Unsere Forschungsschwerpunkte

Hämatologische und internistisch-onkologische Forschungsschwerpunkte

Verschiedene Arbeitsgruppen beschäftigen sich in breiten In-vitro- und In-vivo-Ansätzen mit der Therapie des Multiplen Myeloms, anderer lymphatischer Neoplasien, der Optimierung der Allogenen Stammzelltransplantation und translationaler und klinischer Forschung im Bereich gastrointestinaler Tumoren mit Schwerpunkt Magen-Karzinom, kolorektales Karzinom, Pankreaskarzinom. H. Einsele und S. Knop leiten die Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom, in der in Studien in den letzten 14 Jahren mehr als 4.000 Patienten mit Multiplem Myelom behandelt wurden und die von der Wilhelm-Sander Stiftung geförderte Therapieeinheit Multiples Myelom. In einem EU geförderten Konsortium EU FP7 Optatio werden neue Tiermodelle und Biomarker beim Multiplen Myelom entwickelt. In aktuellen Studien werden neueste Techniken der allogenen Stammzelltransplantation, Nabelschnurbluttransplantation, haploidente Stammzelltransplantation, adoptive Immuntherapie im Rahmen der Transplantation in nationalen und internationalen Studien, die von Würzburger Wissenschaftlern geleitet werden, umgesetzt. Förderung im Rahmen eines neuen EU FP7 Consortiums (T-Control, Coordinator: H. Einsele), des BMBF (PI: U. Grigoleit) und der José Carreras Stiftung /  Sander-Stiftung (S. Mielke).
Ein dritter Schwerpunkt der Klinik ist die Entwicklung von immuntherapeutischen Strategien auf der Basis von neuen Antikörperkonstrukten (bispezifische, trispezifische Antikörper und chimärische Antigenrezeptoren tragende T-Zellen). T. Bumm, M. Topp,
R. Bargou, H. Wajant, L. Rasche und M. Hudecek mit seiner Max-Eder-Nachwuchsgruppe "CAR-T-Zell-Engineering" generieren neue Antikörperkonstrukte und genmodifizierte T- Zellen. Aktuell wird von Würzburger Wissenschaftlern eine internationale Zulassungsstudie bei der ALL geleitet, weitere Early Clinical Trials auf dem Gebiet der Magen-Darm-Tumoren mit Schwerpunkt Magenkarzinom, Pankreaskarzinom und Peritonealkarzinose werden durchgeführt (V. Kunzmann). Die immuntherapeutischen Ansätze, vor allem die CAR-T-Zell-Entwicklung, wird unterstützt durch Zuschüsse aus dem BMBF, der EU, der Deutschen Krebshilfe und der Myeloma Crowd Research Initiative.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Hermann Einsele, Prof. Dr. med. Ralf C. Bargou, Univ.-Prof. Dr. Max. S. Topp, Prof. Dr. med. Stefan Knop, Dr. Thomas Bumm, Dr. Michael Hudecek, PD Dr. med. Götz Ulrich Grigoleit, Prof. Dr. med. Stephan Mielke, Prof. Dr. Volker Kunzmann

Gastroenterologische Forschungsschwerpunkte

Etablierung einer Tumorbank mit Schwerpunkt Magenkarzinom und kolorektale Karzinome und Entwicklung neuer Therapiekonzepte beim Magen- und Pankreaskarzinom (innovative Kombinationen von Signaltransduktionsinhibitoren, neue gewebsgängige Zytostatika).

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Michael Scheurlen, Dr. Walter Burghardt, Dr. med. Stanislaus Reimer

