Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilung der Universität Würzburg: Teilabsage der Röntgenjubiläumswoche wegen Corona

Aufgrund der Zunahme an Coronafällen in Würzburg hat die Universität beschlossen, einen Teil der Veranstaltungen der Röntgenwoche abzusagen. Die Röntgenausstellung am Marktplatz und sämtliche Online-Vorträge finden statt. Auch ein neues Event kommt hinzu.

Die Zahl der aktuell gemeldeten Coronafälle im Stadtgebiet Würzburg ist weiterhin hoch. Um keine gesundheitlichen Risiken für Zuschauerinnen und Zuschauer einzugehen, hat die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg daher beschlossen, einen Teil ihrer Jubiläumsveranstaltungen im Rahmen der Röntgenwoche abzusagen.

Die Absage betrifft die als Highlight geplante Wissenschaftsshow mit Harald Lesch und den Physikanten „Röntgens Kosmos“ in der s.Oliver-Arena (23. September 2020), die Veranstaltung „Wein und Wissenschaft“ im Innenhof der Neubaukirche (26. September 2020) sowie den Schülerwettbewerb „Exciting Physics 2020“ (ab 23. September 2020).

Ursprünglich hatte die JMU ein vielseitiges Programm mit zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr geplant. Denn die Universität feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Vor 125 Jahren entdeckte der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Labor an der Uni Würzburg die nach ihm benannten Strahlen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die ab April geplanten Veranstaltungen auf September verlegt – im Rahmen einer Röntgenwoche zwischen dem 23. und 26. September 2020.

Ausstellung und Online-Vorträge bleiben

Ein Teil des Programms der Röntgenwoche bleibt bestehen:  Die Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten“ findet wie geplant zwischen dem 23. und 26. September 2020 in einem Ausstellungszelt am Unteren Marktplatz statt. Ermöglicht wird dies durch ein strenges Hygienekonzept sowie einer Beschränkung der Anzahl an Besucherinnen und Besuchern.

Auch sämtliche Vorträge finden weiterhin statt. Allerdings nicht live in der Neubaukirche, sondern auf der Online-Plattform Zoom. So werden von Mittwoch bis Freitag zur Mittagszeit mehrere Vorträge für Schülerinnen und Schüler geboten – unter anderem zu spannenden Themen wie „Röntgenastronomie – Ein neuer Himmel im Lichte Röntgens“ oder „Röntgen- und Kinotechnik in der Kultur um 1900“. Abends sowie ganztägig am Samstag sind Vorträge für alle Interessierten geplant. Hier geht es zum Beispiel um „Die „Erforschung des Corona-Virus mit Röntgenstrahlen“ oder „Der Durchblick des Jahrhunderts – Welt und Menschenbilder seit den Tagen von Röntgen“.

Eine stets aktuelle Übersicht aller Veranstaltungen gibt es auf der Homepage der JMU (https://www.uni-wuerzburg.de/roentgen2020/). Durch Corona kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen, bitte informieren Sie sich daher vor den jeweiligen Terminen, ob die Veranstaltung stattfindet.

Neu: Das Röntgenmobil kommt nach Würzburg

Neu ist, dass am Freitag und Samstag, 25. und 26. September, das Röntgenmobil bei der Ausstellung am Würzburger Marktplatz Halt machen wird. Am Freitag wird dort ab 14 Uhr das Thema „Röntgen mit dem Speicherfolienscanner“ auf dem Programm stehen. Dabei zeigen Fachleute, wie genau der Röntgenvorgang mit dem Scanner in der Praxis funktioniert.

Am Samstag wird zwischen 10 und 15 Uhr das Thema „Infrarotstrahlung – Versteckt und dennoch sichtbar“ im Fokus stehen. Hier kann sich jeder ein Bild von sich durch eine Infrarotkamera machen und erraten, welche Materialien ein Infrarotstrahl durchdringen kann.

