Teletherapie (Bestrahlung von außen)

Viele Tumorerkrankungen können mit einer Bestrahlung von außen aus der Distanz (Teletherapie) behandelt werden.

Was bedeutet Teletherapie?

Bei der Teletherapie wird der Tumor von außerhalb des Körpers aus einer gewissen Entfernung bestrahlt. Dafür können zwei Arten von Strahlung zum Einsatz kommen, die von einem Linearbeschleuniger erzeugt und auf das Zielgebiet gerichtet werden. Bei der Elektronenstrahlung reicht die gewünschte Strahlendosis in der Regel nur wenige Zentimeter in die Tiefe. Photonenstrahlen erreichen dagegen auch tiefer gelegenes Gewebe.

Bei welchen Erkrankungen wird Teletherapie eingesetzt?

Teletherapie wird bei einer ganzen Reihe von bösartigen Tumorerkrankungen eingesetzt, die einer Bestrahlung von innen beziehungsweise aus kurzer Distanz (Brachytherapie) nicht zugänglich sind. Voraussetzung ist eine ausreichende Strahlenempfindlichkeit des Tumorgewebes. Ob eine Teletherapie sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab und muss im Einzelfall von einem interdisziplinären Ärztinnen- und Ärzteteam entschieden werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zunächst informieren wir Sie in einem ausführlichen Gespräch darüber, warum eine Strahlentherapie bei Ihnen sinnvoll ist, mit welchen Nebenwirkungen Sie zu rechnen haben, wie die Bestrahlung ablaufen und wie lange sie dauern wird. Anschließend muss die Bestrahlung sorgfältig geplant werden, damit die Tumorzellen gut erreicht und gesundes Gewebe möglichst geschont wird. Als Grundlage dient in der Regel ein CT- und in manchen Fällen zusätzlich ein MRT-Bild von der zu bestrahlenden Körperregion. Darin kann die Strahlentherapeutin oder der Strahlentherapeut millimetergenau festlegen, welches Gebiet bestrahlt werden soll, bevor mithilfe eines Computerprogramms die optimalen Einstellungen für die Bestrahlung errechnet werden. Bisherige Standardtechnik ist die sogenannte 3D-konformale Therapie, die heute in geeigneten Fällen abgelöst wird von IMRT oder VMAT, welche für eine noch bessere Entlastung von empfindlichen Organen sorgen können.

Was geschieht bei der Bestrahlung?

Meist wird die erforderliche Strahlendosis nicht auf einmal verabreicht, sondern fraktioniert, also auf bis zu 35 Sitzungen über einige Wochen hinweg verteilt. Dadurch kann der Unterschied in der Strahlenempfindlichkeit zwischen gesunden Zellen und Krebszellen genutzt und eine gute Verträglichkeit erreicht werden. Die Bestrahlungsdauer pro Behandlung beträgt oft nur wenige Minuten. Im Behandlungsraum ist die Patientin oder der Patient meist eine Viertelstunde. Die meiste Zeit wird für die präzise Lagerung benötigt.

Spezielle Bestrahlungstechniken

Den Tumor möglichst intensiv zu bestrahlen, während das umliegende Gewebe möglichst effektiv geschont wird, das ist das Ziel der Bestrahlung bei vielen Tumorerkrankungen. Bei der Bestrahlung von außen ist die 3D-konformale Bestrahlung heute der Standard, um dieses Ziel zu erreichen. Bei besonders empfindlichen Organen kommen darüber hinaus spezielle Techniken wie IMRT oder VMAT zum Einsatz. Die bildgeführte Strahlentherapie (IGRT) passt sich auch kleinsten Lageänderungen des Tumors an.

Bei stereotaktischer Bestrahlung oder Radiochirurgie wird so präzise und mit hoher Intensität bestrahlt, dass der Vorgang einer Operation ohne Messer gleicht. Diese Technik kam zunächst bei Hirntumoren und Hirnmetastasen zum Einsatz. Unsere Klinik war an der Übertragung dieser Technik auf den Körperstamm beteiligt. Hierdurch können heute umschriebene Lungen- und Lebertumoren mit hoher Effektivität und ohne operativen Eingriff behandelt werden.

Die Ganzkörperbestrahlung wird bei Leukämien und Lymphomen im Rahmen der Vorbereitung einer Stammzell-Transplantation eingesetzt. Die kombinierte Radiochemotherapie verbessert die Wirksamkeit der Bestrahlung insbesondere bei fortgeschrittenen Tumoren. Umfassende unterstützende Behandlungsmaßnahmen (Supportivtherapie) sind hierfür jedoch Voraussetzung.


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