Schwerpunkte der Forschung

Forschungsschwerpunkte der Neurologischen Klinik und Poliklinik umfassen die Themen Morbus Parkinson und andere Bewegungsstörungen einschließlich deren Behandlung mittels tiefer Hirnstimulation, neuroimmunologische Erkrankungen, die Schlaganfallmedizin, neuromuskuläre Erkrankungen mit spezieller Neurophysiologie und Nerv-/Muskelpathologie, Epilepsie, Schmerz und die neurologische Intensivmedizin. Neu eröffnet in 2015 wurde eine neurogeriatrisch-neurorehabilative Station. Integriert sind die Experimentelle Entwicklungsneurobiologie mit Elektronenmikroskopie (Prof. Martini) und das Liquorlabor sowie eine seit 2013 vom IZKF-geförderte Nachwuchsgruppe „Imaging for molecular biomarkers for clinical heterogeneity and disease progression in Parkinson's disease“ (Prof. Isaias) in Kooperation mit der Nuklearmedizinischen Klinik. Gemeinsam mit der Psychiatrischen Klinik wird eine neurogerontopsychiatrische Tagesklinik betrieben, in der bis zu 18 geriatrische Patienten mit neuropsychiatrischen Störungen interdisziplinär behandelt werden können. Neurologischer Schwerpunkt der Tagesklinik ist die multimodale Behandlung von Patienten mit Parkinson-(plus-)Krankheit.

Morbus Parkinson und neurodegenerative Erkrankungen

  • Tiefe Hirnstimulation: Klinisch neurophysiologische und tierexperimentelle Untersuchungen zu den Wirkmechanismen, akute und chronische („Brain-Radio“) intrakranielle Ableitungen bei Bewegungsstörungen, Entwicklung verbesserter Stimulationsmethoden
  • Kinematiklabor und Ganglabor: Objektivierung von Therapieeffekten bei Bewegungsstörungen, Untersuchungen zur Pathophysiologie von Gangstörungen
  • Pathogenese der Dystonie an Nagermodellen
  • Nutzen der Hautbiopsie zur Frühdiagnose der Parkinson-Krankheit
  • Molekulares Imaging (PET; SPECT) bei Bewegungsstörungen
  • Genetik seltener Bewegungsstörungen

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Jens Volkmann, Dr. med. Frank Steigerwald, PD Dr. med. Chi Wang Ip, Prof. Dr. Dr. med. Ioannis U. Isaias, Prof. Dr. med. Claudia Sommer, Univ.-Prof. Dr. med. Cordula Matthies, Prof. Dr. med. Andreas Buck, PD Dr. med. Kathrin Doppler

Schlaganfall

  • Untersuchung der molekularen Mechanismen der Thrombenbildung und Inflammation („Thrombo-Inflammation“)
  • Entwicklung risikoärmerer Methoden der Thrombozytenhemmung (Kooperation Prof. Nieswandt, RVZ und SFB 688)
  • Mechanismen der Hirnödembildung beim Schlaganfall und Hirntrauma (Kooperation Neurochirurgie)
  • Wechselwirkung zwischen Herz- und Hirnfunktion bei Herzinsuffizienz und Schlaganfall (DZHI)
  • Schlaganfall-Telemedizinnetzwerk TRANSIT-Stroke inkl. epidemiologischer Begleitforschung (Kooperation Prof. Heuschmann, IKE-B)
  • Internationale Schlaganfall-Therapiestudien
  • Schlaganfallzentrum am UKW, neurovaskuläres Board und zerebrovaskuläre Ambulanz

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Wolfgang Müllges, Prof. Dr. med. Guido Stoll

Neuromorphologie, Schmerzforschung und Antikörper-assoziierte Erkrankungen

  • Pathophysiologie neuropathischer und chronisch-generalisierter Schmerzen mit Focus auf der neuro-immunen Interaktion und deren molekularer Regulation
  • Untersuchung der Schnittstelle Haut-Nerv
  • Pathophysiologie von Neuropathien und der Small-fiber-Pathologie u.a. bei M. Fabry- und Fibromyalgie-Syndrom
  • Pathophysiologie Antikörper-assoziierter Erkrankungen des ZNS und PNS
  • Internationale Schmerz- und Neuropathie-Therapiestudien