 

Link zur Pressemitteilung

Wir gratulieren zum nächsten Karriereschritt

Eine Reihe von Experten des Uniklinikums Würzburg konnten unlängst einen weiteren Schritt in ihrer akademischen Karriere gehen. Wir gratulieren herzlich zu diesen Erfolgen!

Hier im Detail (mit Bezug zu den Porträtbildern):

A) Dr. Jürgen Kößler, Akademische Rat, Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie, wurde mit Wirkung vom 31. Juli 2020 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Transfusionsmedizin“ erteilt.

B) Dr. Markus Kredel, Privatdozent für das Fachgebiet Anästhesiologie, Wissenschaftlicher Angestellter, Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, wurde mit Wirkung vom 5. August 2020 zum „außerplanmäßigen Professor“ bestellt.

C) Dr. Dr. Roman Brands, Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, wurde mit Wirkung vom 4. August 2020 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie“ erteilt.

D) Dr. Chi Wang Ip, Privatdozent für das Fachgebiet Neurologie, Wissenschaftlicher Angestellter, Oberarzt, Neurologische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 24. August 2020 zum „außerplanmäßigen Professor“ bestellt.

Jäger und Sammler auf dem Rad

Keine Zeit fürs Radfahren gibt es nicht. Und wer einmal Wege gefunden hat, das Rad in den Alltag zu integrieren und gemerkt hat, wie gut es tut, der bleibt dabei. Klinikdirektoren und Professoren am Uniklinikum Würzburg machen es vor. Sie fahren täglich mit dem Rad zur Arbeit, und privat gibt es noch Extratouren. Um möglichst viele von den Vorteilen des Radfahrens zu überzeugen, nehmen sie an der internationalen Kampagne STADTRADELN teil. Sie findet in Würzburg vom 19. September bis zum 9. Oktober statt. In diesen drei Wochen sammeln die Teilnehmer jeden Kilometer, den sie auf dem Rad zurückgelegt haben. Jeder, dem das Klima und seine Fitness am Herzen liegen, ist willkommen im Team „Tour mit Herz“ des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz und der Uniklinik Würzburg! Details gibt es unter www.ukw.de/dzhi/tourmitherz.

Albert Einstein fiel die Relativitätstheorie beim Radfahren ein. John F. Kennedy fand nichts Vergleichbares mit der einfachen Freude, Rad zu fahren. Und selbst Adam Opel gab zu, dass bei keiner anderen Erfindung das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden ist, wie beim Fahrrad. Auch die Klinikdirektoren und Professoren am Uniklinikum Würzburg und Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz haben längst die Vorteile des Radfahrens entdeckt.

Umgesattelt und Gaspedal gegen Fahrradpedale getauscht

„Viele sagen, sie hätten keine Zeit für Sport. Das dachte ich auch“, sagt Prof. Dr. Christoph Wanner, Leiter der Nephrologie am Uniklinikum Würzburg. Dem passionierten Rennradfahrer fehlten mit zunehmender Verantwortung am Uniklinikum Würzburg die freien Stunden für lange Ausfahrten. „Dabei hatte ich aber immer die Worte meiner inzwischen 101-jährigen Mutter im Kopf. Bub, wenn Du dahin kommen willst, wo ich bin, musst Du was tun.“ Also verband Christoph Wanner das Nützliche mit dem Angenehmen, sattelte um und tauschte auf dem Weg zur Arbeit das Gaspedal gegen die Fahrradpedale. Inzwischen legt er jeden Tag 13 km und 200 Höhenmeter zurück und hat 50 Minuten Bewegung. Ausnahmen gibt es nur dreimal im Jahr, wenn es morgens zwischen 7.30 und 8:00 regnet.

