Vom Parkplatzneubau bis zum MRT-Einbau fällt alles an

2013 fing alles ganz klein an. Architekt Bertram Bräutigam wechselte an das Uniklinikum Würzburg, um im Geschäftsbereich 5 „Technik und Bau“ eine eigene Abteilung für Bauunterhaltung und kleinere Baumaßnahmen mit aufzubauen. Bis dahin lag die Zuständigkeit für Bauthemen allein beim Staatlichen Bauamt. Aus bescheidenen Anfängen mit vier Mitarbeitern ist bis heute ein 12-köpfiges Team gewachsen, das erfolgreich verschiedenste Bauprojekte am UKW managt. Neben Architekten gehören Hochbau- und Elektrotechniker, HLS-Techniker, Elektromeister, technische Zeichner sowie eine Sekretärin dazu.

 

Bei einem Riesenkomplex wie dem UKW mit seiner über 100-jährigen Baugeschichte ist naheliegend, dass bei der Bauabteilung viele Aufgaben anfallen. Zahllose Sanierungen auf dem Altcampus sind nötig, in die Jahre gekommene Gebäude und Räume müssen auf Vordermann gebracht werden. Das „Schwarzbrot“, wie Bertram Bräutigam schmunzelnd sagt, macht einen Teil der Arbeit aus. Dazu gehören auch Aufgaben wie baulicher Brandschutz, Hygieneanforderungen oder Barrierefreiheit; Themen, die in den Neubauten des Uniklinikums umfassend berücksichtigt wurden.

Viel Abwechslung im Berufsalltag

Sein Job hält für den Thüringer aber auch viele spannende Herausforderungen bereit: „Rosinen“, wie er sagt - also Projekte, in denen er und sein Team selbst gestalten können. Gleich ob die Modernisierung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, der Einbau von Kühldecken auf der Station O11 der Herz-Thorax-Chirurgie, eine neue Notaufnahme für die UKW-Kinderklinik oder die Einrichtung von fünf Pilotzimmern für ambulante Patienten als Komfortzimmer: Er und sein Team konnten schon einige bauliche Duftmarken am UKW setzen. „Im Idealfall können wir eine Station komplett planen und bauen“, erzählt der Architekt. Ein Steckenpferd von ihm ist auch der ehemalige Evangelische Betsaal im Gebäude D3, der 2016 behutsam renoviert wurde und heute als Konferenzraum fungiert. „Hier galt es, den historischen Charakter des Gebäudes aus dem Jahr 1921 zu bewahren und dem Raum gleichzeitig eine moderne, funktionale Note zu geben“, beschreibt er. Gerade diese Abwechslung schätzt Bertram Bräutigam an seiner Arbeit: „Vom Parkplatzneubau bis zum MRT-Einbau, vom Schwesternwohnheim bis zur Notaufnahme fällt bei uns alles an.“

Bei der Umsetzung von Projekten arbeitet seine Abteilung Hand in Hand mit der Betriebstechnik und den jeweiligen Nutzern. Bei Ausschreibungen und Rahmenverträgen sind wichtige Partner die Vergabestelle und der Einkauf am UKW. Sollen medizinische Großgeräte angeschafft werden, wie beispielsweise ein neues CT-Gerät, ist die Medizintechnik des Geschäftsbereichs gefragter Partner der Bauabteilung.

Mit den Aufgaben wachsen

Bertram Bräutigam sieht sich am Uniklinikum angekommen. „Am UKW habe ich die Chance bekommen, meine Vorstellungen in die Gestaltung der Abteilung einzubringen. Das hat mich von Anfang an motiviert. So konnte ich mit meinen Aufgaben wachsen.“