Glossar

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AV-Knoten
sekundäres und regulatorisches Schrittmacherzentrum im Herzen
Der Atrioventrikularknoten, kurz AV-Knoten oder Aschoff-Tawara-Knoten, ist ein Geflecht aus spezifischen Muskelfasern, der die Erregungsimpulse vom Vorhof aufnimmt und in die Herzkammern weiterleitet. Er sitzt im unteren Bereich des rechten Vorhofs nahe der Scheidewand und ist Teil des Reizleitungssystems des Herzens. Falls die Impulse des primären Schrittmachers, dem Sinusknoten, krankheitsbedingt ausfallen, springt der AV-Knoten ein und übernimmt dessen Funktion. Umgekehrt blockiert er Erregungen des Vorhofs, wenn deren Frequenz – wie etwa beim Vorhofflimmern – zu hoch liegen. Somit hat der AV-Knoten auch eine regulatorische Funktion.
supraventrikulär
wörtlich: oberhalb der Herzkammer, den Vorhof betreffend
Bei supraventrikulären Herzrhyhtmusstörungen beispielsweise liegt die Ursache im Vorhof.
supraventrikuläre Tachykardie
kurz SVT; Sammelbegriff für Herzrhythmusstörungen, die im oberen Teil des Herzens, den Vorhöfen, entstehen und eine Tachykardie auslösen
Typisch ist eine anfallsweise einsetzende, rasche Herzfrequenz von 130 bis 200 Schlägen pro Minute.
ventrikulär
die Herzkammer betreffend
Bei ventrikulären Herzrhythmusstörungen beispielsweise liegt die Ursache in der Herzkammer.
ventrikuläre Extrasystolie
kurz VES; Herzrhythmusstörung, die sich als Herzstolpern manifestiert
Durch einen Impuls, der zwar von der Herzkammer ausgeht, aber außerhalb des normalen Erregungsleitungssystems des Herzens liegt, zieht sich die Herzkammer zusammen. In dieser Phase kann die Herzkammer aber durch den regelrechten Impuls vom Vorhof nicht erregt werden und der Herzschlag setzt aus. Vereinzelte Extrasystolen hat jeder Mensch und sind nicht behandlungsbedürftig.