Klinikparkplatz abgegeben

Prof. Dr. Stefan Frantz hat längst seinen Klinikparkplatz abgegeben. Der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I fährt ebenfalls nahezu täglich mit dem Rad zum Uniklinikum. In den Sommerferien hat er sogar gerade die Alpen mit dem Rennrad überquert.
Prof. Dr. Christoph Maack, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz, besitzt gar kein Auto. Er radelt jeden Morgen von der Löwenbrücke zum Schwarzenberg. Mit Erfolg. Er bleibt nicht nur fit, sondern auch kreativ: „Auf dem Rad habe ich die besten Ideen!“, sagt er.
Auch Prof. Dr. Thorsten Bley, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie ist sich sicher: „Wer sich bewegt, der kann auch Dinge bewegen!“ Er benutzt übrigens einen Airbag-Fahrradhelm. „Der schützt den Kopf samt Halswirbelsäule, und man behält auch im Sommer einen kühlen Kopf.“
Definitiv keine Schönwetter-Radlerin, sondern das ganze Jahr bei Wind und Wetter unterwegs, ist Prof. Dr. Anne Simmenroth. Die Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin macht alles mit dem Rad, und wenn das nicht geht, dann nimmt sie die Bahn. 

Bewegung ist Überlebensstrategie

Prof. Dr. Georg Ertl, der Kapitän des Teams „Tour mit Herz“ bringt es auf den Punkt: „Wir sind biologisch Jäger und Sammler. Deshalb sind auch heute noch Hungerstunden und Bewegung für uns Überlebensstrategie – elementar für unsere Knochen und Gelenke, Herz und Hirn! Ich jage und sammle auf dem Radl.“ Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg lädt alle ein, denen ihre Gesundheit und das Klima am Herzen liegen, beim STADTRADELN mitzumachen und dem Team „Tour mit Herz“ beizutreten.

Studie: Radfahren reduziert Risiko für Herzkrankheiten und Krebs

Mit ihrer Teilnahme setzen die Radler ein Zeichen für mehr Klimaschutz, Radförderung und lebenswerte Kommunen. Und sie tun etwas für ihre Gesundheit! Eine britische Studie zeigte, dass das Zurücklegen des Arbeitsweges mit dem Fahrrad im Vergleich zum Weg mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln enorme Vorteile bringt: Die Fahrrad-Testpersonen wiesen nur noch ein halb so hohes Risiko für Herzkrankheiten auf; auch die Gefahr, an Krebs zu erkranken, reduzierte sich bei den Radlern um knapp die Hälfte.

Kilometer sammeln beim STADTRADELN

Jeder Kilometer zählt, den die Teilnehmer vom 19. September bis zum 9. Oktober zurücklegen, ob beruflich oder privat, mit City-, Trekking- oder Mountainbike, Renn- oder Lastenrad, ja sogar E-Bikes sind erlaubt. Die erradelten Kilometer werden im Nutzeraccount, den man unter www.stadtradeln.de/wuerzburg anlegt, eingetragen - täglich, wöchentlich oder sogar nachträglich. Eine Anmeldung ist auch nach dem 19. September möglich.

Pressemitteilung als PDF

Schmerzfrei dank Virtual Reality?

Mit einer neuen Methode will ein Forschungsteam der Uni Würzburg mit weiteren Partnern chronische Schmerzen lindern. Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt setzt dabei auf Virtual Reality und Neurofeedback.

Chronische Schmerzen verursachen bei Betroffenen oft ein lang anhaltendes Leiden und schränken ihr Leben in gravierendem Maße ein. Eine alleinige medikamentöse Therapie ist langfristig wenig wirkungsvoll und mit Nebenwirkungen verbunden. Ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg entwickelt nun mit dem Projekt „VirtualNoPain“ im Verbund mit Partnern aus dem Bereich Gesundheit und Medizintechnik eine neue Methode, um chronische Schmerzen nebenwirkungsfrei zu behandeln und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Dabei wird für diesen Zweck erstmalig Virtual Reality (dt. virtuelle Realität, VR) mit dem sogenannten Neurofeedback verknüpft.

