Glossar

O
Optische Kohärenz-Tomographie
kurz OCT; neuartiges bildgebendes Verfahren, das vorwiegend in der Augenheilkunde zur Vermessung von Sehnerv und Augenhintergrund genutzt wird
Dabei erstellt ein Infrarotlicht-Laser berührungslos und schmerzfrei Schnittbilder im Mikrometerbereich von Strukturen, die Licht teilweise reflektieren. Durch diese Querschnittsaufnahmen kann beispielsweise die Aushöhlung des Sehnervenkopfs und die Ausdünnung der Nervenfaserbündel rund um den Sehnervenkopf infolge einer Schädigung dargestellt werden. Die OCT wird vor allem zur Diagnose und Verlaufsbeobachtung von Erkrankungen der Netzhautmitte sowie beim Glaukom angewandt. Die Untersuchung dauert wenige Minuten pro Auge. Bei besonderen Fragestellungen wird die OCT aber auch in anderen medizinischen Bereichen genutzt, etwa zur Beurteilung von Herzkranzgefäßen.
Optogenetik
wissenschaftliche Verbindung von optischer Technik und Genetik, mit der Wissenschaftler die Nervenzellen mit extremer Präzision kontrollieren können
Optometrie
Lehre von der Vermessung und Bewertung von Sehfunktionen
Der Aufgabenbereich eines Optikers ist die Optometrie, die Messung und Korrektur von Fehlsichtigkeiten. 
oro-faziale Spaltbildung
Fehlbildung, die entweder als Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder als Gaumenspalte auftritt
Umgangssprachlich wird die Lippenspalte als Hasenscharte und die Gaumenspalte als Wolfsrachen bezeichnet.
Orphan Drugs
Arzneimittel für seltene Krankheiten
Die Vermarktung, Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten sind von Land zu Land unterschiedlich. Aufgrund der mengenmäßig geringen Nachfrage ist das Medikament meist sehr teuer. Die Entwicklung und Produktion des absatzschwachen Medikaments muss meist staatlich gefördert werden.
Orthopädie
Fachbereich der Medizin, der sich mit den Erkrankungen und Fehlbildungen des Bewegungsapparates befasst, also von Knochen, Gelenken, Muskeln oder Sehnen
Orthoptik
Sehtraining bei neuro-ophthalmologischen Erkrankungen durch hochspezialisierte Orthoptistinnen und Orthoptisten; früher als Sehschule bezeichnet
Insbesondere die Stärkung und Blickausrichtung der Augenmuskeln bei Schielen oder Augenzittern stehen dabei im Vordergrund.
orthoptisch
das regelrechte Sehen betreffend; in der Augenheilkunde vor allem der Ausschluss von Schielerkrankungen, aber auch von Sehschwäche, Augenzittern oder anderen Funktionsstörungen
Ein Orthoptist oder eine Orthoptistin trainieren oder behandeln oben angeführte  Krankheitsbilder in sogenannten Sehschulen.
Ösophagus
Speiseröhre