Aktuelle Pressemitteilungen

Wenn eine Herzschwäche nicht nur das Herz betrifft

Fast vier Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer Herzinsuffizienz, auch als Herzschwäche bekannt. Bei vielen ist nicht nur das Herz geschwächt, sondern zahlreiche weitere Organe. Wie all diese Organe sich gegenseitig beeinflussen, das ist das große Thema des Joint Symposiums „Heart Failure Interfaces“, das vom 11. bis 13. Juli 2019 im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) stattfindet. Führende Wissenschaftler aus Würzburg, Deutschland und der Welt diskutieren über die Schnittstellen zwischen Herz und anderen Organen. Im Vordergrund steht das Zusammenspiel von Entzündung, Stoffwechsel und Stresshormonen. Das Symposium - eine Kooperationsveranstaltung vom DZHI und DZHK, dem Deutschen Zentrum für Herz- und Kreislaufforschung - soll den Dialog zwischen Grundlagenforschern, Klinikern und Experten aus der Bildgebung fördern, um das Verständnis, die Diagnose und die Therapie der Systemerkrankung Herzinsuffizienz zu verbessern.

Erstes Beispiel Immunzellen: „Immunzellen durchsetzen unsere inneren Organe wie ein Netzwerk“, erklärt Prof. Dr. Matthias Nahrendorf vom Center for Systems Biology an der Harvard University in Boston (USA). „Immunzellen können das Herz beschützen oder beschädigen. Wenn wir die Mechanismen verstehen, die Entzündung regulieren, ergeben sich neue Therapieoptionen. Die Immuntherapie für Krebserkrankungen weist uns den Weg!“ Matthias Nahrendorf wird direkt am ersten Tag des Symposiums in einem Hauptvortrag, der Keynote, über sein Spezialgebiet referieren. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburgs (UKW), Georg Ertl, wird zuvor eine Laudatio auf den Forscher halten, der im Jahr 2006 in Würzburg einen wichtigen Faktor für die Wundheilung nach einem Herzinfarkt identifiziert hat.

Herz und Hirn – Das eine kann nicht ohne das andere

Ebenfalls am ersten Tag steht die wechselseitige Beziehung von Herz und Hirn auf dem Programm. „Ohne ein gesundes Hirn kann das Herz nicht seine Aufgaben erfüllen und umgekehrt“, so bringt Prof. Dr. Jürgen Deckert vom Zentrum für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Würzburg diese wechselseitige Beziehung auf den Punkt. Der Bedeutung dieser Beziehung entsprechend hat das DZHI ihr in enger Kooperation mit Neurologie, Psychiatrie und Epidemiologie einen eigenen Forschungsschwerpunkt gewidmet. So können psychischer Stress und Schlaganfall eine Herzmuskelschwäche oder gestörte Herzaktion auslösen und umgekehrt eine Herzmuskelschwäche Depressionen und Merk- und Gedächtnisschwäche. Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Göttingen (UMG) wird in seinem Vortrag vorstellen, wie das UMG mit seinem neuen Herz und Hirn Zentrum Göttingen diese Herausforderungen bewältigen will.

Zellen regenerieren sich nicht, lassen sich aber stimulieren

Am folgenden Tag geht es noch einmal um die kardiale Regeneration. Dazu referiert unter anderem Prof. Dr. Thomas Eschenhagen. Der Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf stellt klar: „Der Untergang von Herzmuskulatur nach einem Infarkt ist irreversibel und führt zur Herzschwäche. Dieses Grunddilemma der Kardiologie zu durchbrechen, ist Ziel der regenerativen Kardiologie, die mit sensationellen Befunden Heilsversprechen erzeugt hat. Leider basierten die frühen Hoffnungen auf gefälschten oder fehlinterpretierten Daten. Heute wissen wir, dass Knochenmarkszellen keine Herzmuskelzellen bilden und Herz-Stammzellen beim Erwachsenen nicht vorkommen. Zwei neue Perspektiven machen aber Hoffnung. Erstens kann die sehr geringe Teilungsfähigkeit von Herzmuskelzellen massiv stimuliert werden. Zweitens lassen sich aus pluripotenten Stammzellen massenhaft Herzmuskelzellen herstellen und in das verletzte Herz injizieren oder als Herzpflaster aufnähen. Beide Verfahren haben Risiken und offene Fragen, sind aber auf dem Weg in die Klinik.“

