18. Präsentationsrunde wissenschaftlicher Forschungsprojekte des Interdisziplinären Zentrums für Suchtforschung der Universit

15.11.2017

13:00 Uhr - 16:00 Uhr

Zentrum für Psychische Gesundheit (ZEP)

Liebe Mitglieder des IZSW,
sehr geehrte Gäste,

auch dieses Jahr ist es uns gelungen, ein breites Spektrum von Abhängigkeitserkrankungen und süchtigen Verhaltens abzudecken.

Liebe Mitglieder des IZSW,sehr geehrte Gäste,auch dieses Jahr ist es uns gelungen, ein breites Spektrum von Abhängigkeitserkrankungen und süchtigen Verhaltens abzudecken. Unser Gastreferent Herr Dr. Adrian Meule von der Universität Salzburg und Alumni der hiesigen Alma mater wird zu Beginn mit dem Phänomen der Nahrungsmittelabhängigkeit einsteigen, ein nach wie vor sehr intensiv diskutiertes und umstrittenes Konzept. In einer aktuellen Studie Herrn Meules und Kollegen konnten in einer repräsentativen Stichprobe ca. 8% der Teilnehmer/innen als „esssüchtig“ identifiziert werden, wobei die Rate unter über- und untergewichtigen Teilnehmer/innen erhöht war. Es könnte sich bei der Esssucht um einen distinkten Phänotyp problematischen Essverhaltens handeln. Argumente für und wider das Konzept der Esssucht werden von Dr. Herrn Meule im Lichte aktueller Forschungsergebnisse kritisch beleuchtet.Wie die Forschungsergebnisse Herrn Dr. Meules und Kollegen verdeutlichen, scheint die Esssucht besonders mit Übergewicht verbunden zu sein. Eine schwere Form davon stellt die Adipositas dar. Herr Dr. Bodo Warrings vom Zentrum für psychische Gesundheit wird uns über den aktuellen Stand und Ergebnisse der Würzburger Adipositasstudie informieren. Mit dem Vortrag Herrn Dr. Matthias Fischers, auch vom Zentrum für psychische Gesundheit, über Fehlbestimmungen bei Methadon und Phencyclidin (Angel Dust) steigen wir dann in „klassische“ Substanzen ein, deren Abhängigkeitspotenzial unumstritten ist. Falsch positive Ergebnisse von urinbasierten Drogentests haben Folgen für das Arzt-Patientenverhältnis und sind relevant für forensische und arbeitsbezogene Belange. Den Abschluss bildet dann Frau Prof. Andrea Kübler, vom Institut für Psychologie, deren Arbeitsgruppe sich mit dem aktuellen Rauchverhalten an der Universität Würzburg beschäftigt hat. Rauchen stellt nach wie vor das größte Weltsuchtproblem dar. Laut Tabakatlas 2015 sterben in Deutschland jährlich ca. 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens und somit sind 13,5% aller Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen. Die Universität Würzburg ist seit einigen Jahren rauchfrei, aber wie sieht es mit dem tatsächlichen Verhalten ihrer Mitarbeiter/innen aus? Ist die Uni als rauchfrei präsent? Sollte mehr für Nichtraucher und solche, die es werden wollen, getan werden? Eine repräsentative Umfrage unter allen Mitarbeiter/innen der Universität Würzburg gibt Antwort auf diese und andere Fragen.Prof. Dr. Andrea Kübler1. Vorsitzende

Prof. Dr. Jürgen Deckert
2. Vorsitzender

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