Unsere Forschung

Ziel unserer Forschung ist es, die Techniken der Strahlentherapie und die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen noch weiter voranzubringen.

Weiterentwicklung hochpräziser Bestrahlungstechniken

Wir untersuchen, wie man Bestrahlungstechniken so weiterentwickeln kann, dass das Tumorgewebe noch gezielter bestrahlt und empfindliche umliegende Gewebe noch besser geschont werden können.

Medizinische Physik

Dabei werden wir von der Abteilung für Medizinische Physik unterstützt, die auch für die sichere Anwendung der Methoden sorgt. Zu ihren Kernaufgaben gehört die Bestrahlungsplanung – das heißt, die Medizinphysikerin oder der Medizinphysiker ermittelt anhand eines CT-Bildes mit Hilfe eines Computerprogramms die optimale Bestrahlungs-Art inklusive Anzahl, Größe, Form und Einstrahlwinkel der Bestrahlungsfelder und berechnet daraus die Verteilung der Bestrahlungsdosis im Gewebe. Auch für die Qualitätssicherung der Bestrahlungsanlagen und der individuellen Bestrahlungspläne sind die Medizinphysikerinnen und -physiker zuständig.

Forschungsgebiete der Abteilung für Medizinische Physik sind die bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), die Optimierung und Anpassung bei intensitätsmodulierter Strahlenbehandlung (IMRT) und die Dosis-Messung von ionisierender Strahlung (Dosimetrie).

Strahlenempfindlichkeit von Körperzellen

Nicht alle Körperzellen sind gegenüber ionisierender Strahlung gleich empfindlich. Diese Tatsache macht sich die Strahlentherapie zunutze. Wie sich die Strahlenempfindlichkeit von Zellen vorhersagen lässt und wodurch diese beeinflusst wird, ist ebenfalls Gegenstand unserer Forschung.

Schwerpunkte der Forschung

Forschungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie sind die Themen Entwicklung von hochkonformalen Bestrahlungstechniken, Medizinische Physik, Strahlenbiologie sowie Palliativmedizin / Palliativversorgung.

Entwicklung von hochkonformalen Bestrahlungstechniken

Optimierung der zeitlichen und räumlichen Dosisverteilung mit dem Ziel der Konzentration der Wirkung im Tumorgewebe mit optimaler Schonung der umgebenen Risikoorgane ist Forschungsschwerpunkt. Die Weiterentwicklung der extrakraniellen Körperstereotaxie, die inverse Bestrahlungsplanung und die Integration von räumlichen und zeitlichen Unsicherheitsfaktoren und funktioneller Bildgebung während der Behandlungsserie sind Angriffspunkte.

Medizinische Physik

Die Abteilung Medizinische Physik unterstützt die Entwicklung neuer komplexer Bestrahlungskonzepte und sorgt für deren sichere Anwendung. Die Planung, d.h. die Optimierung und Berechnung von Dosisverteilungen, sowie die Qualitätssicherung der Bestrahlungsanlagen, als auch jedes individuellen Bestrahlungsplans gehören zu den Kernaufgaben. Hinzu kommen zunehmend Fragestellungen aus der Bildverarbeitung zur Weiterentwicklung einer personalisierten Strahlentherapie.

Forschungsgebiete sind die bildgeführte Strahlentherapie (IGRT), die Optimierung und Adaption bei intensitätsmodulierter Strahlenbehandlung (IMRT) und der Dosimetrie ionisierender Strahlung.

Schwerpunkte sind:

  • Berechnung tomographischer Bilder des Patienten in Behandlungsposition, Lageverfolgung von beweglichen Tumoren
  • Adaption der intensitätsmodulierten Strahlenbehandlung (IMRT), insbesondere für schnelle Applikationsverfahren (Volumetric Arc Therapy, VMAT), Entwicklung von non-coplanaren Bestrahlungstechniken für den Körperstammbereich
  • Dosismessung und Berechnung unter Nicht-Gleichgewichtsbedingungen von Sekundärelektronen, insbesondere bei kleinen Strahlenfeldern und Online-Dosimetrie


Ansprechpartner: Prof. Dr. Otto Sauer

Strahlenbiologie

Zwei Arbeitsgruppen mit vorwiegend zellbiologischem (T. Djuzenova) und molekularbiologischem Hintergrund (N. Popov) beschäftigen sich mit der Prädiktion und Modulation der intrinsischen Strahlenempfindlichkeit. Im Berichtszeitraum wurde eine prospektive Studie (gefördert durch die Deutsche Krebshilfe) an Blutzellen von Rektumkarzinompatienten abgeschlossen. Im Vergleich zu gesunden Kontrollen war die Rate an DNA-Schäden nach Bestrahlung in der Patientengruppe signifikant höher.

Das Migrations- sowie Invasionsverhalten humaner Glioblastomzellen (GBM) ergab deutliche Unterschiede in Morphologie und Aufbau des F-Aktin-Zytoskeletts bei verschiedenen GBM-Linien. Dieser Unterschied spiegelte sich im Ergebnis funktioneller Assays zur Migration (wound healing / Scratch) und Invasionsfähigkeit von GBM-Zellen wieder und schien mit dem Mutationsstatus in PTEN und p53 sowie mit der Expression entsprechen- der Markerproteine im Western Blot (Djuze- nova et al., 2015b) zu korrelieren.

Osteopontin, ein bei zahlreichen Tumorentitäten hochreguliertes und aktiv sezerniertes Glykoprotein, hat prognostische Bedeutung in Patienten mit Kopf-Hals- und kolorektalen Tumoren. Hohe Plasmaspiegel sind mit endogener Tumorhypoxie assoziiert (Wohlleben et al. 2015). Die Arbeitsgruppe um N. Popov Forschungsschwerpunkt in der onkogenen Signaltransduktion (speziell c-myc / Ubiquitinierung, Jaenicke et al. 2015) wurde in die Strahlenklinik integriert.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Tcholpon Djuzenova, Dr. Nikita Popov

Palliativmedizin / Palliativversorgung

Die frühzeitige Einbeziehung der Palliativmedizin ist ein wichtiges Qualitätskriterium in der Versorgung schwer und terminal erkrankter Patienten. Dazu werden Kriterien benötigt, anhand derer die Patienten mit palliativmedizinischem Versorgungsbedarf identifiziert werden können.

Ein Forschungsschwerpunkt am Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin liegt in der Entwicklung und Validierung von von Screeningverfahren zur Erfassung von palliativmedizinischem und psychosozialem Versorgungsbedarf (BUKA-Projekt). In der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Studie wird untersucht, inwieweit der Einsatz eines Tablet-basierten Symptom- und Belastungsscreenings die Palliativversorgung passgenauer verbessert (Symptomlinderung, Patientenzufriedenheit, Qualität der Versorgung am Lebensende).

Ansprechpartner: Dr. Birgitt van Oorschot

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Terminvereinbarung allgemein:
Montag bis Donnerstag 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 07:30 Uhr bis 15:00 Uhr

Terminvereinbarung privat:
Montag bis Donnerstag 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr

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Direktor:
Prof. Dr. Michael Flentje
+49 931 201-28890

E-Mail:
Sekretariat:
Pabst_S@ ukw.de

Prof. Dr. Michael Flentje
flentje_m@ ukw.de

Fax:
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Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Josef-Schneider-Str. 11 | Haus B2 | 97080 Würzburg | Deutschland