Aktuelle Pressemitteilungen

Die Würzburger Universitäts-Frauenklinik informiert über Endometriose

„Wenn Frauen unter starken Regel- und Unterbauchschmerzen leiden, kann die Ursache eine Endometriose sein“, berichtet Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Frauenklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW). Bei der gutartigen, chronischen Krankheit kommt Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle vor, also zum Beispiel im Scheidenbereich, im Bauchfell, in den Eierstöcken oder in der Darmwand. Bis zu 40.000 Patientinnen erkranken pro Jahr in Deutschland neu an der damit zweithäufigsten weiblichen Erkrankung. Nach den Erfahrungen von Prof. Wöckel dauert es in vielen Fällen lange, bis die richtige Diagnose gestellt und eine hilfreiche Therapie eingeleitet wird. Diesen Leidensweg der Betroffenen wollen die Gynäkologen des UKW mit Information und Beratung abkürzen: Am Montag, den 24. September 2018, laden sie um 18:00 Uhr alle Interessierten zu einem Informationsabend in die Gaststätte B. Neumann am Würzburger Residenzplatz ein.

Zertifiziertes Endometriosezentrum mit Expertenwissen

Dabei kann sich die Würzburger Universitätsfrauenklinik auf eine besondere Expertise stützen: Seit mehreren Jahren betreibt sie ein – seit 2016 auch zertifiziertes – Endometriosezentrum. Nach einem Einführungsvortrag von Prof. Wöckel referiert die Leiterin des Zentrums, Dr. Anastasia Altides, zur Frage: Was ist Endometriose und wie wird sie diagnostiziert? „Das Erkennen der Krankheit ist oft nicht trivial, denn wegen ihrer individuell stark unterschiedlichen Symptomatik sprechen wir auch vom Chamäleon der Gynäkologie“, verdeutlicht die Ärztin.
Vielfach wird die Endometriose erst entdeckt, wenn die Frauen schwanger werden möchten und daran scheitern. Zur Behandlung stehen medikamentöse und operative Therapien sowie Kombinationsverfahren aus beiden Ansätzen zur Verfügung. Diesem Themenkreis widmet sich am Informationsabend der dritte UKW-Experte, Privatdozent Dr. Joachim Diessner, in seinem laienverständlichen Kurzvortrag „Therapieoptionen und Aspekte des Kinderwunsches bei Endometriose“.

Raum für individuelle Fragen

Nach dem Vortragsblock haben die Teilnehmerinnen bei einer Diskussionsrunde Gelegenheit, fundierte Antworten auf individuelle Fragen zu erhalten.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, allerdings wird um eine Anmeldung bis 17. September 2018 gebeten unter Tel: 0931/ 880 79 447 oder E-Mail: mail@ gundn-eventmanagement.de.

Uniklinikum Würzburg: Poliklinik der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie neu gestaltet

Die Poliklinik-Räume der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Würzburger Zahnklinik wurden in der zweiten Hälfte des letzten Jahres umgebaut und neu gestaltet. Die gefundenen Lösungen haben sich in den ersten Betriebsmonaten bestens bewährt.

In der Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie (MKG) des Uniklinikums Würzburg (UKW) werden alle zahnärztlich-chirurgischen Behandlungen durchgeführt – von der einfachen Zahnextraktion bis hin zu umfangreichen Zahnimplantationen und Kieferaufbauten. Zwischen 16.000 und 17.000 Patienten werden in den entsprechenden Räumen im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit am Pleicherwall in der Würzburger Innenstadt pro Jahr therapiert. „Bislang stand uns dazu ein rund 15 Jahre alter Poliklinik-Bereich mit etlichen strukturellen Mängeln zur Verfügung“, beschreibt Prof. Dr. Alexander Kübler. Der Direktor der MKG fährt fort: „Manche dieser Mängel gingen zu Lasten der Privatsphäre unserer Patienten. So waren die Behandlungsstühle nicht baulich voneinander abgeschirmt und bei großem Patientenaufkommen hatten wir Probleme, speziell die Bettlägerigen in angemessenen Wartezonen unterzubringen.“

Eigenentwicklung des Uniklinikums Würzburg

Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelte die MKG-Chirurgie zusammen mit den Experten des Geschäftsbereichs „Technik und Bau“ am UKW ein neues Raumkonzept, das zwischen August und Dezember 2017 in einem tiefgreifenden Umbau realisiert wurde. Dabei führten die Bauleute den Bereich auf Rohbauniveau zurück.
Von den vorher sieben Behandlungsplätzen wurde einer zugunsten einer „Holding-Area“ für wartende bettlägerige Patienten „geopfert“. Die sechs Einheiten stehen jetzt in freundlich-hellen und vor allem mit Schiebetüren separierten, wiederaufgebauten Kabinen, wobei auch gleich die in die Jahre gekommenen Behandlungsstühle gegen topaktuelle Modelle ausgetauscht wurden.
Darüber hinaus kreierten die Planer eine deutlich attraktivere Anmeldezone inklusive einer neuen Empfangstheke.

Hochfunktionell und attraktiv

Seit dem Jahreswechsel 2017/18 ist die neue Poliklinik in Betrieb – und nach den Erfahrungen der ersten Monate ist Prof. Kübler voll des Lobes: „Schon die Planung und Durchführung des Projekts waren mustergültig. So hielt die von Bertram Bräutigam geleitete Bau-Abteilung nicht nur den Zeit-, sondern auch den Kostenrahmen exakt ein. Und das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen.“ Die neue Raumaufteilung ist nach seinen Angaben hochfunktionell sowie patienten- und mitarbeitergerecht. „Mit dieser Lösung können wir nicht nur zeitgemäß arbeiten, sie hilft uns auch, die Privatsphäre der Patienten bei den Eingriffen zu schützen“, erläutert der Klinikdirektor. Das I-Tüpfelchen des gelungenen Umbaus ist für ihn das klare und moderne Design, das die Bau-Spezialisten des UKW dem neuen Ambulanzbereich gaben.

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Deutsche Krebshilfe fördert CCC Mainfranken erneut mit drei Millionen Euro

Das am Uniklinikum Würzburg angesiedelte Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken ist und bleibt ein Onkologisches Spitzenzentrum. Das bestätigt die kürzlich erfolgte, turnusgemäße Begutachtung durch die Deutsche Krebshilfe. Die erfolgreiche Re-Zertifizierung ist verbunden mit einer erneuten Förderung von drei Millionen Euro in den kommenden vier Jahren.

Mit dem seit dem Jahr 2007 bestehenden Förderprogramm „Onkologische Spitzenzentren“ will die Deutsche Krebshilfe dazu beitragen, die Krebsmedizin bundesweit immer weiter zu verbessern. Integrierte Krebsbehandlungs- und Krebsforschungs-Zentren, die zu dieser Königsklasse gehören und in den damit verbundenen Genuss der Fördergelder kommen wollen, müssen sich alle vier Jahre einem Begutachtungsprozess durch eine internationale Gutachterkommission stellen. So, wie es in diesem Jahr das Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken tat. Für die Würzburger Einrichtung war dies schon die zweite erfolgreiche Begutachtung seit der Erstaufnahme in den Kreis der Spitzenzenten im Jahr 2011.
Ergebnis: Das Zertifikat wurde für weitere vier Jahre zuerkannt und die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Exzellenzzentrum in den kommenden vier Jahren jährlich jeweils mit 750.000 Euro, was einer Gesamtförderung von drei Millionen entspricht.

Zentrale Anlaufstelle für Krebspatienten der Region

Das CCC Mainfranken ist ein sich auf ganz Mainfranken ersteckendes Zentrums-Netzwerk. Als Hauptleistungsträger und Organisationsmittelpunkt fungiert das Uniklinikum Würzburg (UKW). Dessen Ärztlicher Direktor, Prof. Dr. Georg Ertl, ist dankbar für die wiederholte Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe und stolz auf die Leistungsfähigkeit der vom UKW und der Medizinischen Fakultät der Uni Würzburg grundfinanzierten Einrichtung: „Die Re-Zertifizierung bestätigt, dass das CCC Mainfranken seinem Auftrag als zentrale Anlaufstelle für Krebspatienten voll nachkommt. Sie werden hier interdisziplinär nach den aktuellen medizinischen Leitlinien behandelt und auf jede erdenkliche Weise – auch psychosozial – begleitet. Außerdem wird am CCC Mainfranken auf Spitzenniveau geforscht, was entscheidend zur internationalen Sichtbarkeit des Medizin- und Gesundheitsstandorts Würzburg beiträgt.“
Prof. Dr. Ralf Bargou, der Direktor des CCC Mainfranken, ergänzt: „Die Existenz eines interdisziplinären Krebszentrums ist zudem eine wichtige Voraussetzung für weitere zentrale Förderprogramme der Deutschen Krebshilfe, wie beispielsweise die Auswahl von Würzburg als eines von fünf deutschen Zentren für die Förderung eines neuen, auf die Tumorforschung ausgerichteten Mildred-Scheel-Nachwuchszentrums, das in den kommenden fünf Jahren mit zehn Millionen Euro unterstützt wird.“

Tumorboards für bestmöglichen, individuellen Behandlungsplan

Eine Kernfrage ist: Wie profitieren Menschen mit Tumorerkrankungen in der Region Mainfranken von einem Onkologischen Spitzenzentrum vor Ort? „Eine unserer wesentlichen Aufgaben ist die fächerübergreifende Versorgung“, schildert Prof. Bargou und fährt fort: „Um für jeden Krebspatienten den bestmöglichen Behandlungsplan zu erstellen, führen wir interdisziplinäre Fallkonferenzen, so genannte Tumorboards, durch. Hierbei erarbeiten die beteiligten Fachärzte in einer Konferenz für jeden einzelnen Patienten gemeinsam die Diagnose und einen individuellen Therapieplan. Dies erhöht die Behandlungsqualität ganz erheblich.“ Das multidisziplinäre Expertenteam bespricht in 18 wöchentlich stattfindenden Konferenzen allein am Würzburger Uniklinikum pro Jahr über 5.000 Fälle – in der Gesamtheit des regionalen Versorgungsnetzwerks sind es mittlerweile jährlich über 10.000.
Eine weitere wichtige Serviceleistung des Comprehensive Cancer Centers Mainfranken sind interdisziplinäre Sprechstunden. Hier werden Patienten mit besonders komplexen Therapien gemeinsam von den an der Behandlung beteiligten Fachdisziplinen gesehen.

Erfolgsgeschichte Lotsensystem

Bestens bewährt hat sich laut Prof. Bargou zudem das vor vier Jahren gestartete Lotsensystem. Hierbei nehmen speziell geschulte Krankenschwestern und Medizinische Fachangestellte die Krebspatienten ab der Diagnosestellung quasi bei der Hand und sorgen dafür, dass sie das breite Behandlungs- und Unterstützungsprogramm des CCC Mainfranken auch sicher und zeitnah durchlaufen. Zudem sind die Lotsen zuverlässiger Ansprechpartner für Patienten, Angehörige sowie zuweisende Ärzte und stellen eine schnelle und gezielte Terminvergabe am Uniklinikum sicher. „Mittlerweile können wir auf einen Stab von sieben Lotsinnen zugreifen, die mit ihrem Spezialwissen fast alle Tumorarten abdecken“, berichtet Prof. Bargou. Dieser Service soll in naher Zukunft weiter personell aufgestockt werden.

Garant für flächendeckend hochwertige Versorgung

Zu den zentralen Forderungen und Prüfkriterien im Zertifizierungsprozess der Deutschen Krebshilfe gehört die „flächendeckende Leistung“. Dem kommt das CCC Mainfranken durch eine sehr gute Vernetzung in der Region nach. Aktuell hat die Einrichtung 33 regionale Partner: Krankenhäuser, niedergelassene Fachärzte und Reha-Einrichtungen. „Mit diesem Netzwerk sind wir in der Lage, auch in ländlich geprägten Räumen hochwertige Leistungen anzubieten. Der weitere Ausbau des regionalen Versorgungsnetzwerks ist eines der zentralen Ziele des CCC Mainfranken in den kommenden vier Jahren. Wir sind daher offen für innovative Kooperationsmodelle und Technologien, wie zum Beispiel Telemedizin“, unterstreicht Prof. Bargou.

Spitze in der Erforschung neuer Therapieansätze

Neben der Behandlung und Betreuung der Krebspatienten auf höchstem Standard wird am CCC Mainfranken auch Spitzenforschung betrieben. So zählt die Einrichtung zum Beispiel zu den weltweit führenden Zentren auf dem Gebiet der Immuntherapie. Außerdem wurde in den letzten Jahren ein neuer Forschungsschwerpunkt im Bereich der personalisierten Medizin – oder auch Präzisions-Onkologie – aufgebaut. „Bei unseren Forschungsbemühungen geht es uns in erster Linie um den Transfer vom Labor ans Krankenbett“, beschreibt Prof. Bargou. Ein Punkt, den auch die Gutachter bei der Re-Zertifizierung besonders würdigten.

Vorbildlich bei experimentellen Therapien

Eine Struktur des Zentrums, die es erlaubt, neueste Erkenntnisse aus der Forschung möglichst rasch bei ansonsten unheilbaren Krebserkrankungen klinisch anzuwenden, ist die Phase I-Unit oder auch Early Clinical Trial Unit (ECTU). Die ECTU ist eine hochspezialisierte, interdisziplinäre klinische Einheit, die sich ausschließlich auf die Durchführung neuer und experimenteller Therapieansätze zur Behandlung von Krebspatienten konzentriert. Die Phase I-Unit des CCC Mainfranken war eine der ersten Einheiten dieser Art in Deutschland und hat mittlerweile eines der größten entsprechenden Studienprogramme in Europa. „Unsere ECTU hat mindestens deutschlandweiten Vorbildcharakter. So empfangen wir häufig Abordnungen anderer Uniklinika, die sich über die hier gefundenen Lösungen und Strukturen informieren“, zeigt sich Prof. Bargou zufrieden.
Eine weitere Stärke des Comprehensive Cancer Centers Mainfranken liegt in der Entwicklung neuer, besonders schonender Verfahren bei der Strahlentherapie, der Entwicklung neuer operativer Verfahren – sogenannter Präzisionschirurgie – und der molekularen Bildgebung. Letztere ermöglicht eine noch präzisere Diagnostik und damit auch eine noch effektivere Therapie.

Viele therapiebegleitende Angebote

Auch bei den therapiebegleitenden Angeboten ist das CCC Mainfranken stark. Dazu zählen beispielsweise eine enge Kooperation mit Selbsthilfegruppen, eine Sprechstunde für komplementäre Onkologie und integrative Medizin sowie Beratung und Hilfe bei psychosozialen Problemen im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung.

Forderung: In Zukunft adäquate Finanzierung auch durch Krankenkassen

Dass die beim CCC Mainfranken und den anderen deutschen Onkologischen Spitzenzentren offerierte Leistungsvielfalt ihren Preis hat, liegt auf der Hand. „Dieses hohe Niveau der Patientenversorgung ist nur durch erhebliche Mehrleistungen der Zentren möglich, die weit über eine Regelkrankenversorgung hinausgehen und daher mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand in den Zentren verbunden sind“, sagt Gerd Nettekoven. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe betont: „Unsere Förderung deckt nur einen Teil dieser Mehrleistungen ab. Wir haben dies kürzlich durch ein unabhängiges Gutachten ermitteln lassen“. Im Nationalen Krebsplan sei die Bedeutung zertifizierter Versorgungsstrukturen als essenziell für die Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung hervorgehoben und somit in der Gesundheitspolitik platziert. „In Zukunft wird es darum gehen, die Finanzierung dieser Strukturen adäquat und geregelt – auch durch die Krankenkassen – sicherzustellen“, so Nettekoven.
Mehr dazu unter www.krebshilfe.de und www.ccc.uni-wuerzburg.de

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Uniklinikum Würzburg: Mit Microbubbles gegen Tumorzellen

Wissenschaftler/innen der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg untersuchen Möglichkeiten, Chemotherapeutika mittels mikroskopisch kleiner Bläschen (englisch Microbubbles) zielgenau zum Gewebe von Hirntumoren zu transportieren. Nun tritt das Forschungsprojekt in ein neues Stadium ein: Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der Microbubbles werden im Tumorbiologischen Labor an Zellkulturen getestet.

Diagnose: Glioblastom. Ein großer Schock für viele Patienten, denn dieser häufigste bösartige hirneigene Tumor hat eine ungünstige Prognose. Die derzeitigen Therapiekonzepte beruhen auf der chirurgischen Entfernung des Tumors sowie einer kombinierten Chemo- und Strahlentherapie. Die Erfolge sind jedoch nur von begrenzter Dauer, ein erneutes Wachstum des Tumors ist nahezu unausweichlich. Außerdem beeinträchtigt die Chemotherapie die Lebensqualität der Patienten, da die verabreichten Substanzen im ganzen Körper Nebenwirkungen entfalten. „Es ist daher dringend erforderlich, effektivere und gezieltere Behandlungsmethoden zu entwickeln und hierdurch sowohl die Prognose als auch die Lebensqualität der Patienten während der Behandlung zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Ralf-Ingo Ernestus.

Basierend auf einer Idee aus Köln

Der Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) initiierte dazu zusammen mit Prof. Dr. Volker Sturm, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie der Uniklinik Köln und Seniorprofessor an der Neurochirurgischen Klinik in Würzburg, im Jahr 2014 ein interdisziplinäres Projekt für eine möglichst lokale Tumortherapie. Die grundlegende Idee reicht viele Jahre in die Zeit der früheren Zusammenarbeit der beiden Neurochirurgen in Köln zurück. In Würzburg arbeiten an dem Forschungsvorhaben aktuell die Arbeitsgruppen des Chemikers Prof. Dr. Ulrich Schatzschneider von der Bioanorganischen Chemie der Universität Würzburg, des Leitenden Oberarztes der Würzburger Neurochirurgie, Privatdozent Dr. Mario Löhr, sowie des Molekularbiologen Privatdozent Dr. Carsten Hagemann, Leiter des Tumorbiologischen Labors der Neurochirurgischen Klinik.

Microbubbles als potenzielle Vehikel für Chemotherapeutika

Bei dem ambitionierten Projekt geht es darum, mikroskopisch kleine Bläschen, sogenannte Microbubbles, zu entwickeln und diese mit gegen das Glioblastom gerichteten Chemotherapeutika zu beladen. Die Microbubbles sollen später den Patienten in den Blutkreislauf injiziert werden, wobei die Chemotherapeutika innerhalb der Bläschen so stabil verankert sind, dass sie keine Nebenwirkungen entfalten. Gelangen sie aber mit dem Blutstrom in den Tumor, sollen sie dort durch fokussierten Ultraschall mit hoher Präzision zum Platzen gebracht werden. „Auf diesem Weg wird der Wirkstoff gezielt und ausschließlich innerhalb des Tumors freigesetzt“, schildert Dr. Hagemann. Besonders attraktiv ist dieses Behandlungskonzept nach seinen Worten auch dadurch, dass der Ultraschall auf dem Weg zum Wirkungsort das gesunde Gewebe nicht schädigt.
Soweit das Fernziel. Bis es soweit sein wird, ist noch viel Entwicklungsarbeit nötig. Über erste Erfolge kann die Forschergruppe schon berichten: In der Bioanorganischen Chemie konnten die Microbubbles bereits erfolgreich hergestellt und mit Therapeutika beladen werden.

Biologin testet jetzt in Zellkulturmodellen

Nun tritt das Projekt in ein neues Stadium ein: Die Wirksamkeit und die Verträglichkeit der Microbubbles sollen im Tumorbiologischen Labor an Zellkulturen getestet werden. Dazu ist die Biologin Ellina Schulz zum Team gestoßen, die ihr Biologiestudium in Würzburg mit den Schwerpunkten Molekular- und Zellbiologie absolvierte. Bereits während ihrer Masterarbeit im Forschungslabor der Hautklinik des UKW entwickelte sie großes Interesse an der klinischen Tumorforschung. Die Arbeit an dem höchst innovativen Projekt stellt daher eine konsequente Weiterführung ihrer bisherigen wissenschaftlichen Arbeit dar und ist nun zentraler Bestandteil ihrer dreijährigen Promotionsarbeit. Hierbei wird sie vor allem die Microbubbles in 2D- und 3D-Zellkulturmodellen auf ihre Verwendbarkeit, Stabilität und Wirksamkeit ausgiebig testen.

Gefördert von der der Jörg-Bernards-Stiftung

Finanziert werden diese Arbeiten von der Jörg-Bernards-Stiftung aus Köln. Unter dem Leitfaden „Gedenken. Forschung. Zukunft.“ unterstützt die von dem Ehepaar Marianne und Helmut Bernards gegründete Stiftung seit dem Jahr 2007 Forschungsarbeiten zur Bekämpfung von Hirntumoren – in Gedenken an ihren Sohn, der an einem Glioblastom verstorben ist.

Uniklinikum Würzburg: Turbine Thalamus triumphierte beim Hentschel-Cup 2018

Beim Benefiz-Fußballturnier „Hentschel-Cup“ kickten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Uniklinikums Würzburg erneut zugunsten der Hentschel-Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“. Die Veranstaltung brachte 1.000 Euro an Spenden.

Bereits zum siebten Mal fand am Samstag, den 21. Juli 2018, das jährliche Kleinfeld-Fußballturnier „Hentschel-Cup“ statt. Zwölf, jeweils siebenköpfige Mannschaften kämpften auf dem Sportgelände der Würzburger Universität am Hubland im Dauerregen um die Ehre und den Wanderpokal. Alle Sportlerinnen und Sportler sind am Uniklinikum Würzburg (UKW) beschäftigt. Auf Platz eins kam Turbine Thalamus, das Team der Neurologischen Klinik. Begleitet wurde die Sportveranstaltung von Spieleangeboten für Kinder, einer Tombola mit über 200 attraktiven Preisen sowie einer Kaffee-, Kuchen-, Getränke- und Snackbar.

1.000 Euro für „Kampf dem Schlaganfall“

Der Cup stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl der UKW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, das Benefiz-Turnier sammelt auch Geld für die Hentschel-Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“. Die im Jahr 2009 ins Leben gerufene Stiftung will gezielt die Forschung gegen die Volkskrankheit vorantreiben. Der Stifter und Schirmherr des Cups, Günter Hentschel, konnte nach dem Turnier eine Spende in Höhe von 1.000 Euro entgegennehmen, die im Wesentlichen beim Essens- und Tombolaverkauf zusammenkam.

Hoher ehrenamtlicher Einsatz

„Für diesen schönen Erfolg und den vollkommen runden Ablauf war wieder sehr viel ehrenamtliches Engagement erforderlich“, unterstreicht Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW. Beispielsweise sorgten drei Schiris der Schiedsrichtergruppe Würzburg unentgeltlich für einen fairen Ablauf, der Personalrats-Chef des UKW, Christian Huß, hatte die Turnierleitung inne und das Team der UKW Service GmbH übernahm kostenlos die Ausgabe der gespendeten, selbstgemachten Kuchen und anderen Speisen. Viele Tombola-Preise waren von Unternehmen und Institutionen der Region gestiftet worden. All diesen Beteiligten sowie dem Orga-Team des UKW dankte Günter Hentschel am Ende des sportlichen Nachmittags sehr herzlich.

Spendenkonto:
Kampf dem Schlaganfall, HypoVereinsbank Würzburg
BIC: HYVEDEMM455 / IBAN: DE45790200760347390402
Die Stiftung ist vom Finanzamt Würzburg unter der Steuernummer 257/147/00343 als gemeinnützig anerkannt. Zustiftungen und Spenden sind daher steuerlich absetzbar

Ausstellung am Uniklinikum Würzburg: Beate Hemmer zeigt „MENSCHenKINDER“

Am 1. August dieses Jahres startet am Zentrum für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg eine neue Ausstellung: Die Würzburger Künstlerin Beate Hemmer präsentiert Gemälde, Holzschnittdruck und Steinlithografien.

Von Anfang August 2018 bis Ende Januar 2019 stellt Beate Hemmer einen Ausschnitt aus ihren innerhalb der letzten fünf Jahre entstandenen Werken am Uniklinikum Würzburg aus. Die freischaffende Würzburger Künstlerin präsentiert in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin an der Oberdürrbacher Straße bis zu 2,5 m hohe Gemälde, geschaffen mit Öl- oder Acrylfarben sowie mit Pigmenten und Eitempera. Hinzu kommen Holzschnittdrucke und Steinlithografien.
Für Beate Hemmer ist ein Bild gelungen, „wenn ein interessierter und offener Betrachter innehält, wenn er fühlt, dass da was schwingt, das ihn in irgendeiner Form berührt, auch wenn er nicht weiß, warum es so ist.“

Ein Titel mit vielen Anspielungen

Der Titel der Schau „MENSCHenKINDER“ hat für die Künstlerin mehrere Interpretationsebenen. Inhaltlich spielt er unter anderem auf die in einigen Werken zu erkennenden Konturen von Kindern an. Allerdings bleibt viel Raum für Interpretationsfragen: Stellt der Schattenriss einen Tanz dar oder werden die Bewegungen einer Kampfsportart gezeigt? Und ganz generell: Wie bewegt sich der Mensch durch sein Leben?
Neben Bewegung und Form drückt sich der Mensch auch in der Sprache aus. So sind in den Gemälden auch immer wieder Worte und Buchstaben in Schablonenschrift erkennbar. Auch hier bleiben Geheimnisse: Ist da eine Botschaft, die von den Buchstaben ausgeht?
Eine Serie von Steinlithografien, bei denen bis zu vier Steine übereinander mit Öl in verschiedenen Farben auf ein Papier gedruckt wurden, zeigt Gesichter. Beate Hemmer: „Hier stellt sich vielleicht die Frage: Wenn ich ein Gesicht betrachte, sehe ich das Gesicht so, wie es gerade ist oder sehe ich meine Worte, die das Gesehene einfärben und verändern?“

Ein menschengerechtes Umfeld

Neben der darstellend-inhaltlichen Ebene nimmt „MENSCHenKINDER“ auch Bezug auf den Ausstellungsort. „Ich habe den Eindruck, dass an den Zentren für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg der Mensch nicht nur in medizinischen Belangen im Mittelpunkt steht. Die Cafeteria, die mit Weinreben und Apfelbäumen bepflanzten Außenanlagen, der stilvoll gestaltete Raum der Stille, die reiche Kunst am Bau und nicht zuletzt auch die vielen wechselnden Ausstellungen schaffen ein menschengerechtes Umfeld“, sagt Beate Hemmer.

Benefiz-Verkauf von Kunstkalendern

Darüber hinaus weist der Ausstellungstitel auch auf deren Benefiz-Aspekt hin: In Verbindung mit der Schau werden ab demnächst Kalender des Jahres 2019 mit Werken der Künstlerin verkauft. Der Erlös fließt zu hundert Prozent als Spende in die Nachsorge Frühgeborener der Würzburger Universitätskinderklinik, ein Projekt des Kiwanis Clubs Mainfranken. Hinzu kommt die Hälfte des Verkaufspreises des ersten bei der Ausstellung verkauften Bildes. „Es fühlt sich gut an, mit einer Bilderausstellung ein so wunderbares Projekt zu unterstützen“, kommentiert Beate Hemmer.

Offizieller Ausstellungsrundgang im Oktober

Anstatt einer Vernissage wird es am 4. Oktober 2018 um 18:30 Uhr einen offiziellen Ausstellungsrundgang gemeinsam mit der Künstlerin geben, zu dem Gäste herzlich eingeladen sind.

Bild der Ausstellung „MENSCHenKINDER“
Eines der Werke, die bei der Ausstellung „MENSCHenKINDER“ am Uniklinikum Würzburg zu sehen sein werden. Bild: Beate Hemmer

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

Würzburger Forscher belegen Zusammenhang zwischen Hirnleistungsschwäche und Hirnläsionen bei Herzinsuffizienz-Patienten

Eine Herzinsuffizienz, die hierzulande im Hinblick auf Mortalität und Morbidität an erster Stelle steht, bedarf einer umfassenden Therapie und exakten Medikamenteneinnahme. Diese können viele Patienten aber nicht einhalten. Dies liegt jedoch häufig gar nicht am Willen oder Nachlässigkeit der Patienten, sondern an einer durch die Herzschwäche begünstigten Störung des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit, die sogenannte Kognition. Denn das schwache Herz beeinflusst die Hirnfunktion. Ein Würzburger Forscherteam aus Kardiologen, Neurologen, Neuroradiologen und Neuropsychologen hat in der Studie „Cognition.Matters-HF“ bestätigt, dass 41 Prozent der untersuchten Herzschwäche-Patienten Defizite in der Reaktionszeit aufwiesen, 46 Prozent Defizite im verbalen Gedächtnis und 25 Prozent im Arbeitsgedächtnis. Im Kopf-MRT zeigten die Herzinsuffizienz-Patienten im Vergleich zu herzgesunden Normalpersonen eine stärkere Atrophie des Temporallappens, der eine wichtige Rolle für die Gedächtnisbildung innehat. Die Atrophie dieser Hirnregion steht im Zusammenhang mit den kognitiven Beeinträchtigungen der Studienteilnehmer. Die ersten Ergebnisse der Studie wurden jetzt im Journal of the American College of Cardiology: Heart Failure (JACC: Heart Failure) veröffentlicht.
 
Das Besondere an der Beobachtungsstudie Cognition.Matters-HF ist, dass am Uniklinikum Würzburg 148 Patienten mittleren Alters mit einer mindestens ein Jahr zuvor diagnostizierten Herzschwäche innerhalb von zwei Tagen zahlreichen kardiologischen, neurologischen und neuropsychologischen Tests unterzogen wurden. Dazu zählten neben dem EKG und der Echokardiographie, also dem Herzultraschall, auch Herz-Kreislaufuntersuchen inklusive 6-Minuten-Gehtest sowie neurologische Untersuchungen mit Ultraschall der Halsgefäße, neuropsychologischen Tests und eine Kernspintomografie des Gehirns. Diese Untersuchungen werden nach einem Jahr, drei Jahren und fünf Jahren wiederholt. Das Team unter Leitung der Kardiologen Dr. Anna Frey und Prof. Dr. Stefan Störk, sowie des Neurologen Prof. Dr. Guido Stoll der Universitätsklinik Würzburg hat im Jahr 2011 mit der Studie begonnen. Inzwischen haben gut ein Drittel der Patienten bereits die 5-Jahres-Untersuchung abgeschlossen.
 
Neben der zügigen und aufwändigen Evaluation unterscheidet Cognition.Matters-HF noch etwas von bisherigen Herz-Hirn-Studien. „Um die MRT-Bilder unserer Herzschwäche-Patienten auszuwerten, haben wir die Bilder mit insgesamt 288 gesunden Probanden gleichen Geschlechts und Alters aus einer Österreichischen Schlaganfall-Studie verglichen. „Ohne die Kooperation mit Professor Reinhold Schmidt aus der Grazer Universitätsklinik für Neurologie hätten wir nicht solche aussagekräftigen Hinweise für eine Verbindung zwischen insuffizienten Herzen und kognitiven Defiziten und Veränderungen im Gehirn erhalten“, bedankt sich Professor Stoll, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik am Uniklinikum Würzburg. „Mit dieser wegweisenden Studie haben wir die Hypothese weiter untermauert, dass das schwache Herz die Gehirnfunktion beeinträchtigt und insbesondere Auffälligkeiten im Temporallappen als wahrscheinliche Ursache identifizieren können. Interessanterweise waren die häufig angeschuldigten Läsionen in der weißen Substanz des Gehirn bei den Herzinsuffizienzpatienten und dem Kontrollkollektiv gleich stark ausgeprägt“.
 
Doch wieso beeinflusst das kranke Herz die Herzfunktion? „An der Pumpfunktion scheint es nicht zu liegen“, erklärt die Erstautorin der Studie Dr. Anna Frey. „Es findet sich nämlich kein direkter Zusammenhang zwischen der eingeschränkten Pumpleistung und den Einschränkungen der Kognition. Auffällig bei den Patienten mit kognitiven Störungen war jedoch die geringere Ausdauer. Beim 6-Minuten-Gehtest schnitten die Patienten mit verminderter Herz- und Hirnfunkton nicht so gut ab wie diejenigen, deren Hirnfunktion unauffällig war.
 
„Die Ergebnisse von Cognition.Matters-HF  zeigen den Bedarf an weiteren Studien, die auf eine Verbesserung der kognitiven Funktionen bei herzinsuffizienten Patienten abzielen“, bestätigt der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg, Professor Georg Ertl. „Denn die durch die verminderte Herz- und Hirnleistung betroffenen Patienten befinden sich in einem Dilemma. Eine Herzschwäche erhöht aufgrund des komplexen Therapieplans mit regelmäßiger Prüfung der Vitalwerte, konsequenter Einnahme der Medikamente und Beschränkung der Trinkmenge die kognitiven Anforderungen. Demgegenüber stehen die verminderten kognitiven Fähigkeiten. Viele Patienten können aus diesem Grund den Therapieplan schlichtweg nicht einhalten. Das hat zur Folge, dass sich sowohl die Lebensqualität als auch die Erkrankung zunehmend verschlechtern. Unseren Untersuchungen zufolge droht den Herzinsuffizienzpatienten mit linksventrikulärer Ejektionsfraktion und Defiziten in verschiedenen kognitiven Domänen das Risiko, innerhalb des ersten Jahres nach Studienbeginn zu versterben.“
 
Professor Stefan Störk, Leiter der Herzinsuffizienz-Ambulanz des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg zieht folgendes Fazit aus der Studie für die Arbeit mit den Patienten: „Cognition.Matters-HF bestärkt uns Ärzte darin, dass wir die Herzschwäche-Patienten künftig noch intensiver betreuen müssen. Das fängt bei der Diagnose an, die wir patientengerecht vermitteln müssen, idealerweise in Gegenwart eines Angehörigen, geht weiter über den Behandlungsplan, den wir möglichst schriftlich mitgeben, und hört auf bei der Unterstützung der Patienten durch eine Herzinsuffizienz-Schwester, die den Patienten regelmäßig kontaktiert, seine Werte überprüft, die Medikamenteneinnahme kontrolliert und ihn somit bis zur Stabilisierung der Symptome begleitet. Wir wussten bereits aus eigenen früheren Studien, dass dieser Ansatz von entscheidender Bedeutung ist. Auf dem Boden der Ergebnisse von Cognition.Matters-HF verstehen wir jetzt zunehmend besser, warum das so ist. Mit Hilfe von kognitiven Tests können wir in Zukunft hoffentlich bereits bei der Diagnosestellung hierzu eine Aussage treffen und den Patienten noch zielgerichteter helfen.“
 
Anna Frey warnt jedoch vor einer Pauschalisierung, dass jeder Patient mit einer Herzschwäche zwangsläufig eine Gedächtnisstörung hat oder haben wird: „Immerhin haben wir bei 32 Prozent aller Studienteilnehmer mit Herzinsuffizienz keine Auffälligkeiten im Gehirn gefunden. Lediglich 16 Prozent unserer Patienten hatten ernsthafte kognitive Störungen.“
 
Die ausführliche Publikation finden Sie hier:
http://heartfailure.onlinejacc.org/content/6/7/583