Erfolgsgeschichte KTQ

Das UKW hat Ende 2025 auch die vierte Rezertifizierung nach dem KTQ-Verfahren erfolgreich absolviert. Die erneute Auszeichnung macht nicht zuletzt die Wirksamkeit des kontinuierlichen ­Qualitätsverbesserungsprozesses an Unterfrankens Krankenhaus der Maximalversorgung deutlich.

Die Abkürzung KTQ steht für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheits­wesen“. Die KTQ-GmbH bietet unter diesem Namen ein freiwilliges Zertifizierungsverfahren für medizinische Einrichtungen an, das die Qualität der ­Patientenversorgung durch eine umfassende Prüfung von Prozessen, Sicherheit und Management bewertet. Es basiert auf einem Kriterienkatalog, zu dem die Bereiche Patienten- und Mitarbeiter­orientierung, Sicherheit und Risiko­management, Informations- und Kommunikationswesen, Unternehmens­­führung und Qualitäts­management gehören. Ziel ist es, eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung sicherzustellen. Das UKW wurde im Jahr 2013 zum ersten Mal erfolgreich nach diesem Verfahren zertifiziert. Seither stehen alle drei Jahre Rezertifizierungen an. Gemäß diesem Turnus bestand das UKW Ende 2025 seine vierte Rezertifizierung – mit erneut ausgezeichnetem Ergebnis.

Erfolgsgeschichte KTQ

Das UKW hat Ende 2025 auch die vierte Rezertifizierung nach dem KTQ-Verfahren erfolgreich absolviert. Die erneute Auszeichnung macht nicht zuletzt die Wirksamkeit des kontinuierlichen ­Qualitäts­verbesserungs­prozesses an Unterfrankens Krankenhaus der Maximalversorgung deutlich.

Die Abkürzung KTQ steht für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheits­wesen“. Die KTQ-GmbH bietet unter diesem Namen ein freiwilliges Zertifizierungsverfahren für medizinische Einrichtungen an, das die Qualität der ­Patientenversorgung durch eine umfassende Prüfung von Prozessen, Sicherheit und Management bewertet. Es basiert auf einem Kriterienkatalog, zu dem die Bereiche Patienten- und Mitarbeiter­orientierung, Sicherheit und Risiko­management, Informations- und Kommunikationswesen, Unternehmens­­führung und Qualitäts­management gehören. Ziel ist es, eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung sicherzustellen. Das UKW wurde im Jahr 2013 zum ersten Mal erfolgreich nach diesem Verfahren zertifiziert. Seither stehen alle drei Jahre Rezertifizierungen an. Gemäß diesem Turnus bestand das UKW Ende 2025 seine vierte Rezertifizierung – mit erneut ausgezeichnetem Ergebnis.

Am Anfang steht immer die Selbstbewertung

Den Auftakt bildete – wie schon bei der Erst- und den bis­herigen Rezerti­fi­zierungen – eine umfassende Selbst­bewertung. Unter Federführung des Qualitätsmanagements des UKW analysierten interdisziplinäre Teams ihre Abläufe, überprüften Kennzahlen, aktualisierten Standards und reflektierten kritisch, wo Verbesserungen möglich sind. „Gerade an einem Universitätsklinikum mit hochspezialisierten Zentren, Forschung und Lehre bedeutet das eine besondere Herausforderung: Komplexe Prozesse müssen nicht nur funktionieren, sondern auch transparent dokumentiert und nachvollziehbar beschrieben werden“, betont Dr. Ulf Dennler, der Leiter der Stabsstelle medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanagement am UKW.

Am Anfang steht immer die Selbstbewertung

Den Auftakt bildete – wie schon bei der Erst- und den bis­herigen Rezerti­fi­zierungen – eine umfassende Selbst­bewertung. Unter Federführung des Qualitätsmanagements des UKW analysierten interdisziplinäre Teams ihre Abläufe, überprüften Kennzahlen, aktualisierten Standards und reflektierten kritisch, wo Verbesserungen möglich sind. „Gerade an einem Universitätsklinikum mit hochspezialisierten Zentren, Forschung und Lehre bedeutet das eine besondere Herausforderung: Komplexe Prozesse müssen nicht nur funktionieren, sondern auch transparent dokumentiert und nachvollziehbar beschrieben werden“, betont Dr. Ulf Dennler, der Leiter der Stabsstelle medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanagement am UKW.

Allseits große Zufriedenheit am Ende der Visitationswoche (von links): Thomas Kissinger (Visitor), Karl-Heinz Busche (Visitor), Lisa Engert, Linda Hirsch und Dr. Ulf Dennler (alle drei Stabsstelle Medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanage­ment des UKW), Dr. Gerhard Schwarzmann (Referent des Ärztlichen Direktors des UKW), Prof. Dr. Hendrik Herrmann (Visitor), Philip Rieger (Kaufmännischer Direktor des UKW) sowie Ronald Neubauer (Visitationsbegleiter und Geschäftsführer der KTQ GmbH, Berlin).

