Glossar

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Aldosteron
Hormon der Nebennierenrinde, das den Mineralhaushalt des Körpers regelt
Es bewirkt, dass die Niere Natrium zurückhält und vermehrt Kalium ausscheidet. Dadurch erhöht sich das Flüssigkeitsvolumen im Organismus und der Blutdruck steigt. Das Hormon zählt zur den sogenannten Mineralkortikoiden.
Conn-Syndrom
auch als primärer Hyperaldosteronismus bezeichnet; vermehrte Produktion des Hormons Aldosteron in der Nebennierenrinde, meist aufgrund eines gutartigen Tumors
Typische Symptome sind erniedrigtes Kalium, erhöhtes Natrium und ausgeprägter Bluthochdruck. Nach aktuellen Untersuchungen stellt ein Conn-Syndrom die häufigste, behandelbare Ursache eines Bluthochdrucks dar, so dass vor allem bei jüngeren Patientinnen und Patienten oder schwer einstellbarem Bluthochdruck ein Conn-Syndrom ausgeschlossen werden sollte.
Glukokortikoid
Hormone, die in natürlicher Form von der Nebennierenrinde gebildet und in synthetischer Form (zum Beispiel als Prednison oder Prednisolon) als Medikamente eingesetzt werden
Sie unterdrücken und modulieren das Immunsystem, etwa bei überschießenden oder unerwünschten Entzündungsreaktionen, bei Autoimmunerkrankungen oder bei Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen. 
Kortisol
Hormon der Nebennierenrinde, das in vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle spielt
Es stellt die Energieversorgung des Körpers sicher, hat Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, ist an der körpereigenen Immunabwehr beteiligt und unterdrückt Entzündungsreaktionen. Das zur Gruppe der Glukokortikoide zählende Hormon gilt als das wichtigste Stresshormon des Körpers.
Kortison
ein Glukokortikoid; Hormon, das in den Nebennieren als Cortisol gebildet wird
Glukokortikoide spielen in vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle: Sie mobilisieren die Energiereserven, hemmen Entzündungsreaktionen und unterdrücken Immunreaktionen. Diese Wirkungen nutzt man therapeutisch durch den gezielten Einsatz synthetisch hergestellten Kortisons, das zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten zählt. 
MIBG-Spect
Nuklearmedizinische Untersuchung des sympathischen Nervensystems bei Nebennierentumoren oder zur Abgrenzung eines Morbus Parkinson von einer Multisystematrophie
Nebennieren
drüsige Organe, die am oberen Rand der Nieren liegen
Man unterscheidet das Mark, in dem Blutdruck regulierende Hormone gebildet werden, und die Rinde, die Hormone für Salzhaushalt, Zuckerhaushalt, Fettstoffwechsel und Vorstufen von Geschlechtshormonen produziert.
Phäochromozytom
hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks
In seltenen Fällen entsteht der Tumor auch im sympathischen Nervengeflecht, das entlang der Wirbelsäule verläuft. Hauptsymptom ist stark erhöhter Blutdruck.  
Viszeralchirurgie
medizinische Fachdisziplin, die sich mit der operativen Behandlung innerer Organe beschäftigt, insbesondere Bauchorgane, Speiseröhre, Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und Nebennieren