Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom, HCC)

Das Leberzellkarzinom ist die fünfthäufigste Krebserkrankung weltweit. Man geht davon aus, dass sich die Erkrankungszahlen seit den 70er Jahren verdoppelt haben, was vor allem durch die Zunahme der Hepatitis-C-Infektionen zu erklären ist. Wir bieten interdisziplinäre Diagnostik und Therapie auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.

In einigen fortgeschrittenen Fällen bieten wir auch innovative Behandlungsmethoden im Rahmen klinischer Studien an.

Was sind die Ursachen?

Das Leberzellkarzinom tritt am häufigsten bei Patientinnen und Patienten mit einer Leberzirrhose auf. Im Gegensatz zur chronischen Hepatitis C kann sich bei der chronischen Hepatitis B auch ein Leberzellkarzinom entwickeln, ohne dass eine Leberzirrhose besteht. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass auch Übergewicht und Diabetes mellitus wichtige Risikofaktoren sind.
Bei einer Leberzirrhose werden aus diesem Grund halbjährliche Ultraschall-Untersuchungen der Leber gemacht, sodass Leberzellkarzinome in einem früheren Stadium entdeckt werden und damit auch besser behandelt werden können.

Wie wird ein Leberzellkarzinom festgestellt?

Die Diagnose wird in der Regel mittels Gewebeentnahme (Biopsie) und anschließender feingeweblicher Untersuchung gestellt. Bei Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose ist die Diagnosestellung in einigen Fällen auch nicht-invasiv mit der Kontrastmittel-Sonographie und der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) möglich.

Wie sieht die Behandlung aus?

Wie das Leberzellkarzinom behandelt wird, hängt vor allem vom Stadium der Erkrankung ab. In frühen Stadien ist durch eine Operation oder eine Lebertransplantation eine Heilung möglich. Als Alternative zur Operation kommen spezielle Verfahren zur Tumorentfernung wie RFA oder Alkoholinstillation infrage. Eine transarterielle Chemoembolisation (TACE) kommt dann zum Einsatz, wenn aufgrund der Größe oder Anzahl der Tumoren keine Heilung mehr möglich ist. Weit fortgeschrittene Tumoren werden mit einer Chemotherapie behandelt.

Operation

Durch eine operative Entfernung des Tumors ist zwar eine Heilung möglich, jedoch kommt diese nur in wenigen Fällen infrage, da durch die Grunderkrankung die Leberfunktion häufig eingeschränkt ist. In den letzten Jahren wurden Verfahren entwickelt, die das Wachstum der Leber anregen, sodass in einigen Fällen eine Operation ermöglicht wird. Andernfalls kann man eine Lebertransplantation in Erwägung ziehen.

Minimal-invasive Verfahren

Neben der offenen Operation kommen eine Reihe minimal-invasiver Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören die Zerstörung des Tumorgewebes durch Hitze (Radiofrequenzablation / RFA), Injektion von Alkohol (Alkoholinstallation) oder durch Unterbinden der Blutzufuhr (transarterielle Chemoembolisation / TACE).

 

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