Computersteuerung haben die Instrumente ein zusätzliches Gelenk und sind wendiger und „gelenkiger“ als die starren Geräte der normalen Schlüssellochtechnik. So können auch Bereiche operiert werden, die dem normalen Zugriff verwehrt sind. Auf diese Weise erweitern sich die Möglichkeiten für einen minimal-invasiven Eingriff. Theoretisch wäre auch die Hinzuziehung einer Expertin oder eines Experten aus einem anderen Krankenhaus per Fernsteuerung möglich.

Sicherheit gewährleistet

Sollte es dennoch zu Komplikationen kommen, ist das Operationsteam jederzeit in der Lage einzuschreiten und durch eine Erweiterung des Zugangs innerhalb weniger Minuten die Komplikation zu beseitigen. 

Ansprechpartner

Potrait von Rainer Leyh

Prof. Dr. med.
Rainer G. Leyh

Klinikdirektor Herz-Thorax-Chirurgie

+49 931 201-33001

Dr. med.
Khaled Hamouda

Oberarzt

Dr. med.
Constanze Bening

Oberärztin

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten:

Öffnungszeiten:  

Privatsprechstunde
Prof. Dr. med. Rainer G. Leyh:
Mittwoch 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Anmeldung über Heike Kempf

Telefon:

Heike Kempf
+49 931 201-33001

E-Mail:
kempf_h@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-33009


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A1 | 97080 Würzburg | Deutschland