Schweres Erbe

Der nachfolgende Themenblock knüpft direkt an die Verfahren an: Es geht um erblich bedingte Herzerkrankungen. „Herzinsuffizienz und plötzlicher Tod bei jungen Menschen werden häufig durch vererbte Kardiomyopathien verursacht“, weiß Prof. Dr. Brenda Gerull, Kardiogenetikerin am DZHI. Sie wird gemeinsam mit anderen Experten erläutern, wie veränderte Gene zur Herzschwäche führen und welche Mechanismen für neue Therapieansätze gerade untersucht werden.

Brücken bauen

 „Ein potenzielles Ziel, um Arrhythmien bei hypertrophen Kardiomyopathien zu therapieren, könnten zum Beispiel mitochondriale Mechanismen sein“, so Prof. Dr. Christoph Maack, Leiter des Departments Translationale Forschung am DZHI und Sprecher des Zentrums. Der Initiator des Symposiums hat seinen beruflichen Schwerpunkt zum Thema des Symposiums gemacht. Schnittstellen entdecken und verbinden. Als translationaler Forscher baut er die Brücken zwischen Grundlagen- und Klinischer Forschung, um durch das Verständnis der grundlegenden Mechanismen der Herzschwäche neuartige Behandlungsstrategien zu entwickeln. „Kliniker, Grundlagenforscher und Bildgebungsexperten müssen miteinander kommunizieren, um das Feld voranzubringen!“, sagt Maack. „Nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit können wir die Systemerkrankung Herzinsuffizienz verstehen, sie gezielter diagnostizieren und besser behandeln. Gemeinsam können wir verstehen, wie die Organe miteinander kommunizieren. Wichtige Mediatoren sind zum Beispiel die neuroendokrine Aktivierung, Entzündungen und Stoffwechsel. Ich freue mich sehr, mit dem Joint Symposium eine Plattform für viele anregende Diskussionen und vielleicht auch für neue Forschungskooperationen bieten zu können.“

Herzinsuffizienz und Diabetes

Ein Thema, das sowohl Maack als auch seinem langjährigen Kooperationspartner und Ko-Organisator des Symposiums, Prof. Dr. Johannes Backs, am Herzen liegt, ist das Zusammenspiel von der Zuckerkrankheit (Diabetes) und Herzinsuffizienz. Backs, Leiter des Instituts für Experimentelle Kardiologie am Uniklinikum Heidelberg, organisiert für das DZHK das Joint Symposium mit und wird am Samstag über Diabetes bei Herzinsuffizienz referieren: „Zucker kann schlecht und gut für das Herz sein. Das Verständnis dieses Paradoxons könnte zu neuen Therapien führen“, meint Backs. „Jüngste Daten, die in dem führendem kardiologischem Fachjournal Circulation publiziert wurden, zeigen, dass es einen epigenetischen Schutz-Schalter gibt, der über Zuckerreste angeschaltet und durch andere Stressfaktoren abgeschaltet werden kann.“

Krebs und Herzschwäche - zwei verschiedene Welten?

Eine weitere Volkskrankheit, die mit dem Herz in Verbindung gebracht wird ist Krebs. „Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Verschiedene Welten oder zwei von einer Sorte? Neue Daten legen nahe, dass Krebserkrankungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz häufiger auftreten“, kommentiert Prof. Dr. Rudolf de Boer. Der Professor für translationale Kardiologie am University Medical Center im niederländischen Groningen wird am Freitagmorgen diesen wichtigen Aspekt beleuchten.