Visitoren prüften vor Ort 35 Qualitätsmerkmale

Auf die interne Phase folgte die mehrtägige Visitation. Dafür waren vom 21. bis 28. November 2025 vier externe Experten aus dem Gesundheitswesen – drei KTQ-Visitoren und ein ­Visitations­begleiter – am UKW zu Gast. Sie kontrollierten durch stichprobenartige Begehungen in verschiedenen Abteilungen des Klinikums und durch kollegiale Dialoge mit den Beschäftigten die Einhaltung von 35 Qualitäts­merkmalen. Erstmals dabei war das Kriterium „Ökologische Nachhaltigkeit“, das gemeinsam mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit des UKW entwickelt worden war. „Bei der Visitation geht es ­weniger um das Ermitteln punktueller Fehler als um die Frage, ob Strukturen systematisch angelegt sind und die Patienten­sicherheit verlässlich gewährleisten“, erläutert Lisa Engert aus dem Qualitätsmanagement-Team des Klinikums.

Bewertungspunkte nochmals gesteigert

Am Ende der Woche erteilten die Visitoren das Zertifikat für weitere drei Jahre. Nach ihrem Urteil erzielte das UKW beim diesjährigen Durchlauf 88,7 Prozent der möglichen Bewertungspunkte. Damit setzt sich die stetige Qualitätssteigerung am Würzburger Krankenhaus der Maximalversorgung weiter fort: Bei der Erstzertifizierung im Jahr 2013 wurden 66 Prozent erzielt, bei der letzten Rezertifizierung in 2022 waren es 83,6 Prozent.

Hohes Lob für zahlreiche Aspekte

Bei ihrer Ergebnispräsentation lobten die Visitoren speziell den Bereich der Sicherheit im Krankenhaus: Nach ihren Worten sind am UKW Notfall­management, Alarm- und Einsatzplanung sowie die Arzneimittel­therapie­sicherheit klar strukturiert, nachvollziehbar und gelebter Alltag. Die interdisziplinäre Zusammen­arbeit im Umfeld der Notfallversorgung – insbesondere im Schockraum – nahmen die Experten als eingespielt und fachlich stark wahr. Große Aufmerksamkeit fanden weiterhin die telemedizinischen Entwicklungen am UKW. Das Thema wurde als innovativer Schritt gesehen, der zukünftige Versorgungs­pfade sinnvoll erweitert und effizient gestaltet. Darüber hinaus bewerteten die Visitoren das hohe Maß an Technisierung und Digitalisierung ausdrücklich positiv. Gleichermaßen beeindruckte sie die in 2025 entwickelte Vision des UKW.

Kernaspekte der KTQ-Zertifizierung

Trägerschaft:

Getragen von Spitzenverbänden der Krankenkassen, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesärztekammer und dem Deutschen Pflegerat. Ziel:

Getragen von Spitzenverbänden der Krankenkassen, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesärztekammer und dem Deutschen Pflegerat. Sechs Kategorien der Bewertung:

▶ Patientenorientierung ▶ Mitarbeiterorientierung ▶ Sicherheit/Risikomanagement ▶ Informations- und Kommunikationswesen ▶ Unternehmensführung ▶ Qualitätsmanagement

Verfahren:

Der Prozess besteht aus einer umfassenden Selbstbewertung der Einrichtung und einer anschließenden Fremdbewertung durch geschulte Visitoren vor Ort.

Immer wieder: Plan, Do, Check, Act

„Sicher ist es erfreulich und wichtig, dass wir uns in der ­Außendarstellung des UKW auch weiterhin mit dem Zertifikat schmücken können. Doch der eigentliche Wert der Rezertifizierung liegt im Prozess selbst: Sie schafft Trans­parenz, fördert den internen Austausch und stärkt eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung“, unterstreicht Dr. Dennler. Ein Kernbegriff zum letzt­genannten Punkt ist der PDCA-Zyklus als Grundlage der KTQ-Bewertungssystematik. Die Ab­kürzung steht für die Prozessschritte Plan, Do, Check und Act. Was das konkret bedeutet, wird hier am Beispiel des Themas Patientenverfügung verdeutlicht: PLAN: Hier werden der Soll-Zustand, die Ziele und die Prozessplanung beschrieben sowie ggfs. die Verantwort­lichen genannt. Beispiel: Alle relevanten Patienten- sowie Angehörigengruppen sollen über das Thema „Patientenverfügung und Patientenvollmacht“ ausreichend informiert sein. Patientenverfügungen sollen gemäß den Empfehlungen des Klinischen Ethik-Komitees Berücksichtigung finden. Die individuellen Verfügungen sollen elektronisch abgelegt und archiviert werden. DO: Hier geht es um die Umsetzung in die Praxis, quasi den „Ist-Zustand“. Beispiel: Patientenverfügungen/-vollmachten sind ein fester Bestandteil der Palliativ-Gespräche. Außerdem werden spezifische Informationsveranstaltungen über Patientenverfügung und Patientenvollmacht angeboten, an denen auch Angehörige teilnehmen können und sollen. Vorhandene Verfügungen werden im rechtlich zulässigen und medizinethisch vertretbaren Rahmen berücksichtigt. Die Dokumente werden über die elektronische Krankenakte in SAP mit entsprechenden Zugriffsberechtigungen archiviert. CHECK: Wie wird die Praxis-Umsetzung überprüft? Beispiel: Überprüfung der Hinterlegungs­quote von eingescannten Patientenverfügungen/-vollmachten in SAP per Report. ACT: Hier werden die abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen dargestellt. Beispiel: Das Gesprächs­angebot zum Thema Patientenverfügung/-vollmacht wird erweitert, um auch nicht primär palliativmedizinische Fälle persönlich und individuell informieren zu können. Unter dem Strich führt der KTQ-Prozess dazu, dass Qualität am UKW nicht nur dokumentiert, sondern im Alltag gelebt wird – zum Wohl der Patientinnen und Patienten.

