Neuroradiologisches Referenzzentrum für HIT-Studien

In Deutschland gibt es pro Jahr etwa 450 bis 500 Neudiagnosen kindlicher Hirntumoren. Um bei dieser, verglichen mit anderen Erkrankungen, geringen Anzahl eine hohe Versorgungsqualität zu erreichen, erfolgt die Behandlung nahezu aller Tumoren im Rahmen von Studien. Koordiniert werden diese über das Behandlungsnetzwerk für Kinder mit Hirntumoren HIT, das eine Vielzahl internationaler Kooperationen pflegt. Unser Institut ist als Referenzzentrum für die zentrale Beurteilung der bildgebenden Untersuchungen zuständig.

Behandlung im Rahmen von HIT-Studien

Innerhalb des Netzwerks werden die Kinder heimatnah in einer kinderonkologischen Klinik betreut. Die zentrale Koordination und Therapieempfehlung erfolgt durch eine auf den jeweiligen Tumor spezialisierte Studienzentrale, welche Empfehlungen an die lokale Klinik gibt und für Beratungen zur Verfügung steht.

Um in diesem System eine einheitliche und hohe Qualität in Diagnostik und Therapie zu erreichen, wird das Gewebematerial zentral durch ein neuropathologisches Referenzzentrum beurteilt. Das Nervenwasser wird durch ein zentrales Referenzzentrum für Liquordiagnostik untersucht, strahlentherapeutische Referenzzentren geben die Therapieempfehlungen.

Unser Institut ist als neuroradiologisches Referenzzentrum für die Beurteilung der bildgebenden Diagnostik – überwiegend mit MRT, zum Teil auch mit CT – zuständig und wurde dafür von der Gesellschaft für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie (GPOH) beauftragt.

Wie läuft die Beurteilung durch das Referenzzentrum ab?

Für die Beurteilung werden die extern angefertigten Untersuchungen über speziell gesicherte Datenleitungen von den Kliniken an das Referenzzentrum in Würzburg geschickt. Auf dem gleichen sicheren Weg werden die Beurteilungen an die jeweilige Studienzentrale und an die lokalen Kliniken zurückgesandt. Diese Beurteilungen sind Grundlage für den Einschluss in die Studie beziehungsweise für die Zuordnung innerhalb der Studie. Sie dienen der Qualitätskontrolle der Bildgebung und sind Grundlage der Behandlungskontrolle.

Was sind die Ziele von HIT?

Ziel ist es, bei diesen relativ seltenen Tumoren eine große Erfahrung und Spezialisierung bei heimatnaher Betreuung zu gewährleisten. Nachdem in den letzten Jahrzehnten eine Lebensverlängerung beziehungsweise das Ausheilen der Erkrankungen primäre Ziele der Studien waren, rücken aktuell die Erhaltung beziehungsweise Verbesserung der Lebensqualität sowie die Reduzierung der Krankheits- und Therapiefolgen in den Fokus.

Das Neuroradiologische Referenzzentrum wird unterstützt durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung.

Logo der Kinderkrebsstiftung

Ansprechpartner

Dr. med.
Brigitte Bison

Funktionsoberärztin

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten

Anmeldung und telefonische Terminvergabe

Montag bis Freitag
7:30 bis 16:00 Uhr

Sekretariat und Sprechstunde Prof. Pham

Montag
7:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag
7:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag
7:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Gefäß- und Aneurysma-Sprechstunde

Montag bis Freitag:
9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon

Anmeldung und Terminvergabe
+49 931 201-34800

Sekretariat Prof. Pham
+49 931 201-34805

NOTFALL-RUFNUMMER

für Anfragen auswärtiger Krankenhäuser
24h-Dienstarzt für Schlaganfall-Thrombektomie
Telefon: +49 931 201-34125

E-Mail

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Sekretariat Prof. Pham
hauck_a4@ ukw.de, schmitt_s9@ ukw.de

Fax

Sekretariat
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+49 931 201-34685


Anschrift

Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Josef-Schneider-Str. 11 | Haus B1 | 97080 Würzburg | Deutschland