Auf Herz und Nieren prüfen

Noch ein wichtiges Thema beim Joint Symposium sind Herz und Nieren. Dazu Prof. Dr. Christoph Wanner, Leiter der Nephrologie am UKW: „Auf Herz und Nieren prüfen, die Orte des Fühlens und des Gewissens (Psalm 7, 10) zu erforschen, sind intensive Bestreben unserer Arbeitsgruppen im Sinne der herzinsuffizienten Menschen.“ Gemeinsam mit den klinischen Wissenschaftlern Jule Pinter, Bettina Kraus und Susanne Brenner arbeitet Wanner an drei Studien zur Salzausscheidung und Senkung des Plasmavolumens in der Verbesserung der diastolischen Herzinsuffizienz und Fortschreiten der Nierenerkrankung: EMPA-REG OUTCOME, EMPEROR und EMPA-KIDNEY.

Neue Hoffnungsträger

Last but not least wird über neue Hoffnungsträger aus der Pharmazie diskutiert. „Trotz der Anzahl der bereits verfügbaren Medikamente leiden Patienten mit Herzinsuffizienz unter häufigen Dekompensationserscheinungen, verminderter Lebensqualität und haben immer noch ein sehr hohes Sterberisiko. Dies unterstreicht die Notwendigkeit neuer Behandlungsansätze, insbesondere therapeutischer Optionen, die speziell auf die Herzinsuffizienz bei erhaltener systolischer Pumpfunktion (HFpEF) abzielen, die bei Patienten mit multiplen medizinischen Begleiterkrankungen, insbesondere Nierenversagen, sicher angewendet werden, die Herzschäden umkehren, und die bei akuten Krankheitsschüben eingesetzt werden können“, resümiert Prof. Dr. Stefan Störk. Entsprechend freut sich der Leiter der Klinischen Forschung und Epidemiologie der Herzinsuffizienz am DZHI auf die Diskussionen über die vielversprechenden Forschungsprojekte, die sich in diesen Bereichen angesiedelt haben.

Mein Leben als Kliniker, Wissenschaftler oder beides?

Ein besonderes Augenmerk beim Joint Symposium liegt darauf, den Nachwuchs zu einer Karriere in der Herz-Kreislauf-Forschung zu motivieren. Zu diesem Zweck wird am Donnerstagmorgen, noch vor der offiziellen Eröffnung des wissenschaftlichen Programms, ein spezieller Karriere-Workshop angeboten. Darüber hinaus haben junge Wissenschaftler und Kliniker die Möglichkeit, ihre Arbeiten in Postersitzungen zu präsentieren.

Weitere Informationen zum Joint Symposium und zum Programm finden Sie auf der Webseite www.heartfailureinterfaces.de.

Download für die Pressemitteilung als PDF.

Den Programmfolder finden Sie hier.

Arzt und Patient – Hand in Hand

„Ich habe was, was keiner kennt.“ Ein vielzitierter Satz von Amyloidose-Patienten. Seit einem Jahr haben Betroffene jedoch die Möglichkeit, sich über ihre seltene Krankheit auszu-tauschen. Denn seit Juni 2018 trifft sich einmal im Monat im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) die Selbsthilfegruppe AmyS. Anlässlich des einjährigen Bestehens laden die Leiter der Selbsthilfegruppe gemeinsam mit dem Ärzteteam des Interdisziplinären Amyloidosezentrums zur Jubiläumsfeier ein. Das Motto lautet „Arzt und Patient – Hand in Hand“. Interessierte sind herzlich eingeladen, am Freitag, 28. Juni, ab 16 Uhr und Samstag, 29. Juni, ab 8:30 Uhr, im DZHI an den kostenlosen Vorträgen, Führungen und Gesprächen teilzunehmen.