Virtual Reality bietet Nutzern die Möglichkeit, in computersimulierte Welten einzutauchen, die das Schmerzerleben verringern können. „Die Anwendung dieses Verfahrens zur Reduktion akuter Schmerzen ist wissenschaftlich gut belegt“, erklärt Professor Paul Pauli, Inhaber des JMU-Lehrstuhls für Psychologie I. „Erste Studien zeigen, dass es auch für die Behandlung chronischer Schmerzen vielversprechend ist.“ Die Wirkung der virtuellen Realität sei dabei umso höher, je mehr die Nutzer sich in der virtuellen Welt anwesend fühlen.

Neurofeedback als neue Ergänzung

„VirtualNoPain“ zielt darauf ab, die Schmerzreduktion mittels VR zu maximieren. Dabei kommt als Ergänzung zur VR erstmalig ein Neurofeedback-Training zum Einsatz. Mittels Neurofeedback können Nutzerinnen und Nutzer lernen, bestimmte Gehirnaktivitäten selbst zu regulieren. Sie erhalten dafür Rückmeldungen über Gehirnsignale, die ansonsten nicht bewusst wahrgenommen werden können.

„Ein positiver Nebeneffekt der Methode ist, dass dadurch zudem das Selbstwirksamkeitserleben gestärkt werden kann“, so Andrea Kübler, Professorin am Lehrstuhl für Psychologie I. Dies könne sich lindernd auf häufige Begleiterscheinungen chronischer Schmerzen, wie etwa Depressionen oder Angstzustände auswirken. Herauszufinden, wie Begleiterscheinungen außerdem wirkungsvoll beeinflusst werden können, etwa durch die Induktion positiver Emotionen in der VR, ist ein weiteres Ziel des Forschungsprojekts.

Knapp zwei Millionen Euro Bundesförderung

Der Forschungsverbund wird von der VTplus GmbH koordiniert, welche umfangreiche Erfahrungen mit dem Einsatz virtueller Realität in Forschung und Therapie einbringt. Leiter des Teilvorhabens der JMU ist Paul Pauli.
Er forscht insbesondere zu den Themen Schmerz und Angststörungen und nutzt dafür bereits seit mehreren Jahren VR-Methoden. Die beteiligte Expertin für Neurofeedback und Gehirn-Computer-Schnittstellen ist Andrea Kübler.
Die beiden werden während des Projekts eng mit Unternehmen aus dem Gesundheitssektor und dem Bereich Medizintechnik zusammenarbeiten, um auch die technische Entwicklung zu unterstützen. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit den spezialisierten Industriepartnern Brain Products GmbH, dem Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen und der VTplus GmbH. Zum Ende des Projekts ist eine klinische Machbarkeitsstudie mit Patienten mit chronischen Schmerzen unter der Leitung von Professor Claudia Sommer vom Universitätsklinikum Würzburg geplant.
Finanziell gefördert wird das Projekt „VirtualNoPain“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Fachprogramm Medizintechnik mit knapp zwei Millionen Euro (Förderkennzeichen des Teilprojekts 13GW0343D). Mit einem Kick-Off-Meeting mit allen beteiligten Partnern startete das Projekt im Juli 2020, im Juni 2023 soll es abgeschlossen sein. Im Anschluss an das Forschungsprojekt wird eine Ausweitung auf weitere Schmerzanwendungen und eine Produktentwicklung bis zur Marktreife angestrebt.

Kontakt

Prof. Dr. Paul Pauli, Lehrstuhl für Psychologie I (Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie), Universität Würzburg, T +49 931 – 31 82842, pauli@ psychologie.uni-wuerzburg.de

 

Link zur Pressemitteilung

Teilabsage - Auf den Spuren von Wilhelm Conrad Röntgen

Die Uni Würzburg feiert Jubiläum: Vor 125 Jahren entdeckte hier Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen.

