Patienten auf dem Weg zu einem besseren Leben begleiten

Seit 2010 arbeitet Diplom-Psychologin Maike Krauthausen in der Interdisziplinären Psychosomatischen Tagesklinik am Uniklinikum Würzburg. Sie behandelt Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen oder Angsterkrankungen. Nach zweimaliger Elternzeit nahm Maike Krauthausen Anfang 2018 ihre Arbeit an der Tagesklinik wieder auf. Sie arbeitet zurzeit halbtags, um ihre Stelle mit ihrer Familie vereinbaren zu können.

Die Interdisziplinäre Psychosomatische Tagesklinik ist eine gemeinsame Einrichtung des Zentrums für Psychische Gesundheit und dem Arbeitsbereich Psychosomatik der Medizinischen Klinik und Poliklinik II. Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte, Sozial-, Kunst- und Physiotherapeuten engagieren sich hier für Patienten in kritischen Lebensphasen. Stress-Syndrome, Somatoforme Störungen, Depressionen, Angststörungen und andere Krankheitsbilder werden in einem geschützten Rahmen multiprofessionell behandelt. Die Behandlung erfolgt teilstationär, das heißt wochentags von 8.00 bis 16.30 Uhr. Einen Schwerpunkt bilden Gruppentherapien, ergänzt durch Einzeltherapeutische Sitzungen mit dem Bezugstherapeuten. Daneben gehören auch kreative Therapieansätze wie das Angebot der Kunsttherapie zum Portfolio. War die Tagesklinik bisher im Gebäude C2 untergebracht, steht ab dem 23. Juli ein Umzug ins nahe gelegene D16 bevor.

Vielseitige Aufgaben

Die Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie – so die vollständige Berufsbezeichnung – hat vielfältige Aufgaben: Sie betreut die Mutter-Kind-Ambulanz, in der sie Mütter mit psychischen Krisen während der Schwangerschaft und nach der Geburt therapeutisch unterstützt und weitere Hilfsangebote koordiniert. Auch die Leitung therapeutischer Gruppenangebote und die Tätigkeit als Bezugstherapeutin für die Patienten der Tagesklinik gehören zu ihren Aufgaben. Darüber hinaus engagiert sich Maike Krauthausen in der Supervision ihrer Kollegen und sorgt durch die kontinuierliche Optimierung der Abläufe und Strukturen im Hintergrund dafür, dass die Patienten bestens versorgt werden.

„Ich arbeite gerne im Team und mit Kollegen aus verschiedenen Berufsgruppen zusammen. Das ist ein Grund mit, warum ich mich in der Tagesklinik so wohlfühle“, erzählt Maike Krauthausen. „Wir behandeln viele verschiedene Krankheitsbilder, ich empfinde meine Tätigkeit als abwechslungsreich und erfüllend. Psychotherapie ist ein Prozess, bei dem sich die Patienten aktiv einbringen. Diesen mitzugestalten und mich mit den Patienten über ihre Fortschritte zu freuen ist eine sehr schöne Arbeit.“

Wiedereinstieg erleichtert

Auch das Stationsklima stimmt: „Meine Kollegen und Vorgesetzten sind sehr familienfreundlich. Während beider Elternzeiten hat man sich frühzeitig darum gekümmert, mir eine Perspektive zu bieten, wie es nach meiner Elternzeit weitergehen kann. Das alles hat mir den Wiedereinstieg in den Beruf ungemein erleichtert“, sagt die zweifache Mutter rückblickend.