Für viele ist die Diagnose erst einmal ein Schock. Amyloidose. Eine seltene Erkrankung, die meist den gesamten Organismus betrifft, unterschiedliche Beschwerden hervorruft und daher schwer von anderen Krankheitsbildern abzugrenzen ist, was wiederum die Diagnose verzögert. Für die Amyloidose gibt es keine eindeutigen Frühzeichen, die auf diese Erkrankung hindeuten. Viele Betroffene erleben eine kräftezehrende und häufig frustrierende Odyssee, bis sie endlich wissen, was die Ursache ihrer Beschwerden ist, nämlich ein krankhafter Ablagerungsprozess von fehlgefalteten Eiweißstoffen.

Raum für Erfahrungsaustausch und Bewältigungsstrategien

Da eine rasche und zielgerichtete Diagnostik jedoch entscheidend für die Behandlung und mitunter für das Überleben ist, wurde am Universitätsklinikum Würzburg im vergangenen Jahr das erste Interdisziplinäre Amyloidosezentrum Bayerns und somit das zweite deutschlandweit gegründet. Um neben der Diagnostik und Behandlung einen Raum für einen Erfahrungsaustausch unter Betroffenen und Angehörigen sowie Bewältigungsstrategien, Expertengespräche und allgemeine Informationen rund um die Erkrankung zu geben, hat das Team des Zentrums gemeinsam mit der Amyloidose-Patientin, Dr. Renate Fiedler, im vergangenen Jahr eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.

Jubiläumsfeier am Freitag und Samstag mit buntem Programm

Anlässlich des einjährigen Bestehens findet vom 28. Juni bis 29. Juni eine Jubiläumsfeier statt. Am Freitag wird ab 16 Uhr in Vorträgen das Interdisziplinäre Amyloidosezentrum vorgestellt. Ergänzend finden Führungen durch die Untersuchungsräume statt. Zudem werden die rechtlichen Grundlagen eines deutschlandweiten Zusammenschlusses der Selbsthilfegruppen mit dem bereits eingetragenen Verein Familiäre Amyloid-Polyneuropathie FAP e. V. Münster diskutiert.
Am Samstag stehen aktuelle Fortschritte in der Behandlung der Amyloidose und die neuesten Ergebnisse zu Studien im Fokus. Es werden Daten zur Lebensqualität und psychischen Belastungssituation von Patienten mit Amyloidose vorgestellt wie auch die Ergebnisse einer Patientenbefragung, die Bedürfnisse von Amyloidosepatienten und deren Angehörigen untersucht. Ziel all dieser Anstrengungen ist es, ein speziell auf Amyloidose zugeschnittenes klinisches Versorgungskonzept zu entwickeln. Mögliches Vorbild könnten hier zum Beispiel die “Herzinsuffizienzschwestern“ sein. Neben diesen Projekten, die Ärzten und Patienten Hand in Hand entwickeln, werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Information bei Amyloidose(verdacht) sowie Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe thematisiert.

Ein Get-together mit Führung durch den Würzburger Ratssaal und gemeinsamem Mittagessen bilden den Ausklang der Jubiläumsfeier.
Um Anmeldung wird gebeten – die Teilnahme ist kostenfrei.

Interessierte sind herzlich zur Jubiläumsfeier im DZHI am Schwarzenberg 15 im Haus A15 eingeladen. Um eine Anmeldung wird bis zum 26. Juni per E-Mail unter amyloidose@ ukw.de oder per Telefon unter 0931/201-46241 gebeten.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF.

„Arzt und Patient - Hand in Hand“ lautet das Motto der Jubiläumsfeier anlässlich des einjährigen Bestehens der Amyloidoseselbsthilfegruppe AmyS.

Großer Tag der offenen Tür an den Zentren für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg

Am Samstag, den 22. Juni 2019, feiern die Zentren für Operative und Innere Medizin (ZOM | ZIM) des Uniklinikums Würzburg ihre Jubiläen. Bei einem bunten Tag der offenen Tür gibt es Informationen, Gesundheitschecks und Aktionen für die ganze Familie.