Im diesem Jahr feiert die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg ein Doppeljubiläum: 125 Jahre Entdeckung der Röntgenstrahlen und 175 Jahre Geburtstag von Wilhelm Conrad Röntgen. Der Physikprofessor stieß am Abend des 8. November 1895 in seinem Labor an der Uni Würzburg auf eine neue Art von Strahlen. Genoss der Forscher bis zu diesem Zeitpunkt bereits in internationalen Fachkreisen ein hohes Renommee als Experimentalphysiker, so katapultierte ihn seine revolutionäre Entdeckung über Nacht in das Rampenlicht der globalen Öffentlichkeit und machte ihn zum Träger des ersten Nobelpreises für Physik. 

Die JMU hatte für ihren vermutlich berühmtesten und bedeutendsten Alumnus zahlreiche Veranstaltungen zu den Themen Röntgen, Physik und Wissenschaft geplant. Doch aufgrund der Corona-Pandemie wurden viele Events verschoben.

Zwischen dem 23. und dem 26. September 2020 soll nun ein Großteil der Veranstaltungen stattfinden – im Rahmen einer Röntgenjubiläumswoche. Die Veranstaltungsformate wurden dabei überarbeitet und entsprechend der geltenden Hygienevorschriften angepasst. So wurden die Vortragsveranstaltungen auf Online-Formate umgestellt, für die Auftaktveranstaltung Hygienekonzepte erarbeitet und Teilnehmerzahlen begrenzt mit dem obersten Ziel des Infektionsschutzes.

Röntgenwoche zwischen dem 23. und 26. September 2020

Das Highlight der Röntgenwoche wird die Abendveranstaltung „Röntgens Kosmos“ mit dem TV-bekannten Wissenschaftsjournalisten Professor Harald Lesch und der Comedy-Gruppe „Die Physikanten“ sein. Am Mittwoch, den 23. Oktober, um 19.30 Uhr in der s.Oliver-Arena geht Lesch dabei mit dem Publikum auf eine Reise durch Röntgens Welt. Es gibt keinen Kartenverkauf, für den Eintritt benötigt es aber etwas Glück: Noch bis zum 13. September können sich Interessierte für die Teilnahme anmelden, die Karten werden dann aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl unter den Anmeldungen verlost. 

Am Mittwoch, dem 23. September, wird zudem die Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten!“ um 10 Uhr auf dem Unteren Marktplatz in Würzburg durch Uni-Präsident Alfred Forchel und Oberbürgermeister Christian Schuchardt eröffnet. Die Ausstellung mit Informationen und Exponaten zur Person Röntgens, seiner historischen Entdeckung sowie zu modernen Anwendungen läuft bis zum 26. September, von Mittwoch bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 17 Uhr.

Spannende Events für Jung und Alt

Von Mittwoch bis Freitag werden täglich ab 10 Uhr zwei Online-Vorträge speziell für Schülerinnen und Schüler gehalten. Die Themen drehen sich dabei um zum Beispiel Röntgen in der Medizin, der Astronomie oder in der Kultur.
Von Donnerstag bis Samstag sind zudem Online-Abendvorträge geplant: „Röntgendiagnostik in der Medizin“, „Intelligente Computertomographie“ und als Abschlussveranstaltung „Der Durchblick des Jahrhunderts - Welt und Menschenbilder seit den Tagen von Röntgen“ sind hier die Themen.

Weitere spannende Events sind für Samstag, den 26. September geplant: Neben Online-Vorträgen für Jung und Alt, zum Beispiel über die Erforschung des Coronavirus mit Röntgenstrahlen, ist unter dem Motto „Wein und Wissenschaft“ ein thematisch vielfältiger Dialog im Hof der Neubaukirche geplant, bei dem Besucherinnen und Besucher kurzweilige Einblicke über die aktuelle Forschung verschiedener Disziplinen an der JMU erfahren – begleitet mit einem Glas Röntgen-Wein.

