Den Verkehr am Laufen halten

Als Leiter der Abteilung 4.2. Wirtschaft und Logistik verantwortet Rüdiger Braun einen großen Aufgabenbereich mit den zentralen Themen Logistik, Verkehr, Dienstleistungsmanagement, Wirtschafts- und Reinigungsdienst und der Küche. Angesichts der zahlreichen Baumaßnahmen am UKW rücken die Themen Verkehr und Parkraumbewirtschaftung immer mehr in den Fokus. Rüdiger Braun ist mehr denn je als Verkehrsplaner und -experte gefragt.

Rüdiger Braun arbeitet im Haus C12 und hat von seinem Büro aus alles im Blick: Vor seinem Fenster rotieren Bagger und Baugeräte. Rohrleitungen und jede Menge Baumaterial stapeln sich. Seit Mai wird zwischen dem Rudolf-Virchow-Zentrum (D15) und der Kinderklinik (C5, C6) kräftig gearbeitet und ein Graben ausgehoben für einen neuen Versorgungskanal, der an dieser Stelle verlegt und den aus den 1920er Jahren stammenden Vorgänger ersetzen soll. Mit der Baumaßnahme verbunden sind viele Detailarbeiten rund um den Verkehr: Die Zufahrt zur Kinderklinik (C5/C6) muss neu geregelt werden, die Patientenanlieferung, die Wegeführung für Fußgänger sowie die Beschilderung, um nur einige Beispiele zu nennen. Gerade wurde vor dem RVZ (D15) eine Baustraße neu eingerichtet, die künftig Baustellen- und Versorgungsfahrzeuge des UKW nutzen werden.

Eine wichtige Änderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt nach aktueller Planung Ende September 2018. Dann muss an der Baustelle bei C5/C6 die innere Ringstraße gesperrt werden, eine Durchfahrt ist ab dann nicht mehr möglich. „Für die künftige Verkehrssituation auf dem Altcampus spielt diese Baustelle eine wegweisende Rolle“, so Verkehrsexperte Rüdiger Braun. „Sie wird uns noch mindestens bis 2021 beschäftigen und erfordert in puncto Anfahrt zum UKW ein Umdenken unserer Mitarbeiter und Besucher.“ Denn durch die Bauarbeiten fallen zahlreiche Parkplätze auf dem UKW-Gelände weg. Ein gerade für die Mitarbeiter sensibles Thema, wie Rüdiger Braun weiß. Nach aktuellem Stand sind dies in Summe in den Bereichen C/D etwa 250 Parkplätze von 500 sowie im Bereich B 70 Parkplätze.

Ausweitung Shuttlebus-Service und zusätzliche Parkflächen

Um geeignete Lösungen und Alternativen zum PKW kümmern sich der UKW-Vorstand und der verantwortliche Geschäftsbereich 4 intensiv, erzählt Rüdiger Braun. Erste Erfolge gibt es schon: „Anfang Oktober weiten wir unseren Shuttlebus-Service auf drei Schichten mit Fahrtzeiten von montags bis freitags zwischen 5.45-22.30 Uhr aus. Die Mitarbeiter, Patienten und Besucher, die mit dem PKW kommen, lassen wir nicht im Regen stehen. Neben der Parkharfe auf dem Parkplatz A/B planen wir 370 neue Parkplätze, die voraussichtlich bis Anfang 2019 fertig gestellt werden“, so Rüdiger Braun. Diese Verkehrsmaßnahme bildet den Auftakt weiterer Bauprojekte in den nächsten Monaten, darunter unter anderem die Errichtung eines Medientunnels als Vorbereitung für die neue Straßenbahntrasse oder der Neubau der Strahlenklinik.

 

 

Baumaßnamen mit neuer Dimension

Die laufenden und anstehenden Verkehrsprojekte sind für Rüdiger Braun alles andere als Tagesgeschäft: “Eingriffe in den fließenden Verkehr in dieser Größenordnung sind Neuland – nicht nur für meine Abteilung, sondern für das gesamte UKW. Sie sind eine Herausforderung für mein Team und mich“, fasst er zusammen. Diese Einschätzung zeigt die Dimension auf. Immerhin arbeitet der ausgebildete Speditionskaufmann, der sich danach zum Verkehrsfachwirt qualifiziert und BWL an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt studiert hat, schon seit 1997 am Uniklinikum. Seine erste Etappe führte ihn in die örtliche Verwaltung der Kopfklinik, wo er für externes Dienstleistungsmanagement verantwortlich war. Von 2003 bis 2011 leitete er das Referat 4.2.1 Logistik und Verkehr, bevor er die Leitung der Abteilung 4.2. übernahm. In seine frühere Position folgte ihm 2011 Sebastian Fischer, mit dem er beim Thema Verkehrsplanungen eng zusammenarbeitet. Die beiden sind ein eingespieltes Team.

Die anstehenden Bauvorhaben erinnern Rüdiger Braun in ihrer Komplexität an den Umzug in das Zentrum für operative Medizin (ZOM) 2004. Damals lag die komplette Umzugslogistik für die Güter aller beteiligten Kliniken und Einrichtungen in seiner Regie, angefangen von Akten über Materialien und Vorräten bis hin zu aller Art von Medizingeräten. „Diese schwierige Hürde haben wir zusammen gemeistert. Ich bin überzeugt, dass wir die anstehenden Herausforderungen in puncto Verkehrslogistik ebenfalls gemeinsam erfolgreich stemmen werden“, ist er sicher.

So sieht die Straßenführung auf dem Altcampus nach Sperrung der inneren Ringstraße aus. Nach aktueller Planung tritt sie Ende September in Kraft. Die Mitarbeiter/innen werden rechtzeitig informiert.