Glossar

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Aderhaut
auch Chorioidea; gefäßführende Hautschicht des hinteren Augapfels, die zwischen Lederhaut und Netzhaut liegt
Mit ihrem Geflecht aus Blutgefäßen versorgt und ernährt sie die benachbarten Strukturen im Auge. Der Blutfluss zählt zum stärksten im gesamten Organismus. 
adrenogenitales Syndrom
kurz AGS; übergeordneter Begriff für mehrere Krankheiten, bei denen es in der Folge zu einer vermehrten Produktion männlicher Sexualhormone in der Nebenniere kommt
Beim AGS ist die Bildung von Steroidhormonen gestört. Unbehandelt führt die Überproduktion männlicher Sexualhormone bei Knaben zu beschleunigter Pubertät, eingeschränktem Körperwachstum und verminderter Fruchtbarkeit. Bei Mädchen bewirkt AGS männliches Aussehen, stark entwickelte Muskulatur, Bartwuchs und Ausbleiben der Regelblutung.
Anästhesie
bezeichnet die Schmerzausschaltung während eines Eingriffs; von griechisch: Empfindungslosigkeit
Atopie
genetische Veranlagung zur Produktion einer bestimmten Sorte von Antikörpern, sogenannten IgE-Antikörpern, gegen bestimmte Substanzen, die man auch atopische Allergene nennt
Dazu gehören Eiweißmoleküle aus Pollen, Milben, Schimmelpilzsporen, Tierbestandteilen und Nahrungsmitteln. Die Atopie kann sich in verschiedenen Krankheitsbildern manifestieren, etwa in allergischem Asthma, allergischer Rhinitis (Heuschnupfen), atopischen Ekzemen (Neurodermitis) oder Nahrungsmittelallergien.
AV-Knoten-Reentry-Tachykardie
kurz AVRNT; Herzrhythmusstörung, die durch ein anfallsweises Herzrasen gekennzeichnet ist
Hervorgerufen wird sie durch eine fehlgeleitete kreisende Erregungsausbreitung im AV-Knoten. Dieser befindet sich in der Wand zwischen rechtem und linkem Vorhof an der Grenze zur Herzkammer und leitet im Normalfall von dort den vorgegebenen Impuls des rechten Vorhofs an die Kammern weiter. 
Binge-Eating
Essstörung, die durch übermäßige, häufige Heißhunger- und Essattacken gekennzeichnet ist
Brust-MRT
auch MR-Mammographie oder Magnet-Resonanz-Mammographie; Untersuchung der weiblichen Brust mithilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie, die als Ergänzung zur Röntgen-Mammographie bei speziellen Fragestellungen eingesetzt wird
dissoziative Störung
von lateinisch dissociatum: auseinanderdriftend, getrennt; Oberbegriff für mehrere Krankheiten, die durch eine Abspaltung, ein Losgelöstsein von Persönlichkeitsmerkmalen, Sinneswahrnehmungen, Bewegungsmustern oder Erinnerungen gekennzeichnet ist
Betroffene empfinden zum Beispiel plötzlich keinen Hunger mehr oder hören etwas, ohne den Sinn zu verstehen.
Echtzeit-MRT
Echtzeit-Magnet-Resonanz-Tomographie
Untersuchungsverfahren auf der Basis der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT), das eine Abfolge von Bildern oder einen Film liefert und damit Aufschluss über Bewegungsabläufe im Körper gibt.