Arbeitsmedizinische Untersuchungen

Betriebsärztinnen und -ärzte führen verschiedene arbeitsmedizinische Untersuchungen durch. Dazu gehören arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen ebenso wie Eignungstests.

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen

Die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung und Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen. Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge wird zwischen Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge unterschieden, wobei die oder der Beschäftigte nur an der Pflichtvorsorge teilnehmen muss. Ohne die Bescheinigung dieser Vorsorgeuntersuchung darf die Tätigkeit nicht aufgenommen werden. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber weitere Vorsorgeuntersuchungen anbieten (Angebotsuntersuchungen). Auf eigenen Wunsch besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, sich fachärztlich untersuchen zu lassen (Wunschuntersuchungen).

Was erwartet mich bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge und wie geht es danach weiter?

Zur arbeitsmedizinischen Vorsorge gehört in der Regel die Erhebung des beruflichen Werdeganges, der Krankenvorgeschichte und die Kontrolle des Impfausweises. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei Klinikbeschäftigten in der Regel eine Blutentnahme oder auch ein Urintest. Je nach Tätgikeit werden auch andere apparative Untersuchungen durchgeführt (Seh-/Hörtest, Lungenfunktion, Belastungs-EKG).
Zum Abschluss wird die Vorsorgebescheinigung über die Teilnahme ausgestellt.
Wenn die Ärztin oder der Arzt aufgrund der Vorsorgeuntersuchung zu dem Ergebnis kommt, dass die Arbeitsschutzmaßnahmen nicht ausreichen, um die Gesundheit des Beschäftigten zu erhalten, ist er verpflichtet, dies dem Arbeitgeber mitzuteilen und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen. Im nächsten Schritt ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gefährdungsbeurteilung zu überprüfen und wirksame Maßnahmen zum Arbeitsschutz einzuleiten.

Einstellungs- und Eignungsuntersuchungen

Einstellungs- und Eignungsuntersuchungen sollen sicherstellen, dass weder Arbeitnehmer noch Arbeitskollegen, Dritte oder wesentliche Sachgüter gefährdet sind. Die Bewerberin oder den Bewerber erwartet hier eine Erhebung der eigenen und Familienanamnese sowie eine gründliche körperliche Untersuchung (unter anderem Herz, Kreislauf, Lunge, Gelenke, Muskulatur, Haut). Je nach Art der künftigen Tätigkeit sind weitere spezielle Tests möglich. Auch Nachuntersuchungen können zum Beispiel bei Auffälligkeiten folgen.

Untersuchungen für Berufskraftfahrer

Um ihre Fahrtauglichkeit nachzuweisen, müssen sich Berufskraftfahrer alle fünf Jahre einem Gesundheits-Check unterziehen, den im Normalfall auch ein Allgemeinmediziner durchführen kann. Etliche Untersuchungen können allerdings nur Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner durchführen. So benötigen Busfahrer ab dem 50. Lebensjahr und Taxifahrer ab dem 60. Lebensjahr zusätzlich zum Gesundheits-Check ein arbeitsmedizinisches Gutachten. Dieses dient als Nachweis für die Erfüllung der besonderen Anforderungen an Belastbarkeit, Konzentrations- und Orientierungsleistung, Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsfähigkeit.

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