„Die Zentren für Operative und Innere Medizin sind Flaggschiffe der Würzburger Universitätsmedizin. Viele der hier gebotenen medizinischen Leistungen sind für die Gesundheitsversorgung Mainfrankens – und in vielen Fällen weit darüber hinaus – von essentieller Bedeutung“, unterstreicht Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW).

In diesem Jahr feiern die Zentren Jubiläum: Das ZOM gibt es seit 15 Jahren, das ZIM seit zehn. Aus diesem doppelten Anlass lädt der Vorstand des Uniklinikums Würzburg alle Interessierten am Samstag, den 22. Juni 2019, herzlich zu einem erlebnisreichen Tag der offenen Tür ein.

Von 9:00 bis 13:00 Uhr werden in dem weitläufigen Krankenhauskomplex an der Oberdürrbacher Straße in Würzburg dutzende Programmpunkte geboten: Besichtigungen, Vorträge, Vorführungen, begehbares Herz, Aktionen und die beliebten Gesundheitschecks.

Hier einige Beispiele:

  • Die Kardiologie demonstriert Echokardiographie-Untersuchungen. Wollen Sie Ihr Herz mal schlagen sehen?
  • Die Nuklearmedizin bietet Schilddrüsenchecks per Sonographie an. Nicht jeder Kropf ist leicht sichtbar.
  • Die Spezialisten der Hepatologie checken mit Sonographie und Fibroscan die Leber auf der Suche nach Fettleber und Leberzirrhose.
  • An Simulatoren können die Gäste unter fachkundiger Anleitung Basismaßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung üben.
  • Fingerspitzengefühl und manuelles Geschick sind bei einem virtuellen minimalinvasiven Eingriff mit einem Simulator für die Bauchspiegelung gefragt.
  • Besichtigt werden können unter anderem das Zentrallabor, der Hybrid-OP und die Zentrale Notaufnahme mit neuem Schockraum.
  • Im Hörsaal spult sich ein dichtes Vortragsprogramm ab. Themen sind dabei unter anderem: Moderne Radiologie, allogeneStammzelltransplantation, Immunonkologie, Fettleber, Vorsorgekoloskopie, Hypertonie und Osteoporose.
  • Rund 30 Stände verwandeln die Magistrale in einen Informationsmarktplatz und lassen die gewaltige thematische Spannbreite eines Universitätsklinikums erahnen.

    Auch übergreifende Einrichtungen/Themen des UKW sind an den Infoständen vertreten:
    Die Pflege: "Altersgerechtes Krankenhaus"  (mit Alterssimulationsanzug), mit Pflegeberatung und Sozialdienst, mit dem Patientenbesuchsdienst Grüne Damen und Herren und mit der Staatlichen Berufsfachschule für Krankenpflege.
    Die Seelsorge: "Informations- und Gesprächsstand des ökumenischen Seelsorgeteams vor dem Raum der Stille".
    Die Selbsthilfebeauftragte: "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus".
    Die Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg: "Der kälteste Ort in Würzburg"
    Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF): "Forschung fördern".
    Last but not least widmet sich ein Stand dem Thema Ausbildung, Job und Karriere am UKW. 

Hier finden Sie zum Download den Programmflyer ZOM , den Programmflyer ZIM und den Programmflyer für die übergreifenden Themen/Einrichtungen.

Das vollständige Programm liegt auch vor Ort aus.

  

 

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Zentrum Innere Medizin und Zentrum Operative Medizin, ZOM, ZIM, Luftbild
Das Doppelzentrum für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg spielt eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung Mainfrankens – und darüber hinaus. Bild: Uniklinikum Würzburg

Abendsprechstunde: Das Uniklinikum Würzburg informiert über Angststörungen

Am Mittwoch, dem 10. Juli 2019, lädt das Uniklinikum Würzburg gemeinsam mit der Main-Post-Akademie zu einer „Abendsprechstunde“ über Angststörungen ein. Bei der kostenlosen Veranstaltung informieren drei Experten des Zentrums für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg über die Ursachen, die Diagnose und die Therapiemöglichkeiten dieser verbreiteten Erkrankungsgruppe. Außerdem beantworten sie individuelle Fragen der Zuhörer/innen.

