Glossar

S
Schilddrüse
schmetterlingsförmiges Organ, das unmittelbar unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre liegt
Sie produziert mithilfe des aus der Nahrung aufgenommenen Jods die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Tyroxin sowie das für den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel wichtige Kalzitonin. Eine Unterfunktion der Schilddrüse während der Entwicklung führt zu Minderwuchs und Intelligenzminderung. Bei Über- oder Unterfunktion im Erwachsenenalter kommt es zu vielfältigen, zum Teil schwerwiegenden Symptomen.
Schilddrüsenkrebs
bösartige Tumore der Schilddrüse, meist Karzinome
Je nachdem, von welchen Zellen der Tumor ausgeht, unterscheidet man differenzierte, medulläre und undifferenzierte Karzinome. Bemerkt wird die Erkrankung meist durch das Auftreten störender Knoten oder frühzeitig bei einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Zur Behandlung werden in der Regel Operation und Radiojodtherapie kombiniert. Das Schilddrüsenkarzinom ist eine seltene Erkrankung; die Heilungsaussichten sind bei rechtzeitiger Behandlung im Allgemeinen gut.
Schizophrenie
Gruppe schwerer psychischer Krankheitsbilder mit ähnlichem Symptommuster
Es tritt eine Vielzahl charakteristischer Störungen auf, die fast alle Bereiche der Psyche betreffen, wie etwa Stimmenhören, Verfolgungswahn, Halluzinationen jeder Sinnesmodalität und Gedankenentzug.
Schlaf-Apnoe-Syndrom
Schlafstörung, die mit Schnarchen und nächtlichen Atemaussetzern einhergeht
Folgen sind unter anderem Tagesmüdigkeit und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Man unterscheidet zwischen Formen, deren Ursache im Gehirn liegt, und solchen, denen ein Verschluss der Atemwege zugrunde liegt. 
Schlafedukation
Schlaferziehung; Vermittlung von Wissen und Tipps, wie ein gesunder Schlaf gefördert werden kann
Dazu zählen auch die Reflexion des eigenen Schlafverhaltens und entsprechende Änderungsvorschläge.
Schlemm-Kanal
auch Schlemm'scher Kanal; zentraler Abflusskanal für das Kammerwasser im Auge
Nach seinem Entdecker benannt, befindet er sich im Rand der vorderen Augenkammer, im sogenannten Kammerwinkel, der die Stelle bezeichnet, wo Hornhaut und Iris zusammenstoßen.
Schluckecho
auch transösophageale Echokardiographie (Herzultraschalluntersuchung); Ultraschalluntersuchung des Herzens mittels eines biegsamen Schlauches mit einer Ultraschall-Sonde, der über die Speiseröhre (Ösophagus) auf Herzhöhe vorgeschoben wird
Durch Aufnahmen von der Körpermitte aus fallen störende Strukturen wie Muskeln und Rippen weg. Die gewonnenen Bilder sind präziser als bei einer Herzultraschalluntersuchung von außen.
Schwannsche Zellen
Zellen, die bestimmte Nervenfasern außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks als Hülle und Stütze wie eine Isolierschicht umgeben, sie stabilisieren und mit Nährstoffen versehen
Diese fetthaltige Isolierhülle besteht aus Myelin und ist in bestimmten Abständen unterbrochen, um die sogenannten saltatorische, die sprunghafte und dadurch sehr schnelle Weiterleitung der elektrischen Reizung zu ermöglichen Die Myelinscheide ist entscheidend für die Leitfähigkeit der Nervenfasern.
Schwellkörperinjektionstest
kurz SKIT; Testverfahren, um Durchblutungsstörungen als Ursache einer erektilen Dysfunktion (ED) zu ermitteln oder auszuschließen
Nach Injektion eines gefäßerweiternden Medikaments in den Penis wird versucht, eine künstliche Erektion zu erzeugen. Mit Ultraschall wird dabei der arterielle Blutzufluss in den Schwellkörper gemessen.