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und den Teilnahmerichtlinien gibt es online unter https://www.uni-wuerzburg.de/roentgen2020/. Dort finden Sie auch die Links zu den online-Vorträgen. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuellen Corona-Epidemie zur Verschiebung oder Absage von Veranstaltungen kommen kann. Informieren Sie sich daher regelmäßig auf der oben genannten Homepage der JMU.


Das komplette Programm der Röntgenwoche:

Mittwoch 23.9.2020

Eröffnung der Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten“
10 – 19 Uhr, Unterer Markplatz (Eröffnung des Ausstellungszeltes durch JMU-Präsident Alfred Forchel und Oberbürgermeister Christan Schuchardt)

Online-Vortrag für Schülerinnen und Schüler: „Ich sehe was, was du nicht siehst – 125 Jahre Röntgenstrahlen“
10 – 11 Uhr, PD Dr. Simon Zabler

Online-Vortrag für Schülerinnen und Schüler: „CT-Tomographie von Wolken und Kleinstsatelliten“
11.30 – 12.30 Uhr, Prof. Dr. Klaus Schilling

Wissenschaftsshow „Röntgens Kosmos“ mit Prof. Dr. Harald Lesch und den „Physikanten“
19.30 Uhr, s.Oliver-Arena

Donnerstag 24.9.2020

Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten“
10 – 19 Uhr, Unterer Markplatz

Online-Vortrag für Schülerinnen und Schüler: „Röntgen- und Kinotechnik in der Kultur um 1900“
10 – 11 Uhr, Dr. Vera Dünkel

Online-Vortrag für Schülerinnen und Schüler: „Radiographie von Kunstwerken“
11.30 – 12.30 Uhr, Dr. Uta Kornmeier

Online-Abendvortrag: „Röntgendiagnostik in der Medizin“
19.30 Uhr, Prof. Dr. Thorsten Bley

Freitag 25.9.2020

Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten“
10 – 19 Uhr, Unterer Markplatz

Online-Vortrag für Schülerinnen und Schüler: „114 Jahre Aluminium-Legierungen – Alte Geheimnisse enträtselt durch Röntgenstrahlen?“
10 – 11 Uhr, Dr. Torsten Staab

Online-Vortrag für Schülerinnen und Schüler: „Röntgenastronomie – Ein neuer Himmel im Lichte Röntgens“
11.30 – 12.30 Uhr, Prof. Dr. Matthias Kadler

Online-Abendvortrag: „Intelligente Computertomographie – von Nano bis XXL“
19.30 Uhr, Prof. Dr. Randolf Hanke

Samstag 26.9.2020

Ausstellung „Röntgen – 125 Jahre Neue Einsichten“
10 – 17 Uhr, Unterer Markplatz

Online-Vortrag: „Von rasenden Elektronen und wie sie uns helfen, neue Materialien zu finden“
10 – 11 Uhr, Prof. Dr. Vladimir Hinkov

Online-Vortrag: „Erforschung des Corona-Virus mit Röntgenstrahlen“
14 – 15 Uhr, Dr. Andrea Thorn

Dialog „Wein und Wissenschaft“ 
16 – 18 Uhr, Innenhof der Neubaukirche

Online-Abschluss- und Abendvortrag: „Der Durchblick des Jahrhunderts – Welt und Menschenbilder seit den Tagen von Röntgen“

 

Link zur Pressemitteilung

Wenn Angst krank macht – Online-Vortrag des Uniklinikums Würzburg für Selbsthilfegruppen

Das Uniklinikum Würzburg setzt seine digitale Vortragsreihe für Selbsthilfegruppen und weitere Interessierte fort: Am Samstag, den 3. Oktober 2020, spricht die Psychologin Dr. Elisabeth Jentschke über die Symptome von Angsterkrankungen und über Strategien zum Minimieren von Ängsten.