Angst ist ein urmenschliches, mitunter lebensrettendes Gefühl. Wenn Ängste jedoch außer Kontrolle geraten und als sogenannte Angststörungen krankhaft werden, bedeutet das für die Betroffenen häufig massive körperliche und psychische Beschwerden, verbunden mit einem hohen Leidensdruck. Und diese Erkrankung ist keineswegs selten: Man schätzt, dass bis zu bis 14 Prozent der deutschen Bevölkerung unter einer behandlungsbedürftigen Angststörung leiden. Damit ist diese Erkrankungsgruppe die häufigste psychische Störung.

Grund genug, das Thema bei einer „Abendsprechstunde“ am Mittwoch, den 10 Juli 2019, aufzugreifen. Mit Prof. Dr. Marcel Romanos, Privatdozent Dr. Stefan Unterecker und Dr. Roxane Sell referieren zwei Experten und eine Expertin des Zentrums für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg über die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei Angststörungen. Gemeinsam werden sie Antworten geben auf Fragen wie: Was ist der Unterschied zwischen normaler Angst und Angststörungen? Warum entwickeln Kinder Ängste? Ab wann sollte man sich wegen einer Angststörung behandeln lassen und wie hoch sind die Erfolgschancen?

Die Abendsprechstunde ist eine kostenlose, öffentliche Veranstaltungsserie, die vom UKW gemeinsam mit der Main-Post-Akademie organisiert wird. Sie dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und findet im Hörsaal 1 der Zahnklinik am Pleicherwall in Würzburg statt.

 

Fragen schon bei der Anmeldung einreichen

Für die Teilnahme wichtig ist eine Anmeldung unter www.akademie.mainpost.de oder Tel: 0931/6001 6009. Eine besondere Chance: Zusammen mit der Anmeldung können Fragen eingereicht werden, die die Referentinnen und Referenten dann bei der Veranstaltung beantworten.

 

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Abendsprechstunde, Referenten, Thema Angststörungen, Zentrum für Psychische Gesundheit, Uniklinik Würzburg
Prof. Dr. Marcel Romanos, Dr. Roxanne Sell und Privatdozent Dr. Stefan Unterecker (von links) referieren und informieren bei der Abendsprechstunde zu Angststörungen am 10. Juli 2019. Bilder (3): Uniklinikum Würzburg

Mit wegweisender Krebsimmuntherapie-Studie im New England Journal of Medicine

Das Uniklinikum Würzburg war an einer internationalen Krebsimmuntherapie-Studie beteiligt, deren ermutigenden Ergebnisse im Januar dieses Jahres in der hochrenommierten Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden.

Der Wirkstoff Tisagenlecleucel gilt als Meilenstein in der modernen Onkologie. Er besteht aus zur menschlichen Immunabwehr gehörenden T-Zellen. Diese werden aus dem Blut des jeweiligen Krebspatienten gewonnen und gentechnisch so verändert, dass sie einen chimären Antigenrezeptor (CAR) herausbilden. Dieser Rezeptor richtet sich gegen CD19, ein Oberflächenantigen bestimmter Tumorzellen. Kommt nach der Infusion des Wirkstoffs eine den chimären Antigenrezeptor tragende T-Zelle mit einer CD19-tragenden Tumorzelle in Kontakt, wird die Immunabwehr-Zelle aktiviert. Sie vernichtet die Krebszelle und vermehrt sich. Dem Immunsystem des Patienten wird quasi beigebracht, den Krebs zu bekämpfen.

