Besser versorgt

Qualität im Krankenhaus entscheidet im Ernstfall über Sekunden. Am UKW wurde deshalb erneut alles geprüft, mit Erfolg.

Am Ende der Visitationswoche herrscht große Zufriedenheit.

Eine Gruppe Menschen lächelt in die Kamera

Am Ende der Visitationswoche herrscht große Zufriedenheit.

Krankenhäuser können ihr QM-System freiwillig extern prüfen lassen. Das Universitätsklinikum Würzburg stellt sich alle drei Jahre dem Gesamtzertifizierungsverfahren der KTQ GmbH („Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“). Jetzt wurde die vierte Rezertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Das UKW erreichte einen Spitzenwert von 88,7 Prozent der möglichen Bewertungspunkte. Bei der ersten Zertifizierung im Jahr 2013 lag das Ergebnis noch bei 66 Prozent, 2022 bei 83,6 Prozent. Die Qualität steigt also nachweislich.

Doch was bedeutet das konkret für Patientinnen und Patienten?

Geprüft wurden 35 Qualitätsmerkmale: von Patientenorientierung über Notfallmanagement bis zur Digitalisierung. Langjährige Führungskräfte aus der Pflege, dem ärztlichen Dienst und dem Krankenhausmanagement mit ausgewiesener Expertise im Qualitätsmanagement, sogenannte Visitoren, waren eine Woche lang im Haus unterwegs, führten Gespräche und kontrollierten Abläufe stichprobenartig. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie sicher und zuverlässig funktioniert Versorgung im Alltag und im Notfall?

Ein Beispiel ist die Arzneimittelsicherheit. Die Medikamente werden heute patientenindividuell in der Klinikapotheke durch ein Unitdose-System maschinell verpackt. Mit Namen, Geburtsdatum und Dosierung. Digitale Systeme prüfen zusätzlich Wechselwirkungen. Das reduziert Fehlerquellen deutlich. Auch im OP sorgen verbindliche Checklisten dafür, Verwechslungen und andere Risiken zu vermeiden.

Zwei Männer und zwei Frauen präsentieren das KTQ-Zertifikat

Stolz auf die neue Urkunde.

Abbildung des KTQ-Zertifikats

Digitale Patientenkurve schafft Transparenz

Mehr Transparenz schafft die digitale Patientenkurve: Medikamente, Vitalwerte und Maßnahmen werden mit Zeitstempel dokumentiert. Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte können so schneller und sicherer zusammenarbeiten.

Besonders gelobt wurde das Notfallmanagement. Als Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe trainiert das UKW regelmäßig verschiedenste Szenarien, vom Schlaganfall bis zu außergewöhnlichen Krisenlagen. Spezialisierte Teams greifen ein, wenn sich der Zustand eines Patienten akut verschlechtert.

Auch die Telemedizin wurde hervorgehoben. Digitale Vernetzung ermöglicht es, die Expertise der Universitätsklinik in die Versorgung in anderen Krankenhäusern schnell einzubinden und deren Behandlungen effizienter zu gestalten. Für Patientinnen und Patienten heißt das: kürzere Abstimmungswege und moderne Versorgung. Neu geprüft wurde außerdem die ökologische Nachhaltigkeit, ein weiterer Baustein verantwortungsvoller Krankenhausführung.

„Laut Zahlen ist unsere Krankenhaussterblichkeit schon viel geringer als der bundesweite Durchschnitt“, sagt Dr. Ulf Dennler, Leitung der Stabsstelle medizinisches Qualitäts-, Risiko- und Datenmanagement. Gleichzeitig gilt: „Es geht nicht um ein Siegel, sondern um die Arbeit, die wir tun – uns ist wichtig, dass Qualität gelebt wird.“

Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Rezertifizierung vor allem eines: geprüfte Sicherheit, strukturierte Abläufe und ein Krankenhaus, das sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Weitere Informationen zur KTQ-Rezertifizierung
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