Als ausgezeichnetes „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ bleibt das Uniklinikum Würzburg (UKW) auch während der Corona-Pandemie mit seinen kooperierenden Selbsthilfegruppen in Kontakt – und zwar vornehmlich online. So findet am Samstag, den 3. Oktober dieses Jahres, erneut eine digitale Informationsveranstaltung statt. Dr. Elisabeth Jentschke wird über krankhafte Angst referieren. Die Psychologin leitet am Comprehensive Cancer Center Mainfranken die Abteilung für Psychoonkologie und an der Neurologischen Klinik des UKW die Abteilung für Neuropsychologie. Sie erläutert: „Angst ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Allerdings können unkontrollierbare Ängste auch zur Krankheit werden.“ Bei ihrem Vortrag wird sie die natürliche Angstreaktion von einer Angsterkrankung abgrenzen und Strategien aufzeigen, mit denen sich Ängste minimieren lassen.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder der Selbsthilfegruppen und sonstige Interessierte. Diese können kostenlos per PC, Smartphone oder Telefon teilnehmen und dabei auch Fragen an die Expertin stellen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis spätestens 18. September 2020 wichtig. Wer sich rechtzeitig anmeldet, erhält per E-Mail die Zugangsdaten und eine detaillierte Anleitung zum Ablauf. Für die Anmeldung kontaktieren alle Interessierten Gabriele Nelkenstock, die externe Selbsthilfebeauftragte des UKW, unter E-Mail: selbsthilfe@ ukw.de.

Tag der Selbsthilfe ebenfalls digital

Laut Gabriele Nelkenstock wurden mit den bisherigen digitalen Veranstaltungen am Uniklinikum Würzburg nur gute Erfahrungen gemacht – sowohl beim organisatorischen Ablauf, bei den Anmeldezahlen wie vor allem auch bei den Rückmeldungen der Teilnehmer/innen. „Deshalb blicken wir auch zuversichtlich nach vorne auf den Tag der Selbsthilfe am 5. Dezember, der im Corona-Jahr 2020 ebenfalls nur online stattfinden kann und für den wir aktuell das Programm planen“, kündigt die Selbsthilfebeauftragte an.

 

Link zur Pressemitteilung

Dr. Elisabeth Jentschke ist die Referentin eines digitalen Vortrags für Selbsthilfegruppen am Uniklinikum Würzburg zum Thema Angsterkrankungen. Bild: Uniklinikum Würzburg

Wenn Brustkrebs ins Gehirn eindringt

Bei Patientinnen mit Brustkrebs können Metastasen im Gehirn entstehen – das bedeutet eine noch schlechtere Überlebenschance. Womöglich gibt es im Blut Faktoren, mit denen sich diese Metastasierung vorhersagen lässt.

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung in Industrienationen. Er verursacht die höchste tumorassoziierte Sterberate bei Frauen. Dabei hat es einen entscheidenden Einfluss auf die Sterblichkeitsrate und Überlebenszeit der Patientinnen, ob und wie der Tumor metastasiert.

Früherkennungsmaßnahmen und Vorsorgeuntersuchungen haben die Sterblichkeitsrate zwar erheblich gesenkt. Doch trotz der Fortschritte in Diagnostik und Therapie sterben weiterhin viele Patientinnen. Vor allem die Tumorabsiedlung im Gehirn führt zu einer hohen Sterblichkeitsrate und einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Trotz intensiver Forschung ist noch viel zu wenig über die Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und seiner Metastasierung ins Gehirn bekannt.

Für Fortschritte auf diesem Gebiet hat jetzt eine Arbeitsgruppe der Julius-Maximilians-Universität (JMU) und des Universitätsklinikums Würzburg gesorgt: Das Team um Dr. Carolin Curtaz (Frauenklinik) und PD Dr. Malgorzata Burek (Anästhesiologie) hat seine neuen Erkenntnisse im Journal Fluids and Barriers of the CNS veröffentlicht. Dr. Curtaz erhielt als Erstautorin außerdem den mit 2.500 Euro dotierten Wissenschaftspreis 2020 der Bayerischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde.