Eine mehrjährige internationale Studie zeigte, dass Tisagenlecleucel bei Erwachsenen mit akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie oder aggressiven Lymphknoten-Tumoren in der Mehrzahl der Fälle dauerhaft zu einem vollständigen oder zumindest teilweisen Rückgang der Erkrankung führt.

Die Publikation zu dieser Studie erschien im Januar dieses Jahres im „New England Journal of Medicine“, einer der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften der Welt.

 

Der Würzburger Beitrag zur Studie

Einen Teil dieses medizinischen Erfolgs und des mit der Veröffentlichung verbundenen Ansehens in der Fachwelt kann das Uniklinikum Würzburg (UKW), namentlich die Medizinische Klinik II, für sich beanspruchen. „Wir waren zusammen mit den Kollegen der Uniklinik Köln deutschlandweit die ersten, die im Rahmen der Studie diese CAR-T-Zellen klinisch eingesetzt haben“, berichtet Prof. Dr. Hermann Eisele. Der Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW fährt fort: „Außerdem haben wir mit acht Patienten einen bedeutenden Teil der weltweit insgesamt 93 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer beigesteuert und therapiert.“

Eine Therapie, die es durchaus in sich hat. „Auch wenn die Behandlung hochwirksam ist und schon als Revolution bezeichnet wird, darf man nicht glauben, dass diese leicht durchzuführen ist“, betont Prof. Einsele. Vielmehr bedarf es nach seinen Worten – nicht zuletzt wegen des Managements der möglichen massiven Nebenwirkungen – einer intensiven Überwachung und Betreuung der Patienten. Am Uniklinikum Würzburg übernahm diese Aufgabe teilweise die als zentrale Einrichtung des Klinikums etablierte und der Medizinischen Klinik II organisatorisch zugeordnete Early Clinical Trial Unit. Die von Dr. Marie-Elisabeth Goebeler geleitete interdisziplinäre Einheit ist auf die ambulante und stationäre Behandlung von Studienpatienten spezialisiert. Von klinischer Seite wurde die Studie von Prof. Dr. Stephan Mielke geleitet, der auch Co-Autor der Publikation ist. Prof. Mielke wechselte mittlerweile an das schwedische Karolinska-Institut. Die CAR-T-Zell-Therapie bei Lymphomen wird am UKW von Prof. Dr. Max Topp fortgesetzt, der zusammen mit Prof. Dr. Stefan Knop den Schwerpunkt Hämatologie an der Medizinischen Klinik II leitet.

 

 

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Uniklinikum Würzburg: Tarifausgleich sichert medizinische Forschung und Lehre

Durch den im Mai dieses Jahres vom Bayerischen Landtag verabschiedeten Doppelhaushalt 2019/2020 erhalten die Universitätsklinika in Bayern einen Tarifausgleich von insgesamt 19,7 Millionen Euro. Das Uniklinikum Würzburg begrüßt diese Entscheidung, die dazu beiträgt, dass Forschung und Lehre auf dem bisherigen hohen Niveau fortgesetzt werden können.

Durch ihr Engagement in Forschung und Lehre haben Universitätsklinika im Vergleich zu anderen Krankenhäusern einen Mehraufwand an Personal- und Materialkosten. Dafür erhalten sie eine staatliche Unterstützung. Allerdings sorgten unter anderem regelmäßige Erhöhungen des Tarifvertrags für ein zunehmendes finanzielles Ungleichgewicht. „Seit Jahren geht die Schere zwischen dem Landeszuschuss für Personal und den Kosten in allen Bereichen immer weiter auf“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW). Um die steigenden Personalkosten aufzufangen, musste nach seinen Worten das UKW – wie auch die anderen Universitätsklinika – bisher an anderen Stellen Gelder einsparen.