Hepatologische Forschungsschwerpunkte

  • Grundlagenforschung: molekulare Mechanismen entzündlicher Leber- und Systemerkrankungen, Schwerpunkt Signalwege verschiedener Zytokine
  • Klinisch-translational: metabolische Lebererkrankungen, Leberzellkarzinom sowie Virushepatitis B und C. Etablierung prospektiver Kohortenstudien mit Biobanken in den Bereichen nicht-alkoholische Fettleber (Zusammenarbeit mit Adipositaszentrum) und Leberzellkarzinom (internationale TRANSFER Studiengruppe, Kooperation mit Nuklearmedizin bezüglich intratumoralem Sorafenib-Transport). Mehrere Investigator-initiierte Studien im Bereich nicht-alkoholische Fettleber und Leberkrebs laufen bzw. sind in Vorbereitung.
  • Weitere Projekte: Rolle des intestinalen Mikrobioms, enterohepatische Signale sowie relevante hepatische miRNAs in der Pathophysiologie der humanen Fettlebererkrankung und Antizytokin-Strategien im murinen Fettlebermodell. Interdisziplinäre Projekte mit der Hämato-Onkologie beschäftigen sich mit dem Einfluss des intestinalen Mikrobioms auf den Krankheitsverlauf bei Leukämie-Patienten.
  • Neuer Forschungsschwerpunkt ist die enterohepatische Funktionsdiagnostik (O. Götze): longitudinale Studien zur prädiktiven Wertigkeit von 13C-Atemtestverfahren (Methionin, Methacetin) bei chronischen Lebererkrankungen und Leberkrebs.

Forschungsförderung durch Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Schweizerischen Nationalfond (SNF), Else-Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS), das Zentrum für integrative Humanphysiologie (ZIHP) der Universität Zürich sowie Velux-Foundation und Wilhelm-Sander-Stiftung.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Andreas Geier, Dr. Theodor Robert Helmut Kudlich, PD Dr. Heike Hermanns, PD Dr. med. Oliver Götze, Dr. Monika Rau, Dr. Johannes Weiß

Immunologische / rheumatologische Forschungsschwerpunkte

Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung für Klinische Immunologie/Rheumatologie umfasst die Modulation des B-Zell-Repertoires in Autoimmunerkrankungen. Spezifische Themen sind die Modulation des Memory-B-Zell-Kompartiments durch neuartige Zytokin-Targets. Weitere Themen sind die Immunrekonstitution bei Patienten mit immunologischen Erkrankungen, intensivere Formen der Immunsuppression wie autologe Stammzelltransplantation, kardiovaskuläre Komorbidität bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, die Entwicklung von Biomarkern für die Überwachung der Behandlung von Autoimmunerkrankungen und die pathologische Immunregulierung in der systemischen Sklerose.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Hans-Peter Tony, Dr. Marc Schmalzing

Infektiologische Forschungsschwerpunkte

Neue Therapieansätze bei der HIV-Infektion in frühen und Phase-III-Studien (klinisches Studienzentrum im internationalen HIV-Studiennetzwerk „INSIGHT“; International Network for Strategic Initiatives in Global HIV Trials des National Institutes of Health/USA). Initiiert im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs IRTG1522 „HIV/AIDS and associated infectious diseases in Southern Africa“ werden Projekte zum Therapeutischen Drug Monitoring antiretroviraler Substanzen durchgeführt. International sichtbare Expertise in Therapiestrategien bei chronischer Hepatitis B und C (zahlreiche Phase-II- und -III-Studien zu direkten antiviralen Wirkstoffen zur Therapie der Hepatitis C, Pharmakokinetik und Drug Monitoring antiviraler Substanzen). Ein weiterer Forschungsschwerpunkt sind die Infektionen bei immunsupprimierten Patienten mit therapeutischem Drug Monitoring von Antimykotika (W. Heinz). Die Untersuchungen zur Diagnostik, Risikofaktoranalyse, Biomarkerbestimmung und neuen (immun-)therapeutischen Entwicklungen bei invasiven Pilzinfektionen bei immunsupprimierten Patienten (J. Löffler, A. Ullmann) werden von vom BMBF, Sander-Stiftung und von EU-Programmen (EraNet PathoGenoMICs/AspBio-MICS, NanoII), BayImmuNet und einem von H. Einsele als stellvertretender Sprecher mitkoordinierten SFB/TR124 gefördert.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Andrew Ullmann, Prof. Dr. Hartwig Klinker, PD Dr. Werner Johannes Heinz, Dr. Susanne Wiebecke, Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Löffler, Prof. Dr. med. Hermann Einsele

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Telefon:  

Direktor: Prof. Dr. Hermann Einsele

Sekretariat: Brigitte Schäfer
+49 931 201-40001

E-Mail:

Sekretariat:
direktion_med2@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-640001


Anschrift:

Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums | Zentrum Innere Medizin (ZIM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A3 | 97080 Würzburg | Deutschland