Geprüfte Sicherheit in einem Krankenhaus, das sich kontinuierlich weiterentwickelt

Vier Fragen an Dr. Ulf Dennler und Lisa Engert von der Stabsstelle Medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanagement des UKW. Die Entscheidung des Klinikumsvorstands für den Einstieg ins KTQ-Zertifizierungsverfahren liegt gut 14 Jahre zurück. Wie merken die Patientinnen und Patienten, dass am UKW seitdem Qualität systematisch gemessen und verbessert wird? Dr. Ulf Dennler: Für Patientinnen und Patienten bedeuten die Erstzertifizierung und die seither erfolgten Rezertifizierungen in erster Linie geprüfte Sicherheit, strukturierte Abläufe und ein Krankenhaus, das sich kontinuierlich weiterentwickelt. Wie wirkt sich ein solches Zertifikat im Klinikalltag aus? Was sind Beispiele für frühere Visitations-Empfehlungen, die besonders weitreichend etwas bewegt haben? Lisa Engert: Nicht das Zertifikat wirkt sich aus, sondern der gelebte, kontinuierliche Verbesserungs­prozess. Die regelmäßige Überprüfung – sowohl durch Selbst- als auch Fremdbewertung – trägt dazu bei, sämtliche Prozesse immer wieder kritisch zu beleuchten und Maßnahmen zu ergreifen, um die Qualität zu verbessern Ein Beispiel ist die Arzneimittelsicherheit. Die Medikamente werden heute patienten­individuell in der Klinikapotheke durch ein Unit-Dose-System maschinell verpackt. Mit Namen, Geburtsdatum und Dosierung. Digitale Systeme prüfen zusätzlich Wechselwirkungen. Das reduziert Fehlerquellen deutlich. Auch im OP sorgen verbindliche Checklisten dafür, Verwechslungen und andere Risiken zu vermeiden. Wie nehmen die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter den KTQ-Prozess wahr und wie gelingt es, das Engagement hierfür dauerhaft hoch zu halten? Dennler: Wichtig ist es, in einem kontinuierlichen Austausch zu bleiben. Jede Klinik und jeder Bereich hat seine eigenen KTQ-Beauftragten, die in engem Austausch mit dem Qualitätsmanagement stehen und regelmäßig geschult werden. Zudem sind wir grundsätzlich immer Ansprechpartner und Unterstützer. Welche konkreten Verbesserungsansätze bringt die vierte Rezertifizierung für die kommenden drei Jahre? Engert: Der konkrete Fahrplan für die nächsten drei Jahre wird aktuell noch mit dem Klinikumsvorstand abgestimmt. Überwiegend wird es darum gehen, bestehende Prozesse weiterzuentwickeln und trotz steigender Herausforderungen Qualität zu leben.­­

Dankesveranstaltung für alle Beteiligten

Bei einer Veranstaltung am 15. Januar 2026 dankte der Klinikums­vorstand allen Beschäftigten, die zur vierten Rezertifizierung beigetragen hatten. „Ihrer und unser aller hoher Anspruch an die Qualität unseres Handelns ist der Grundstein für diesen heraus­ragenden Erfolg. Damit setzen wir Maßstäbe!“, sagte Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, der Ärztliche Direktor und Vorstands­vorsitzende des UKW, in seiner Ansprache und fuhr fort: „Dieses Ergebnis und die Empfehlungen aus dem Visitationsbericht sind unser Ansporn, die Qualität weiter zu ­ver­bessern – für eine Spitzenmedizin, die dem Menschen verpflichtet ist.“

Allseits große Zufriedenheit am Ende der Visitationswoche (von links): Thomas Kissinger (Visitor), Karl-Heinz Busche (Visitor), Lisa Engert, Linda Hirsch und Dr. Ulf Dennler (alle drei Stabsstelle Medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanage­ment des UKW), Dr. Gerhard Schwarzmann (Referent des Ärztlichen Direktors des UKW), Prof. Dr. Hendrik Herrmann (Visitor), Philip Rieger (Kaufmännischer Direktor des UKW) sowie Ronald Neubauer (Visitationsbegleiter und Geschäftsführer der KTQ GmbH, Berlin).

Bilder: Valery - stock.adobe.com

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