Die wichtige Rolle der Blut-Hirn-Schranke


Entscheidend für die Metastasierung von Brustkrebs ins Gehirn ist es, dass die Tumorzellen die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Das ist eine natürliche Barriere in den Blutgefäßen, die das Gehirn vor schädlichen Substanzen aus dem Blutkreislauf schützt. Sie wird von hoch differenzierten Endothelzellen gebildet und in Wechselwirkung mit anderen Zellen aufrechterhalten.
Können bestimmte Faktoren im Blut von Brustkrebs-Patientinnen diese natürliche Schutzbarriere beeinflussen oder sogar schädigen? Und damit den Durchgang der Tumorzellen ins Gehirn fördern? Das haben Carolin Curtaz und Malgorzata Burek untersucht.

Zwei Zytokine in erhöhter Konzentration


Die JMU-Forscherinnen verwendeten dafür Serumproben von Patientinnen, deren Brustkrebs ins Gehirn metastasiert hatte, und verglichen sie mit Proben von Patientinnen mit Primärtumoren, Knochenmetastasen und viszeralen Metastasen. Zudem untersuchten sie das Serum von Kontrollpersonen ohne Tumorerkrankung.

Fündig wurden sie im Bereich der Zytokine: Bei den Patientinnen mit Hirnmetastasen war die Konzentration von Fractalkin (CX3CL1) und BCA-1 (B cell-attracting chemokine 1, CXCL13) erhöht. Zytokine sind Proteine, die vom menschlichen Körper produziert werden. Sie wirken als Botenstoffe zwischen den Zellen und spielen eine wichtige Rolle bei der Immunantwort. Tumorzellen können ebenfalls Zytokine produzieren und so die Kommunikation zwischen Zellen beeinflussen.

Gutes in-vitro-Modell für die Blut-Hirn-Schranke

Dann untersuchten die Forscherinnen, wie die Serumproben auf die Blut-Hirn-Schranke wirken. Dafür verwendeten sie eine Zellkultur. Lange Zeit war es nicht möglich, Endothelzellen aus dem menschlichen Gehirn zuverlässig zu gewinnen und zu kultivieren. Doch durch Fortschritte in der Stammzellforschung sind jetzt gute in-vitro-Modelle für die Blut-Hirn-Schranke des Menschen verfügbar.

Curtaz und Burek setzten ein Modell ein, das auf CD34+-Zellen basiert. Es wurde in Zusammenarbeit mit französischen Forschern in Würzburg etabliert. Die Behandlung dieser künstlichen Blut-Hirn-Schranke mit dem Serum von Patientinnen mit Gehirnmetastasen führte zu Veränderungen der Genexpression und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Schranke für Testsubstanzen.

Das weist darauf hin, dass es im Serum dieser Patientinnen Faktoren gibt, die aktiv die Eigenschaften der Blut-Hirn-Schranke verändern können. Ihr Nachweis im Blut könnte künftig als prognostischer Marker dienen um vorherzusagen, bei welchen Patientinnen mit Gehirnmetastasen zu rechnen ist. Ob es sich bei den Faktoren um die beiden Zytokine handelt, steht aber noch nicht fest. Hier sind weitere Analysen mit einer Vielzahl von Patientinnen erforderlich. Aktuell sucht das Team der beiden Wissenschaftlerinnen weiter nach Faktoren, die einen Einfluss auf die Blut-Hirn-Schranke haben.

Publikation

Curtaz, C.J., Schmitt, C., Herbert, S. … Burek M. Serum-derived factors of breast cancer patients with brain metastases alter permeability of a human blood–brain barrier model. Fluids Barriers CNS 17, 31 (2020). https://doi.org/10.1186/s12987-020-00192-6