Jetzt hat die bayerische Landespolitik auf diese Problematik reagiert: Dem von Bernd Sibler geführten Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ist es im Mai dieses Jahres gelungen, den Zuschuss für Forschung und Lehre an die Tarifänderungen anzupassen. Laut Landtagsbeschluss wurde im Haushaltsplan 2019/2020 ein Tarifausgleich von insgesamt 19,7 Millionen Euro festgeschrieben.

„Durch diese Aufstockung können speziell die tarifbedingten Steigerungen vom Anfang dieses Jahres abgedeckt werden“, sagt Prof. Ertl und fährt fort: „Wir sind unserem Ministerium und dem Freistaat für diese Lösung sehr dankbar. Außerdem danke ich persönlich unserem Dekan, Prof. Dr. Matthias Frosch, der sich so vehement und letztlich erfolgreich für den Tarifausgleich eingesetzt hat.“

 

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Forschung und Lehre, Uniklinik Würzburg, Personal- und Materialkosten, Labor,
Der Auftrag zu Forschung und Lehre führt an Universitätsklinika zu einem Mehraufwand an Personal- und Materialkosten. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Neu: Ausbildungsvergütung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg

Für die Schülerinnen und Schüler an den Berufsfachschulen für Diätassistenten, medizinisch-technische Laborassistenten, Radiologieassistenten und Physiotherapeuten am Uniklinikum Würzburg gibt es jetzt eine Ausbildungsvergütung.

Große Freude bei vielen Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschulen am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg: Das Uniklinikum Würzburg (UKW) bietet ihnen jetzt einen Ausbildungsvertrag mit entsprechender Ausbildungsvergütung an – und das rückwirkend zum 1. Januar 2019.
Möglich wurde dies durch den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst im Frühjahr dieses Jahres. Die neuen Vereinbarungen an Unikliniken lehnen sich stark am Ausbildungsvertrag an, der für die Pflege gilt. So verdienen die Auszubildenden künftig im ersten Ausbildungsjahr 1.010,74 €, 1.070.80 € im zweiten und schließlich 1.167,53 € im dritten Ausbildungsjahr.

Ausbildungen durch Vergütung noch attraktiver

Anja Simon, die Kaufmännische Direktorin des UKW, und Christine Hildebrandt, die Leiterin des Beruflichen Schulzentrums, sind sich einig, dass die Vergütung die Ausbildung für die angehenden Diätassistenten, medizinisch-technischen Laborassistenten (MTA), Radiologieassistenten und Physiotherapeuten wesentlich attraktiver macht. Bisher mussten sich die Berufsfachschüler/innen über Nebenjobs, die Unterstützung ihrer Eltern oder die Zahlungen gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) finanzieren. Zusätzlich zur Ausbildungsvergütung bekommt jede/r erfolgreiche Absolvent/in eine Abschlussprämie von 400,– € als Einmalzahlung.

Auch ein Zeichen der Anerkennung

Iris Husslein, die Leiterin der Berufsfachschule für Physiotherapie, findet es besonders erfreulich, dass die verantwortungsvolle und zeitintensive Behandlung der Patienten durch die Auszubildenden so eine weitere Anerkennung findet. Für die MTA-Schule erwartet deren Leiterin, Carmen Troff, einen Anstieg der Bewerberzahlen. Leider sei der interessante und vielseitige Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistentin und Laborassistentin vielen Schulabgängern bisher nicht hinreichend bekannt.
Sowohl an der Berufsfachschule für Diätassistenten, wie auch an der Berufsfachschule für MTA werden für das im September beginnende Schuljahr noch Bewerbungen entgegengenommen.
Weitere Details zu den Schulen unter dem Dach des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe gibt es unter www.ukw.de/ausbildung-fort-und-weiterbildung/staatliches-berufliches-schulzentrum-fuer-gesundheitsberufe.

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MTA-Schule
Wer sich für Naturwissenschaften interessiert, kann als medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent einen vielseitigen Beruf ergreifen. Durch den Tarifvertrag sind die Berufsfachschüler nun während der dreijährigen Ausbildungszeit finanziell abgesichert. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg