Aktuelle Pressemitteilungen

Halbstarke Wanderfalken am Uniklinikum Würzburg

Auch in diesem Jahr gab es bei den Wanderfalken des Uniklinikums Würzburg wieder gesunden Nachwuchs. Aktuell kann man auf dem Altgelände des Krankenhauses an der Josef-Schneider-Straße die Jungvögel bei ihren Flugübungen beobachten – oder ihnen von Fall zu Fall auch am Boden begegnen.

Der Nistkasten im Kuppeldach des markanten Heizkraftwerkkamins des Uniklinikums Würzburg (UKW) an der Josef-Schneider-Straße ist auch in diesem Jahr ist wieder die Brutstätte für ein Wanderfalkenpärchen. Vor rund sieben Wochen schlüpften zwei männliche und ein weibliches Küken. Mittlerweile sind sie groß genug, um erste Ausflüge zu machen. „Allerdings gelingt es ihnen anfangs manchmal nicht, aus eigener Kraft ins Nest zurückzukehren oder auf einem erhöhten, sicheren Ort zu landen“, sagt Prof. Dr. Ulrike Kämmerer. Die Biologin der Würzburger Universitäts-Frauenklink ist geprüfte Falknerin und eine der Personen, die am Klinikum die Wanderfalken betreuen. Sie fährt fort: „Die halbstarken Vögel landen dann am Boden, von wo aus sie zunächst nicht mehr starten können. Das sind die Momente, in denen man ihnen als Fußgänger begegnen kann.“ So zum Beispiel am 20. Mai dieses Jahres, als die Beschäftigten des Technischen Betriebs des UKW Prof. Kämmerer darüber informierten, dass einer der Greifvögel über ihren Parkplatz hüpfe. Gemeinsam fingen sie das streng geschützte Tier vorsichtig ein und brachten es zurück in den Nistkasten auf dem Abgasschlot. Am selben Tag wurde außerdem die Schwester des männlichen Vogels am Boden gesichtet und gefangen. „Diese haben wir auf dem Dach des UKW-Gebäudes D16 ausgesetzt, auf dem wir schon einige Tage zuvor den zweiten Bruder und einen Gast aus dem Würzburger Stadtgebiet mit etwas Futter platziert haben“, berichtet Prof. Kämmerer. Der Gast ist ein Jungfalke, der nicht mehr in seinen Nistkasten auf der Kirche Stift Haug zurückgebracht werden konnte und von der Greifvogelhilfe Würzburg versorgt wurde. Der Nachwuchs inklusive „Gastkind“ wird auch auf dem „Außenposten“ von den Falkeneltern mit Futter versorgt, bis es mit dem eigenen Fliegen und Jagen zuverlässig klappt.

Besser nicht selbst anfassen

Alfred Eberl, Elektriker vom Technischen Dienst des UKW, der sich in seiner Freizeit in der Kreisgruppe Würzburg des Landesbundes für Vogelschutz engagiert, gibt ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit Wanderfalken in Bedrängnis: „Wenn Sie braune Greifvögel auf dem Klinikumsgelände am Boden sitzen oder herumhüpfen sehen, rufen Sie bitte in der Elektrowerkstatt des UKW-Heizkraftwerks unter der Telefonnummer 0931/20155550 an. Die Kollegen sind informiert und geben Ihre Nachricht an mich weiter.“ Vom Versuch, die Tiere selbst anzufassen, rät der Greifvogel-Experte dringend ab – zu groß sei die Gefahr, durch die mächtigen Krallen oder den starken, scharfen Schnabel verletzt zu werden.

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Videobesuche für Krebspatienten per gesponserte Tablets

Über zwei gesponserte Tablet-PCs können Krebspatienten, die am Uniklinikum Würzburg in stationärer Behandlung sind, mit ihren Liebsten in Wort und Bild kommunizieren. Erste Anwenderin ist Julia A., die während ihrer anstehenden Stammzelltransplantation vor allem mit ihrem einjährigen Sohn in Kontakt bleiben will.

Zum Start der bundesweiten Initiative „Getrennt und doch verbunden“ stellt die MediaMarktSaturn Retail Group zusammen mit der Deutschen Technikberatung vornehmlich Pflege-, Behinderten- und Seniorenheimen kostenlos 450 Tablet-PCs zur Verfügung. Durch die vorfigurierten Geräte können die Nutzer mit Angehörigen und Freunden per Videochats kommunizieren – eine Option, die gerade auch unter den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie besonders interessant ist. Kürzlich ging jeweils ein solches Gerät auch an den Würzburger Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ und die Stiftung „Forschung hilft“, die die Krebsforschung an der Uni Würzburg fördern. Beide Institutionen werden von Gabriele Nelkenstock geleitet. Sie erläutert: „Wir werden die Tablets vornehmlich an Patientinnen und Patienten des Uniklinikums Würzburg ausleihen, die aufgrund einer stationären Krebstherapie keinen oder nur sehr reduzierten Kontakt zur ‚Außenwelt‘ haben können.“

 

Wertvolle Kontakte durch „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“

Julia A. ist die erste Nutzerin dieses kostenlosen Service. Bei der 38-Jährigen wurden massive Schwellungen im Hals-Schulter-Bereich im November vergangenen Jahres – nach einer monatelangen Ärzte-Odyssee – als Symptome eines Mantelzell-Lymphoms diagnostiziert. Diese seltene Unterform des Lymphknotenkrebses gilt derzeit als noch nicht heilbar, kann aber durch diverse Therapien erfolgreich zurückgedrängt werden. Der seelische Schock über diese Diagnose ging bei Julia A. tief – vor allem auch, weil ihr 71-jähriger Vater erst zwei Wochen zuvor mit Akuter lymphatischer Leukämie ins Uniklinikum Würzburg (UKW) eingeliefert worden war. „Neben der Angst, wie es mit mir selbst weitergeht, war meine größte Sorge: Was wird aus meinem einjährigen Sohn?“, berichtet die Würzburgerin. Ein nach eigenen Worten großes Glück in dieser ungewissen, angstvollen Situation war es für sie, dass sie auf Anraten einer Freundin umgehend Kontakt mit „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ aufnahm. „Gabriele Nelkenstock wurde sofort aktiv. Sie vermittelte mich an genau die richtigen Gesprächspartnerinnen, die mir als ehemalig krebskranke Mütter viele Ängste nehmen konnten“, lobt Julia A. Auch der parallel geschlossene Kontakt zu Dr. Elisabeth Jentschke war für sie sehr wichtig. Unter anderem empfahl die Leiterin der Abteilung für Psychoonkologie am Comprehensive Cancer Center Mainfranken den Einsatz einer Familienpflegerin. „Durch deren Hilfe weiß ich meinen Sohn während meiner Krebstherapie in guten Händen“, ist Julia A. höchst erleichtert.

 

Therapie an der Medizinischen Klinik II des UKW

Anfang Januar dieses Jahres startete sie zunächst in eine Chemotherapie bei Prof. Dr. Max Topp an der von Prof. Dr. Hermann Einsele geleiteten Medizinischen Klinik II des UKW. „Hier fühle ich mich sehr gut aufgehoben, denn Prof. Topp ist ein international anerkannter Spezialist für das Mantelzell-Lymphom“, schildert Julia A. Außerdem ist sie begeistert von der Freundlichkeit, die ihr am UKW zuteilwurde – gerade auch von den Pflegekräften und Stationsärzten, die sie während der körperlich und seelisch oft belastenden, insgesamt rund viermonatigen Chemotherapie betreuten. Mit der in dieser Zeit in Deutschland aufkommenden Corona-Pandemie hatte sie übrigens keine Probleme. „Ich habe mich durch die vielen am UKW getroffenen Schutzmaßnahmen immer sicher gefühlt“, unterstreicht die Patientin.

 

Videobesuche während der Stammzelltherapie

Mit der Anfang Mai abgeschlossenen Chemotherapie konnte ihr Lymphom erfolgreich zurückgedrängt werden. Als weiterer Behandlungsschritt steht ihr nun eine Stammzelltherapie am UKW bevor. Julia A.: „Ab Anfang Juni werde ich hierzu in Isolation behandelt und werde meinen Sohn, meinen Mann und meine Angehörigen für etwa drei Wochen nicht persönlich sehen können. Ich freue mich deshalb sehr, dass mir das Tablet die Möglichkeit gibt, mit diesen per Videoübertragung verbunden zu bleiben.“

Danach soll das desinfizierte Gerät laut Gabriele Nelkenstock an die nächste Nutzerin oder den nächsten Nutzer weitergegeben werden.

 

Wer die Projekte von Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. am Uniklinikum Würzburg unterstützen will, kann auf folgendes Konto spenden:

 

Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.

Castell Bank Würzburg

IBAN: DE74 7903 0001 0000 0092 45

BIC: FUCEDE77XXX

 

www.kampfgegenkrebs.de

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Uniklinikum Würzburg: Prof. Dr. Christoph Härtel für eine weiterhin breit aufgestellte Kinderheilkunde

Prof. Dr. Christoph Härtel ist der neue Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Der Neonatologe will das breite therapeutische und wissenschaftliche Spektrum der Einrichtung fortführen – ergänzt um neue Impulse in Klinik, Forschung und Lehre.

Seit Anfang Mai dieses Jahres leitet Prof. Dr. Christoph Härtel die Kinderklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW). Er trat damit die Nachfolge von Prof. Dr. Christian Speer an, der nach 21 Jahren in dieser Position Ende April 2020 in den verdienten Ruhestand ging. Vor seinem Wechsel an den Main war Prof. Härtel als Oberarzt und außerplanmäßiger Professor an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck tätig.

Übergabe der Klinik kollegial und transparent gestaltet

Dem Ruf ans UKW folgte er aus verschiedenen Gründen sehr gerne. „Die Kinderklinik des UKW ist sehr gut strukturiert. Sie bietet exzellente medizinische Leistungen, die neben der ärztlichen Kompetenz und der technischen Ausstattung nicht zuletzt auch auf einer personell hervorragend aufgestellten Pflege beruhen“, lobt der neue Chef. Außerdem machten ihm sowohl der scheidende Direktor und das Leitungsteam der Klinik als auch der Klinikumsvorstand den Start in Würzburg leicht. „Bei mehreren vorbereitenden Besuchen wurden mir die Stärken, Besonderheiten und Herausforderungen der Kinderklinik vollkommen transparent dargestellt. Es zeigte sich zudem, dass hier auch von Seiten der Klinikumsleitung in Klinik, Forschung und Lehre eine ganzheitliche Pädiatrie gewünscht ist, die sich nicht nur an ökonomischen Gesichtspunkten orientiert“, freut sich Prof. Härtel. Seinem Vorgänger zollt er – neben dem Dank für die intensive und sehr kollegiale Vorbereitung auf die Klinikübernahme – hohe Anerkennung für dessen fachliche Leistungen. „Prof. Speer, den ich schon als Lehrbuchautor meiner Studienzeit und später natürlich von vielen neonatologischen Fachkongressen kenne, war für mich als Pädiater immer ein Vorbild. Ähnlich wie ihm liegt auch mir der Blick auf die gesamte Vielfalt der Kinderheilkunde am Herzen.“

Pädiatrisch breit ausgebildet

Basis für diese generalistische Perspektive Härtels ist seine breite Ausbildung. Das Medizinstudium startete er im Jahr 1992 in seinem Geburtsort Rostock. Ein Stipendium führte ihn 1995 für ein Jahr an die Universität von Cincinnati/USA, wo er Immunologie und Biochemie studierte sowie einen ersten Zugang zu wissenschaftlichem Arbeiten fand. Zurück in Deutschland setzte er sein Humanmedizinstudium in Lübeck fort, wo er im Jahr 2000 auch seine Doktorarbeit auf dem Gebiet der Immunologie abschloss.

Auf die Facharztausbildung in Kinder- und Jugendmedizin in der Hansestadt folgte eine zweijährige Ausbildung mit den Schwerpunkten Neonatologie und Pädiatrische Onkologie in Sydney/Australien. Ab dem Jahr 2009 bis zum Dienstantritt in Würzburg arbeitete er schließlich als Oberarzt beziehungsweise Geschäftsführender Oberarzt erneut in Lübeck, wo er unter anderem die Bereiche Pädiatrische Infektiologie, Immunologie und Rheumatologie leitete. „Trotz meiner starken klinischen und wissenschaftlichen Fokussierung auf die Frühgeborenenmedizin bin ich kein reiner Neonatologe, sondern in der Kinderheilkunde breit interessiert“, fasst Prof. Härtel sein fachliches Selbstverständnis zusammen.

Neue Impulse bei Neuropädiatrie, Sozialpädiatrie und psychosomatischen Erkrankungen

Entsprechend gut gefällt ihm die klinisch weitgespannte Struktur der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, die zum Beispiel 17 Spezialambulanzen betreibt. Neben dem Erhalt und der Weiterentwicklung der schon vorhandenen Kompetenzen plant der neue Klinikdirektor eine Stärkung speziell der Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie. Außerdem will er die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie vertiefen. „Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten die psychosomatischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen, wie Essstörungen oder frühes Burn-out, zugenommen haben. Im Schulterschluss mit den psychiatrischen Kliniken des UKW sowie gerne auch im Netzwerk mit den anderen Kliniken und Einrichtungen in Stadt und Region können wir hier viel erreichen“, ist sich Christoph Härtel sicher.

Immunologie, Infektiologie und Eltern als Forschungsthemen

Die Infrastruktur der Kinderklinik ist im exzellenten Forschungsumfeld des UKW nach Einschätzung des neuen Direktors sehr gut für wissenschaftliche Studien geeignet. In Ergänzung zu den bereits etablierten Themen bringt er als einen persönlichen Schwerpunkt die Erforschung der Immunabwehr von Frühgeborenen mit nach Würzburg. So leitet er zum Beispiel die multizentrische Studie PRIMAL (Prägung der Immunantwort am Lebensbeginn). „Frühgeborene tragen aufgrund ihrer Unreife ein hohes Risiko für Infektionen und langfristige Erkrankungen, bei denen Entzündungen eine wichtige Rolle spielen“, erläutert Prof. Härtel und fährt fort: „Bei der mittlerweile schon weit fortgeschrittenen PRIMAL-Studie wollen wir herausfinden, ob diese Empfindlichkeit unter anderem durch eine Störung der frühen Prägung der Immunabwehr und des Wechselspiels der Darmbakterien bedingt ist – und was wir gegebenenfalls gegen diese Störungen tun können.“

Die verschiedenen Bereiche der Kinderheilkunde können sich nach seiner Vorstellung in Zukunft noch stärker an interdisziplinären Kooperationen mit den Grundlagenwissenschaften und den anderen klinischen Fachgebieten beteiligen. Prof. Härtel sieht dabei die „kurzen Wege“, die exzellenten wissenschaftlichen Serviceeinrichtungen und vor allem auch den freundlichen, wertschätzenden Umgang miteinander als entscheidende Erfolgsfaktoren für die Forschungslandschaft am UKW an. „Ferner werden wir auch die Eltern von kranken Kindern zum wissenschaftlichen Thema machen: Wie fühlen sich diese, welchen Stressfaktoren sind sie ausgesetzt?“, kündigt Prof. Härtel – selbst dreifacher Vater – an.

Ausbildung in Patientennähe und mit Simulationslösungen

Bei der Lehre strebt der Klinikdirektor eine gute Mischung aus patientennaher Ausbildung in Kleingruppen und dem Training von diversen Fähigkeiten ohne Patientenkontakt an. „Bei Letzterem werden wir die modernen Möglichkeiten der Patientensimulation und der virtuellen Realität nutzen“, schildert Härtel und fährt fort: „Beispielsweise werden wir Simulationspuppen anschaffen, die mit ihrer integrierten, hochsensiblen Technologie viele spezifische Krankheitszeichen der unterschiedlichen Altersgruppen der Kinder- und Jugendmedizin lebensecht simulieren können. Damit werden Studierende, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in berufsgruppenübergreifenden Teamtrainings realitätsnahe Szenarios üben.“

Eine weitere Zielgruppe der Lehre sind für ihn die Eltern, „denn gerade bei Frühgeborenen oder chronisch kranken Kindern ist es wichtig, dass die Eltern sehr gut über die gesundheitliche Situation oder Krankheit ihrer Tochter oder ihres Sohns Bescheid wissen.“

„Lobbyarbeit“ für Kinder und Jugendliche

Neben dem klassischen Dreiklang der Universitätsmedizin aus Klinik, Forschung und Lehre sieht Prof. Härtel die Gremienarbeit für sich als viertes wichtiges Aufgabenfeld: „Als Pädiater müssen wir auch Anwälte der Interessen von Kindern und Jugendlichen in Politik und Gesellschaft sein. Zum Beispiel greifen die beschlossenen Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie tief in die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen ein. Die spezifischen Bedürfnisse junger und jüngster Menschen für eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung müssen allgegenwärtig berücksichtigt werden. Sie brauchen eine öffentliche Stimme.“

 

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Wie gesund sind Würzburger Herzen?

Die erste große Auswertung der STAAB-Kohortenstudie ist da. Die Untersuchung von 5.000 Würzburgern auf Vorstufen einer Herzinsuffizienz sorgt für einige Überraschungen. 42 Prozent der Studienteilnehmer befinden sich im Vorläuferstadium A einer Herzinsuffizienz. Damit haben sie mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor, der die Wahrscheinlichkeit für die künftige Entstehung einer Herzinsuffizienz erhöht. 45 Prozent von ihnen haben Bluthochdruck, 20 Prozent sind adipös. Im Stadium A befinden sich bereits auffällig viele junge Menschen zwischen 30 und 39 Jahren. Eine strukturelle Veränderung am Herzen weisen 17 Prozent der Studienteilnehmer auf. Stutzig gemacht hat das Studienteam aus dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) und dem Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B), dass jeder Dritte von ihnen keinen Risikofaktor aufweist, also das Stadium A nicht durchlaufen hat. Zu dieser Gruppe gehören vorwiegend Frauen mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren. Die Studie wurde jetzt im European Journal of Preventive Cardiology publiziert.

 

Über die Annahme der ersten Auswertungsergebnisse zur Publikation im internationalen wissenschaftlichen Journal der European Society of Cardiology freuen sich die Studienleiter Professor Stefan Störk, Leiter der klinischen Forschung am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI), und Professor Peter U. Heuschmann, Direktor des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B), mit dem gesamten Studienteam. Die beiden Wissenschaftler hatten die STAAB-Studie vor sieben Jahren als gemeinsames Projekt der beiden Einrichtungen an der Universität und am Universitätsklinikum Würzburg initiiert.  Der Dank der Forscher gilt an dieser Stelle den 5.000 Würzburgerinnen und Würzburgern, ohne deren Teilnahme und Bereitschaft, ihre medizinischen Daten zur Verfügung zu stellen, dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

Fast jeder zweite hat mindestens einen Risikofaktor

In der STAAB-Studie wird erforscht, wie häufig die Vorstufen der Herzinsuffizienz, die Stadien A und B, in der Bevölkerung im Alter von 30 bis 79 Jahren auftreten, wie sie mit verschiedenen Risikofaktoren wie Lebensstil und Vorerkrankungen zusammenhängen und wie oft und wie schnell Betroffene in ein höheres Stadium der Herzinsuffizienz übergehen. Die Studienteilnehmer wurden von der Stadt Würzburg nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und vom Studienteam angeschrieben. Diejenigen, die keine vorbekannte Herzinsuffizienz hatten, wurden innerhalb von rund vier Jahren zweimal untersucht.

Von den in der Studie Untersuchten befanden sich 42 Prozent im Stadium A. Das heißt: Sie haben einen oder mehrere Risikofaktoren für Herzschwäche, aber im Ultraschall ein normales Erscheinungsbild des Herzens. Mit 45 Prozent am meisten verbreitet ist der Risikofaktor Bluthochdruck. An zweiter Stelle steht mit 20 Prozent starkes Übergewicht. Diese Risikofaktoren findet man bereits zu einem erheblichen Teil in jüngeren Menschen von 30 bis 39 Jahren; elf Prozent hatten Bluthochdruck, zehn Prozent Adipositas.

Sind 60 Prozent der Bevölkerung herzkrank?

Weitere 17 Prozent der Studienteilnehmer sind bereits im Stadium B: Bei ihnen wurde im Ultraschall eine strukturelle Veränderung am Herzen gefunden, die noch keine Symptome verursacht, zum Beispiel verdickte Herzwände, erweiterte Herzkammern oder Einschränkungen der Pump- oder Füllungsfunktion.

Bedeutet das, dass etwa 60 Prozent der Bevölkerung für herzkrank erklärt werden? „Nein!“, sagt Götz Gelbrich, Professor für Biometrie am IKE-B. „Die Stadien A und B sind Vorstufen einer Herzinsuffizienz. So wie Sehschwäche nicht zwingend Blindheit zur Folge hat, so mündet eine Vorstufe der Herzinsuffizienz nicht zwingend in eine klinische Herzschwäche. Aber so wie die Sehschwäche ein Warnzeichen ist, das ärztlich abgeklärt werden sollte, so sind auch die Stadien A und B der Herzinsuffizienz Warnzeichen, die ernst genommen werden sollten, zumal diese Risiken auch zahlreiche andere gesundheitliche Folgen haben können. Bluthochdruck kann Schlaganfall, Nierenversagen und viele andere Organschäden verursachen. Starkes Übergewicht kann zu Diabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck und orthopädischen Problemen führen, um nur einige zu nennen.“


Suche nach dem unbekannten Risikofaktor

Für eine Überraschung sorgte ein Sachverhalt, der in den Daten festgestellt wurde: Etwa jeder dritte Teilnehmer im Stadium B hatte keinen der bekannten Risikofaktoren, der für Stadium A qualifizieren würde. Diese Subgruppe scheint die Vorstellung von der Entstehung der Herzschwäche in Frage zu stellen: vom Risikofaktor (Stadium A) über die Veränderung der Herzstruktur (Stadium B) zur klinisch manifesten Herzinsuffizienz (Stadium C). Diese Subgruppe war mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren auffällig jung und vorwiegend weiblich (78%).

Was schädigt vor allem die Herzen jüngerer Frauen? Dr. Caroline Morbach, Kardiologin und Studienärztin am DZHI: „Wir können uns derzeit nicht erklären, was dazu beiträgt, dass so viele überwiegend jüngere Frauen eine vergrößerte linke Herzkammer haben, ohne dass wir einen der bekannten Risikofaktoren finden. Wir haben sehr viele Faktoren unter die Lupe genommen, Alkohol, Bewegung, Depression, eine Anämie, also einen Mangel an rotem Blutfarbstoff, der den Sauerstoff transportiert. Aber wir haben keine eindeutige Ursache gefunden. Die B-Gruppe ohne klassischen Risikofaktor lebt sogar tendenziell gesünder als die Studienteilnehmer, die eine normale Größe und Funktion des Herzens aufweisen.“

Stefan Störk ergänzt: „Es liegt nahe, dass es Risikofaktoren gibt, die bislang nicht als solche bekannt sind und nach denen daher bisher auch in der Vorsorge nicht gesucht wird. Das zeigt uns, dass bei dieser Gruppe die derzeitigen Präventionsmaßnahmen nicht greifen.“

Was ist, wenn die Grenzwerte nicht stimmen?

Götz Gelbrich neigt eher zu skeptischen Interpretationen: „Das kann sein, aber was ist, wenn die Grenzwerte nicht stimmen? Die Grenzwerte, jenseits derer ein Messwert aus dem Ultraschall als abnormal gilt, sind unterschiedlich für Männer und Frauen. Wir müssen klären, ob die Messwerte der Betroffenen tatsächlich eine ungünstige Prognose darstellen, oder ob nur die Grenzwerte unglücklich festgelegt wurden.“

In einem ist sich das Studienteam aber einig: Ein statistischer Zufall ist aufgrund der Auswertungsmethodik eher unwahrscheinlich. Die Forscher hatten nämlich zunächst die erste Hälfte der Studienteilnehmer analysiert und statistisch auffällige Sachverhalte als Hypothesen formuliert. Diese wurden dann am zweiten Teil überprüft und nur bei einer Bestätigung als Tatsachen gewertet. Auf diese Weise wird weitgehend vermieden, statistische Auffälligkeiten in den Daten vorschnell als neue Entdeckungen zu präsentieren.

Peter U. Heuschmann resümiert: „Im Rahmen der geplanten Folgeuntersuchungen aller Studienteilnehmer werden wir zum einen untersuchen, ob diese spezielle Gruppe wirklich ein höheres Risiko hat, eine Herzschwäche zu entwickeln, und zum anderen der Frage nach weiteren möglichen Risikofaktoren detailliert nachgehen.“

Studienteam hofft auf weiterhin große Bereitschaft der Würzburger

Die Folgeuntersuchungen der Studienteilnehmer sollen im Abstand von drei bis vier Jahren stattfinden. Die erste Welle war bereits in vollem Gange: Mehr als 3.000 Probanden hatten erfreulicherweise schon ihren Folgetermin. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Untersuchungen im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten unterbrochen. Das Studienteam wünscht allen STAAB-Teilnehmern, diese Zeit gut zu überstehen, und hofft auf die weiterhin große Bereitschaft der vielen Würzburger, die Gesundheitsforschung durch ihre Teilnahme zu unterstützen.

Publikation der Studie "Prevalence and determinants of the precursor stages of heart failure: results from the population-based STAAB cohort study” im European Journal of Preventive Cardiology: https://doi.org/10.1177/2047487320922636


Informationen zu den Stadien A, B, C und D

Die amerikanischen kardiologischen Fachgesellschaften haben eine Einteilung in Stadien definiert, welche die Ausbildung einer Herzinsuffizienz als langfristigen Prozess abbildet. Wer klinische Anzeichen hat, vor allem Luftnot bei körperlicher Belastung, und krankhafte Veränderungen im Herzultraschall, wird in Stadium C eingestuft. Patienten mit schweren körperlichen Einschränkungen – für sie ist das Aufstehen von einem Stuhl oder das Gehen auf kurzen Strecken mühsam - werden dem Stadium D zugeordnet. Im Stadium A hat ein Patient einen oder mehrere Risikofaktoren, zum Beispiel starkes Übergewicht (BMI von mehr als 30kg/m2, Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose. Im Stadium B liegt eine Veränderung am Herzen vor, die im Ultraschall messbar ist, wovon der Betroffene jedoch zunächst nichts verspürt. Dies kann eine anatomische Veränderung sein - vergrößertes Herz, verdickte Herzwände - oder eine funktionelle Störung wie etwa eine verminderte Pumpfunktion oder eine reduzierte Füllung der linken Herzkammer.

Pressemitteilung als PDF.

 

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg: Auszeichnung für Krebsforscherin

Dr. Barbara Altieri hat den von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie verliehenen Anke-Mey-Preis für maligne Nebennieren-Erkrankungen erhalten. Ausgezeichnet wurde damit eine von ihr im Februar veröffentlichte Studie.

 

Die Diagnose „Nebennierenkrebs“ wird vergleichsweise selten gestellt: Ein bis zwei unter einer Million Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an dieser Krebsart. Ihre Überlebensrate schwankt stark. Gut ein Fünftel aller Patienten stirbt innerhalb der ersten zwei Jahre. Auf der anderen Seite leben gut zehn Prozent der Patienten, bei denen bereits bei der Erstdiagnose Metastasen festgestellt wurden, auch noch fünf Jahre später.

Was die Behandlung erschwert: Es gibt derzeit für das Nebennierenkarzinom keine zuverlässigen molekularen Prognosefaktoren, keine Prädiktoren für das Ansprechen auf eine Behandlung, keine wirksame zielgerichtete Krebstherapie und keinen personalisierten Behandlungsansatz.

Und auch die Behandlung mit dem einzigen zugelassenen Medikament, dem Wirkstoff Mitotane, verspricht keinen zuverlässigen Erfolg: Nur etwa 30 Prozent der Patienten profitieren davon. Dabei leiden sie häufig unter schweren Nebenwirkungen – angefangen bei Übelkeit, Erbrechen und Durchfall über Stoffwechselstörungen bis hin zu Störungen des zentralen Nervensystems. Nicht wenige Patienten brechen deshalb die Behandlung vorzeitig ab.

Publikation in der Fachzeitschrift „Cancers“

Biomarker zu identifizieren, die eine Vorhersage ermöglichen, bei welchen Patienten Mitotane anspricht und bei welchen nicht: Das war das Ziel einer internationalen Multicenter-Studie, die der Schwerpunkt Endokrinologie & Diabetologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik I unter der Leitung von Dr. Cristina Ronchi und Professor Martin Fassnacht koordinierte. Dr. Barbara Altieri hat die Ergebnisse ausgewertet und in der Fachzeitschrift Cancers Anfang des Jahres veröffentlicht.

Dafür wurde sie jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie mit dem Anke-Mey-Preis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis geht an herausragende wissenschaftliche Originalarbeiten auf dem Gebiet maligner Nebennierenerkrankungen. Gestiftet hat ihn Anke Mey nach ihrer Genesung von einer solchen Erkrankung. Anliegen der Stifterin ist es, sowohl die Ursachen als auch mögliche Therapien dieser Krankheiten zu erforschen, damit mehr Patienten behandelt und geheilt werden können.

Studie mit 182 Patienten

Im Mittelpunkt der Studie mit 182 Patientinnen und Patienten standen Mitglieder der sogenannten „CYP-Superfamilie“. Dabei handelt es sich um das wichtigste Enzymsystem im menschlichen Körper, das an der Verstoffwechslung körpereigener wie auch von außen zugeführter Substanzen – und damit auch von Arzneimitteln – beteiligt ist. „Mitglieder der CYP-Superfamilie sind weit verbreitet und beeinflussen in der Regel die katalytische Aktivität des Enzyms, wodurch der Arzneimittelstoffwechsel modifiziert wird, was zu therapeutischem Versagen oder verstärkten Nebenwirkungen führen kann“, erklärt Barbara Altieri.

Vier potenzielle Marker haben die an der Studie beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter die Lupe genommen und deren feine genetische Variabilität zwischen Patienten in Korrelation gesetzt mit dem jeweiligen Stadium der Krebserkrankung sowie dem Erfolg der Mitotane-Therapie. Dabei zeigte sich, dass die Marker in unterschiedlicher Kombination und je nach Stadium der Krankheit sich mal besser, mal schlechter zur Vorhersage des Therapieerfolgs eignen.

Mit diesem Wissen können sie nun so eingesetzt werden, dass die jeweiligen Werte Prognosen darüber erlauben, ob ein Patient eine gute Chance hat, dass bei ihm Mitotane wirkt. Dies sei ein erster Schritt hin zu einer personalisierten Mitotan-Therapie bei Patienten mit Nebennierenkrebs.

Originalpublikation

Effects of Germline CYP2W1*6 and CYP2B6*6 Single Nucleotide Polymorphisms on Mitotane Treatment in Adrenocortical Carcinoma: A Multicenter ENSAT Study. Barbara Altieri, Silviu Sbiera, Sabine Herterich, Silvia De Francia, Silvia Della Casa, Anna Calabrese, Alfredo Pontecorvi, Marcus Quinkler, Tina Kienitz, Massimo Mannelli, Letizia Canu, Anna Angelousi, Vasileios Chortis, Matthias Kroiss, Massimo Terzolo, Martin Fassnacht and Cristina L. Ronchi. Cancers 2020, 12, 359; doi:10.3390/cancers12020359

Kontakt

Dr. Barbara Altieri, Medizinische Klinik und Poliklinik I, E-Mail: altieri_b@ ukw.de

Uniklinikum Würzburg: Jetzt online spenden für neue Parkinson Stiftung

Um die Erforschung der Parkinson-Krankheit voranzutreiben, hat die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen gemeinsam mit Partnern aus Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft im vergangenen Jahr die Parkinson Stiftung gegründet. „Seit kurzem sind die für schnelle Fortschritte dringend benötigten Spenden an die Stiftung auch über deren neuen Internetauftritt möglich“, berichtet Prof. Dr. Jens Volkmann, Parkinson-Experte des Uniklinikums Würzburg und Vorsitzender der Stiftung.

„Der fortschreitende Verlust von Nervenzellen durch die Parkinson-Krankheit ist dank intensiver Forschung heute zwar viele Jahre lang gut behandelbar, aber nach wie vor nicht heilbar“, berichtet Prof. Dr. Jens Volkmann. Der Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) und Parkinson-Experte fährt fort: „Es gibt jedoch hoffnungsvolle neue Therapien, die an den Ursachen ansetzen, sowie ermutigende Forschungsergebnisse zur Früherkennung.“

Mit Spenden schneller vorankommen

Um Forschung, Lehre und Fortbildung in Bezug auf Parkinson-Syndrome zu fördern sowie die medizinische Versorgung in diesem Bereich zu verbessern, gründete die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) e.V. im Jahr 2019 die Parkinson Stiftung. Für den Start wurde sie mit einem Stiftungsvermögen von einer dreiviertel Million Euro ausgestattet. „Um schneller und weitgreifender voranzukommen, sind jedoch zusätzliche Mittel erforderlich“, unterstreicht Prof. Volkmann, der auch Vorstand der Parkinson Stiftung ist. Eine Hoffnung liegt nach seinen Worten hierbei auf privaten Spenden. Um diese zu vereinfachen, gibt es seit Anfang Mai dieses Jahres die Möglichkeit zur Onlinespende unter www.parkinsonstiftung.de.

Unterstützt durch Frank Elstner und Barbara Stamm

Unterstützer und Mitglied im Stiftungsrat der Parkinson Stiftung ist die TV-Legende Frank Elstner. „Wir wollen informieren, Mut machen und Geld für Forschung sammeln, die zu besseren Behandlungsmethoden führt. Vor allem wollen wir Betroffene motivieren, sich über die Erkrankung zu informieren und aktiv die Forschung zu unterstützen“, begründet der TV-Moderator und Erfinder der erfolgreichen Fernsehshows sein Engagement. Anfang 2019 machte der 78-Jährige öffentlich, dass er selbst an Parkinson erkrankt ist.
Als weitere bekannte Persönlichkeiten engagieren sich Barbara Stamm, die ehemalige Präsidentin des Bayerischen Landtags, sowie Thorsten Fischer, der Gründer und Geschäftsführer der Firma Flyeralarm im Stiftungsrat.

 

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Neue Besuchsregelung am Uniklinikum Würzburg ab Samstag

Patienten-Besuche sind am Uniklinikum ab Samstag unter bestimmten Bedingungen möglich, die Registrierung des Besuchers gehört dazu.

Die Bayerische Staatsregierung hat am 5. Mai im Zuge einer Lockerung des Besuchsverbots in Krankenhäusern die Möglichkeiten, Patienten zu besuchen, neu geregelt.

Das Uniklinikum Würzburg (UKW) hat alle Vorkehrungen getroffen, um zeitnah die erforderlichen Vorgaben an Hygiene- und Schutzmaßnahmen umsetzen zu können.

Generell sollten zum Schutze unserer Patienten Besuche derzeit so weit wie möglich eingeschränkt werden. Daher ist für jeden Patienten der Besuch täglich nur durch eine einzelne Person möglich und dies für die Dauer von maximal einer Stunde (die „1 – 1 – 1 Regel“).

Bei Symptomen wie Schnupfen, Husten, Erbrechen oder Durchfall muss auf einen Besuch verzichtet werden, da unsere Patienten durch mögliche zusätzliche Infektionen besonders gefährdet sind.

Am Eingang der Kliniken bekommen alle Besucher wie Patienten und deren Begleitpersonen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz gestellt. Patienten auf Station erhalten bereits seit längerem Mund-Nasen-Schutzmasken, um sie während des Besuchs zu tragen.

Staatlich verordnet ist auch die Registrierung der Besucher mittels eines Fragebogens, der persönliche Daten erfasst und das Risiko für unsere Patienten minimieren soll, im Fall eines CORONA Ausbruchs ermöglichen soll, die Infektionswege nachzuverfolgen und so eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Fragebogen kann vorab auf der Internetseite des Uniklinikums www.ukw.de heruntergeladen und ausgefüllt werden. Alternativ ist er am Eingang der einzelnen Kliniken erhältlich. Ohne den ausgefüllten Fragebogen ist der Besuch von Patienten des UKW nicht möglich.

Das Uniklinikum dankt für Ihre Mithilfe und das Verständnis für diese Festlegungen zum Schutz unserer Patienten und eventuell entstehende Wartezeiten an den Eingängen!

 

Hier finden Sie den Fragebogen zum Herunterladen

Für die Kinderklinik finden Sie hier einen separaten Fragebogen zum Herunterladen