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Claudia Sommer, Prof. Dr. med. Nurcan Üçeyler, PD Dr. med. Kathrin Doppler

Multiple Sklerose und Neuroimmunologie (Klinische Forschungsgruppe) mit Neuroimaging und Liquorlabor

  • Neuroimaging: Entwicklung und Validierung von neuen Methoden zur in-vivo Darstellung von Entzündungsprozessen im Nervensystem mittels MRT und PET (in Kooperation mit Prof. P. Jakob, Physik V, und Prof. S. Samnick, Nuklearmedizin)
  • Pathogenese der Multiplen Sklerose und Polyneuritis an Modellen
  • Molekulare Mechanismen der Störung der Blut-Hirn-Schranke
  • Molekulare Biomarker der Multiplen Sklerose
  • Internationale Therapiestudien
  • Untersuchungen zur Bedeutung von autoreaktiven Antikörpern in der Diagnostik und  Prognose neurologischer Erkrankungen

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Guido Stoll, Dr. med. Sebastian Doerck, Dr. med. Isabel Brecht, Dr. med. Axel Haarmann

Kooperationspartner: Prof. Dr. rer. nat. Peter Jakob (Physik V), Prof. Dr. rer. medic. Samuel Samnick (Nuklearmedizin); unter Beteiligung der Arbeitsgruppe Experimentelle Entwicklungsneurobiologie

Experimentelle Entwicklungsbiologie

  • Erforschung der Pathomechanismen bei genetisch bedingter Demyelinisierung im zentralen und peripheren Nervensystem sowie von neurodegenerativen Erkrankungen, unter Zuhilfenahme spontaner und teilweise selbstgenerierter Mausmutanten, mit Schwerpunkt auf der Beteiligung des Immunsystems als „disease amplifier“
  • Immunmodulation als Therapieoption von gemeinsamen Krankheitsendstrecken in Mausmodellen der Multiplen Sklerose, leukodystrophischen und Speicher-Erkrankungen sowie erblichen peripheren Neuropathien
  • Analyse der Schädigung der Glia, des axonalen Transportes und von Synapsen mittels konfokaler und Elektronenmikroskopie
  • Etablierung translationalorientierter Analysemethoden, wie elektronische Ganganalysen (CatWalk) und optische Kohärenztomographie bei Mäusen

Ansprechpartner:Prof. Dr. rer. nat. Rudolf Martini, Dr. rer. nat. Janos Groh, Dr. rer. nat. Dennis Klein

Klinische Neurophysiologie und Motoneuronerkrankungen

  • Diagnostik bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und Erkrankungen des Zentralnervensystems mit über 25.000 Einzeluntersuchungen im Jahr
  • Koordination des Neuromuskulären Zentrums und Mitwirkung im Muskuloskelettalen Centrum Würzburg (MCW)
  • Entwicklung neurophysiologischer Parameter zur Erfassung des Krankheits- und Therapieverlaufs bei Multipler Sklerose und Motoneuronerkrankungen
  • Grundlagenwissenschaftlich orientierte molekulargenetische Untersuchungen befassen sich mit der Aufdeckung von Erkrankungsmodulatoren bei sporadischer und familiärer ALS (im Verbindung mit dem Institut für Klinische Neurobiologie, Prof. M. Sendtner)

Ansprechpartner: PD Dr. med. Daniel Zeller, PD Dr. med. Chi Wang Ip

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Freitag 07:30 Uhr bis 13:30 Uhr

Telefon:  

Pforte/Vermittlung:
+49 931 201-24621

Terminvereinbarung Privatambulanz:
Gabriele Brünner:
+49 931 201-23752

Direktion:
Prof. Dr. Jens Volkmann
+49 931 201-23751

E-Mail:

Direktionssekretariat:
Annegret Hauck
hauck_a3@ ukw.de

Prof. Dr. Jens Volkmann
nl_ambulanz@ukw.de

Fax:
+49 931 201-23946


Anschrift:

Neurologische Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Josef-Schneider-Str. 11 | Haus B1 | 97080 Würzburg | Deutschland